Posts Tagged ‘UN’

Verteidigung des Patriarchats als Wurzel des Widerstands gegen SRGR

Was verbirgt sich hinter dem Konzept „sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte“, kurz SRGR? Welche Rolle spielen diese im internationalen Menschenrechtsdiskurs? Wo wird über sie verhandelt und wer sind die Akteur*innen? Katrin Erlingsen von der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW) führt im Webinar der Hirschfeld-Eddy-Stiftung in das Konzept SRGR ein.

Abtreibungsrecht, Schwangerschaft, Globaler Süden, Kinder, Verhütung, Selbstbestimmung, Freiheit — dies sind nur einige Stichworte, die den Teilnehmenden des Webinars im Zusammenhang mit dem Konzept sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte (SRGR) einfallen. Die spielerische Annäherung zeigt, wie vielfältig das Thema ist. Katrin Erlingsen, Leiterin Politische Arbeit Deutschland bei der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW) und Expertin für SRGR, spricht in diesem von Sarah Kohrt von der Hirschfeld-Eddy-Stiftung initiierten, organisierten und moderierten Auftakt einer Reihe von Veranstaltungen zum Peking+25-Prozess über Geschichte, Definition und Status der SRGR.

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Die Weltfrauenkonferenz und die Pekinger Aktionsplattform 1995 — Eine Einführung mit Christa Randzio-Plath

Wann: Webinar, Donnerstag, 04. Juni, 16:00 – 16:45 Uhr

Wer: Prof. Dr. h.c. Christa Randzio-Plath, Vorsitzende des Marie-Schlei-Vereins und MdEP von 1989–2004

Moderation: Sarah Kohrt, LGBTI-Plattform Menschenrechte der Hirschfeld-Eddy-Stiftung

Frauenrechte sind Menschenrechte, das gilt seit der Pekinger Weltfrauenkonferenz 1995. In der Pekinger Aktionsplattform haben sich 189 Staaten auf zwölf strategische Ziele für die Gleichstellung der Geschlechter festgelegt. Darunter das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung, die Ahndung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen als Menschenrechtverletzung, gleiches Erbrecht für Söhne und Töchter und die Einführung von Gender-Mainstreaming. 2020 müssen alle UN-Staaten über den Stand der Umsetzung der Aktionsplattform berichten.

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Sexualität, Reproduktion und internationales Recht — Eine Einführung in sexuelle und reproduktive Rechte und Gesundheit mit Katrin Erlingsen, DSW

Die Hirschfeld-Eddy-Stiftung lädt herzlich ein zum Webinar zur Einführung  in sexuelle und reproduktive Rechte und Gesundheit (SRGR) mit Katrin Erlingsen, Leiterin Politische Arbeit Deutschland bei der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW) .

Mit wem möchte und darf ich Sexualität und Beziehungen leben? Will ich schwanger werden? Wenn ja, wie viele Kinder möchte ich wann und mit wem bekommen? Über diese Fragen informiert und selbstbestimmt entscheiden zu können, ist fundamental für das Leben. Sexuelle und reproduktive Rechte sind Teil internationalen Rechts. Was sind das für Rechte? Wer hat die? Wo werden die diskutiert?

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Decriminalization: our guidelines for international support

Proposed by the Hirschfeld-Eddy Foundation

Deutsche Fassung hier

The Hirschfeld-Eddy Foundation was launched in 2007 as th­e human rights organization of the Lesbian and Gay Federation in Germany (LSVD). It supports non-governmental organizations (NGOs) in countries of the global South and East by calling for donations and giving all funds collected to these NGOs.

Another key focus is to raise awareness of the situation of LGBTI people among policy makers and the public. Long-term contact with our partner NGOs is crucial for international work on human rights.

Decriminalization of homosexuality and trans identities is a major aim of the Hirschfeld-Eddy Foundation’s efforts, as is the protection of intersex people against medical procedures without their consent.

