Gemeinsam gegen Ausgrenzung

Gastbeitrag der Initiative “Respekt! Kein Platz für Rassismus“

Der „Respekt!“-Botschafter und
Comedian Bülent Ceylan empfiehlt das Antiidiotikum® akut IQ130. Es beseitigt sofort Denkblockaden und befreit von Engstirnigkeit. Das erfundene Medikament geht sofort ins Blut über!

 Respekt! Kein Platz für Rassismus ist eine gemeinnützige Initiative für ein gesellschaftliches Miteinander und gegen jegliche Art von Diskriminierung. Wir wollen vielschichtig über Toleranz informieren und zum Nachdenken und Diskutieren anregen. Denn eins ist sicher: Denken hilft! Auslöser für Lothar Rudolf und seinen Sohn Kris-Patrick, die beiden Initiatoren, waren die immer wiederkehrenden rassistischen Zwischenfälle in deutschen Fußballstadien. Um sichtbar dagegen zu protestieren, kamen sie auf die Idee zu dem Schild mit der Aufschrift „Kein Platz für Rassismus!“, später wurde noch das Wort „Respekt!“ hinzugefügt.

Dieses Schild ist mittlerweile an immer mehr Sportanlagen, Schulen, Betrieben oder öffentlichen Plätzen zu finden. Zahlreiche Prominente aus Medien, Sport und Unterhaltung lassen sich damit fotografieren oder filmen und berichten über eigene Erfahrungen im Umgang mit Respekt, erzählen von erfreulichen und weniger erfreulichen, von respektvollen und respektlosen Erlebnissen. Und so wurde aus diesem Verbotsschild eine Botschaft, denn Respekt ist Grundlage für ein friedliches Zusammenleben. Davon erzählen wir in unserer kostenlosen Zeitschrift, unserem Bildband „Respekt! 100 Menschen – 100 Geschichten“ und in den Videoreportagen, auf unserer Webseite und unserem Youtube-Kanal. Zudem informieren wir mit Veranstaltungen, Lesungen, Podiumsdiskussionen, Filmen, Büchern, Flyern und Give-aways wie unserem „Antiidiotikum©“ gegen Denkblockaden und Engstirnigkeit.

Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sind nicht nur in Fußballstadien und am politischen Rand, sondern auch in der Mitte der Gesellschaft zu finden. Das zeigen die vielen Fälle von Benachteiligung gegenüber Migrantinnen und Migranten und schlimmer noch, Ausschreitungen gegen Asylbewerber und Flüchtlinge und die NSU-Mordserie.

Unsere Partnerschaften mit Verbänden und Institutionen öffneten die Initiative für Lebens- und Arbeitsbereiche über den Fußball und den Sport hinaus. Deshalb haben wir unseren Fokus auch auf die anderen Formen der Diskriminierung, sei es aufgrund der ethnischen oder sozialen Herkunft, der Religion, des Geschlechts, körperlicher Merkmale oder der sexuellen Orientierung ausgeweitet. So arbeiteten wir etwa mit der Aktion Courage und ihrem Projekt „Schule ohne Rassismus“, der Frankfurter Buchmesse oder der IG-Metall zusammen. Daher freuen wir uns nun auch über die Medienkooperation mit dem LSVD. Gemeinsam für mehr Respekt — wir sind dabei!

 

Respekt für den Frauenfußball

Sandra Minnert - Foto: respekt.tv
Gerade im Sport habe ich erlebt, wie wichtig es ist, jeden in seiner Einzigartigkeit zu respektieren und gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Es ist die Vielfältigkeit, die ein Team erfolgreich macht.“

Die mehrfache Fußballwelt- und Europameisterin Sandra Minnert ist seit 2011 „Respekt!“-Schirmfrau. „Der Frauenfußball musste lange Zeit um Anerkennung in dieser männerdominierten Sportart kämpfen“, sagt Minnert. Mittlerweile ist die deutsche Nationalmannschaft eines der erfolgreichsten Teams. Was das Rollenbild betrifft, gibt sie zu bedenken, dass zu ihrer aktiven Zeit die Sportlerinnen oft von vornherein in diffamierender Absicht als Lesben abgestempelt wurden. „Tatsächlich gibt es inzwischen einige offen lesbische und bisexuelle Spielerinnen wie Nadine Angerer oder mich. Ein Grund könnte sein, dass die Frauen von Beginn an entspannter mit ihrer sexuellen Identität umgegangen sind. Da sehe ich im Männerfußball größere Hürden und Tabus.“

Hendrikje Borschke, respekt.tv



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