In recent years people all over the world have become increasingly aware of serious human rights violations against LGBTI people. There are now numerous important multilateral state initiatives as well as a growing civil society movement worldwide.

The Hirschfeld-Eddy Foundation is one of the few organizations in Germany that focuses exclusively on these issues. We are often asked what a united international approach to decriminalization and human rights for LGBTI people would look like, so we have compiled some basic guidelines here. weiter…

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Mandat des UN-Experten für SOGI erneuert

Menschenrechtsrat nimmt Resolution mit klarer Mehrheit an

Victor Madrigal-Borloz kann seine Arbeit als Experte zum Schutz vor Diskriminierung und Gewalt aufgrund der sexuellen Orientierung und Geschlechtsidentität (SOGI) in den kommenden drei Jahren fortsetzen. Die 46 Mitglieder des UN-Menschenrechtsrats haben am 12. Juli 2019 dafür gestimmt, das Mandat des SOGI-Experten zu erneuern. Mit einer klaren Mehrheit wurde die entsprechende Resolution bei der 41. Sitzung des UN-Menschenrechtsrats in Genf angenommen. Dieses gute Ergebnis ist auch der unermüdlichen Überzeugungsarbeit von Aktivist*innen aus der ganzen Welt zu verdanken. weiter…

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Wie internationale Unterstützung für Entkriminalisierung aussehen sollte

Position der Hirschfeld-Eddy-Stiftung

English Version here

Die Hirschfeld-Eddy-Stiftung wurde 2007 als Menschenrechtsstiftung des LSVD gegründet. Sie unterstützt Nichtregierungsorganisationen (NROs) in Ländern des globalen Südens und Ostens durch Spendenaufrufe und gibt das gesammelte Geld vollständig an die Organisationen weiter.

Ein wichtiger Bereich ihrer Arbeit ist die Information und Aufklärung über die Situation von LSBTI** und die Sensibilisierung von Politik und Öffentlichkeit. Die langjährigen Kontakte zu unseren Partnerorganisationen sind zentral für die internationale Menschenrechtsarbeit.

Entkriminalisierung von homosexuellen Handlungen und trans* Identitäten ist ein wesentliches Anliegen ihrer internationalen Arbeit. Außerdem der Schutz von inter* Personen vor medizinischen Eingriffen ohne Zustimmung.

In den letzten Jahren ist das Bewusstsein dafür gewachsen, dass es in allen Staaten der Welt gravierende Menschenrechtsverletzungen an LSBTI* gibt. Inzwischen  gibt es zahlreiche wichtige multilaterale staatliche Initiativen und eine wachsende zivilgesellschaftliche Bewegung weltweit.

Die Hirschfeld-Eddy-Stiftung ist eine der wenigen Organisationen, die sich in Deutschland ausschließlich diesem Themenbereich widmet. Weil wir immer wieder gefragt werden, wie eine solidarische internationale Menschenrechtsarbeit für LSBTI* und Entkriminalisierung aussehen kann, haben wir hier ein paar Grundlagen zusammengefasst.               weiter…

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Mandat des Unabhängigen UN-Experten für SOGI muss erhalten werden

Gemeinsame Erklärung von internationalen NGOs beim UN-Menschenrechtsrat

Die UN hat 2016 den ersten unabhängigen Experten für SOGI ernannt. Das Mandat ist für die Dauer von drei Jahren eingerichtet. Im Juli 2019 stimmt UN-Menschenrechtsrat bei seiner 41. Sitzung über die Verlängerung dieses wichtigen Mandats ab.

Der thailändische Rechtsprofessor Vitit Muntarbhorn hat das Amt zunächst inne. Er veröffentlicht seine ersten beiden Berichte hier . Im Herbst 2017 übernimmt  Victor Madrigal-Borloz sein Amt und veröffentlich im Mai 2018 seinen ersten Bericht hier

Die Website des Unabhängigen Experten zum Schutz vor Diskriminierung und Gewalt aufgrund der sexuellen Orientierung und Geschlechtsidentität ist beim Hochkommissariat der Vereinten Nationen für Menschenrechte (OHCHR) hier zu finden.

Um die Erneuerung des Mandats zu unterstützen haben über tausend  NGOs (Nichtregierungsorganisationen) eine Stellungnahme abgegeben. Phylesha Brown-Acton hat sie beim UN-Menschenrechtsrat vorgestellt. LSVD/Hirschfeld-Eddy-Stiftung haben es auch unterzeichnet. Hier die Erklärung im Wortlaut in englischer Sprache.

Aktualisierung: am 12.7.2019 stimmt der UN-Menschenrechtsrat mit klarer Mehrheit für die Erneuerung des Mandats. Mehr hier.

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Über 70 Länder kriminalisieren Lesben, Schwule, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen

Was kann Deutschland tun?

Was fordern Aktivist*innen von der Bundesregierung und der Zivilgesellschaft? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion auf dem LSVD-Verbandstag, die von der Journalistin Natalia Matter moderiert wurde und an der Staatsminister Michael Roth, Gulya Sultanova aus St. Petersburg, Ramy Khouily aus Tunis und Sarah Kohrt für die Hirschfeld-Eddy-Stiftung teilnahmen.

Zunächst stellt Sarah die Arbeit der LGBTI-Plattform der HES und der Yogyakarta- Allianz vor, einem Zusammenschluss von Interessierten und Vertreter*innen von zivilgesellschaftlichen Organisationen, die zum Thema LSBTI und Menschenrechte arbeiten. Die Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt, BMZ oder der GIZ sei recht eng und funktioniere ausgezeichnet. Im Mittelpunkt stehe dabei seit die nachhaltige Verankerung des Themas in der Entwicklungszusammenarbeit und den auswärtigen Beziehungen, kurz LSBTI-Inklusionskonzept. weiter…

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Globale Agenda 2030: Gleiche Rechte, mehr Wohlstand und nachhaltige Entwicklung für Alle

 

dt. Übersetzung - UN-Nachhaltigkeitsziele Broschüre: Die Globalen Nachhaltigkeitsziele der UN und die Einbeziehung von LSBT-Themen

Alle Menschen mitzunehmen und niemanden zurückzulassen auf der Reise zu mehr Gerechtigkeit und Wohlstand, zu einer globalen nachhaltigeren Entwicklung bis zum Jahr 2030, dazu haben sich im September 2015 die 193 Mitgliedsstaaten beim UN-Gipfel in New York mit der Agenda 2030 verpflichtet. Auch wenn in den 17 nachhaltigen Entwicklungszielen und 169 Zielvorgaben LSBTI nicht ausdrücklich genannt werden, so geht dieser Zukunftsvertrag der Weltgemeinschaft sie dennoch sehr viel an. Denn durch das Prinzip „leave no one behind“ wird klargestellt, dass die Ziele für alle Menschen erreicht werden sollen. weiter…

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Wenn niemand zurückgelassen werden soll …

Konferenz in MontevideoKonferenz in Montevideo: LSBTI in den UN-Nachhaltigkeitszielen

Schon im Vorfeld der globalen LSBTI-Menschenrechtskonferenz “Non violence, non discrimination and social inclusion” in Montevideo hatten sich vier Arbeitsgruppen gebildet, um die Konferenzthemen vorzubereiten. Sie bestanden aus jeweils zehn Vertreter_innen der Regierungen und der Zivilgesellschaft. Die Themen waren internationale und regionale Diplomatie, Koordination von Unterstützung und Abstimmung der Geberländer und privater Stiftungen, Gesetzgebung und Einschränkung der Handlungsspielräume für die Zivilgesellschaft sowie UN-Nachhaltigkeitsziele und LSBTI-Inklusion, die Arbeitsgruppe, in der ich mich engagierte. weiter…

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