Posts Tagged ‘Yogyakarta Prinzipien’

Weltweit für Würde und Respekt

Summit World Pride Madrid, 26.- 28. Juni 2017

Über 200 Aktivist*innen, Politiker*innen und Vertreter*innen aus den Bereichen Kultur, Bildung und Menschenrechte aus 45 Ländern und verschiedenen Weltregionen trafen sich im Rahmen des diesjährigen World Gay Pride zu einer dreitägigen Menschenrechtskonferenz in Madrid. Es ging um „LGBTQIA+ spezifische“ Themen und die Stärkung der weltweiten Bewegung. Zugleich hoben die Organisator*innen hervor, dass die Konferenz und der World Pride 40 Jahre nach den ersten LGBTQIA+ Protesten in Spanien, 20 Jahre nach der ersten Pride Veranstaltung und zehn Jahre nach dem ersten Madrider EuroPride stattfindet. Da Madrid als erste Hauptstadt der spanischsprachigen Welt einen World Pride ausrichtet, habe man einen besonderen Schwerpunkt der Konferenz auf die Länder Latein- und Zentralamerikas und der Karibik gelegt. weiter…

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Human Rights for All? Not Yet.

The Yogyakarta Principles need an intersex update

deutsche Fassung

Human rights apply to all humans, or so it is said. For centuries, however, what this really meant was that human rights applied only to men, and only to those men who were not enslaved or colonized. The fact that human rights now apply to women and people of color, for example, is due to the success of the women’s and civil rights movements.

The Yogyakarta Principles were formulated in 2006 by a group of international human rights experts who had gathered in the Indonesian city of that name. Its 29 principles clarify what human rights mean with respect to sexual and gender minorities. The Yogyakarta Principles are a set part of human rights work. They describe what states would have to do if human rights were in fact applied to people independently of their sexual orientation or gender identity.

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What about intersex people?

The letter „I“ is being added ever more frequently to the acronym LGBT. The „I“ stands for intersex people, who are pathologized and stigmatized by the medical category „Disorders of sexual development” (DSD). On account of anatomical, hormonal or chromosomal features, intersex people are viewed as neither completely female nor completely male. Intersex bodies are outside the binary gender system, which can lead to serious medical and legal consequences. Parents are pressured to approve gender-assignment operations and hormonal treatments. Babies, children and adolescents have a gender imposed upon them.

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Standesamt oder Steinigung

Südlink 174 - Dezember 2015 © INKOTA-netzwerk e.V. Die Lage von LGBTI im globalen Süden ist höchst unterschiedlich. In vielen Ländern, aber längst nicht in allen, sind Fortschritte zu verzeichnen

Von Hassverbrechen oder der Todesstrafe auf Homosexualität bis hin zur rechtlichen Gleichstellung mit Heterosexuellen und dem Recht, die eigene Geschlechtsidentität zu verändern: Die Lebenswirklichkeit von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans*- und intersexuellen Menschen im globalen Süden könnte unterschiedlicher kaum sein. Ein Überblick über die Vielfalt unterm Regenbogen.

In vielen Ländern werden die Menschenrechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intersexuellen Menschen (LGBTI) mit Füßen getreten. Von Standesamt bis Steinigung reichen die Angebote, die die Staaten dieser Welt für sie bereithalten. In 76 Ländern ist die gleichgeschlechtliche Liebe noch immer strafbar, in sieben Staaten droht die Todesstrafe. Doch auch wenn einige Verfolgerstaaten ihre homophoben Gesetze verschärfen: Die Entkriminalisierung der gleichgeschlechtlichen Liebe schreitet voran. weiter…

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Eine Lücke im System

Die Yogyakarta-Prinzipien brauchen ein Inter*-Update

English Version

2014-12-29_postkarte_cuna-1Menschenrechte gelten für jeden Menschen, heißt es. Jahrhundertelang hätte es erklärend heißen müssen: Menschenrechte gelten für Männer, die keine Sklaven sind und nicht zur Bevölkerung der Kolonien gehören. Dass der Schutz der Menschenrechte z.B. auch für Frauen und für schwarze Menschen gilt, ist ein Erfolg der Frauen- und Bürgerrechtsbewegungen.

Im indonesischen Yogyakarta haben internationale Menschenrechtsexpert_innen im Jahr 2006 die Yogyakarta-Prinzipien verfasst. In den 29 Prinzipien wird erläutert, was Menschenrechts-standards in Bezug auf sexuelle und geschlechtliche Minderheiten bedeuten. Die Yogyakarta-Prinzipien sind ein Fixpunkt der Menschenrechtsarbeit. Es wird beschrieben, was ein Staat gewährleisten müsste, wenn Rechte tatsächlich unabhängig von sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität gelten würden.

 

Was ist mit Inter*? weiter…

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„Großer Erfolg der globalen LGBTI-Bewegung“

Konstanze Plett über das Grundsatzurteil zum Dritten Geschlecht in Indien

Prof. Dr. Konstanze Plett - Foto: Caro KadatzDie Entscheidung des Supreme Court of India vom April 2014 zum Dritten Geschlecht ist nach Einschätzung von Prof. Dr. Konstanze Plett  bahnbrechend für die Rechte von Trans* und kann als „großer Erfolg der globalen LGBTI-Bewegung“ gelten. Das Gericht hatte über den Antrag zu entscheiden, ob Menschen, die sich nicht in das Zweigeschlechtersystem einordnen können, diskriminiert werden, solange ihnen kein Drittes Geschlecht eröffnet wird. Die soziale Lage und die rechtliche Situation der Hijras und anderer indischer Transgender Communities standen dabei im Mittelpunkt. weiter…

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„Wer spricht? Wer wird gehört?“

Interessenvertretung von Lesben, Schwulen und Transgender aus dem globalen Süden

Einladung zum 5. Fachtag Regenbogenphilanthropie

Donnerstag, den 21. November 2013

Friedrich-Ebert-Stiftung, Hiroshimastraße 28, 10785 Berlin

 

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In 76 Staaten wird Homosexualität strafrechtlich verfolgt. Die Zahl der Staaten, in denen Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung und Geschlechtsidentität von gesellschaftlichen Gruppen bedroht und bekämpft werden, ist noch viel höher. Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und Interpersonen sind vulnerable Gruppen, die internationale Solidarität und Unterstützung benötigen. Die Ausweitung der Förderung von NGOs, die sich für die Geltung der Menschenrechte unabhängig von sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität einsetzen sowie die finanzielle Unterstützung dieser Organisationen sind Ziele der Regenbogenphilanthropie. weiter…

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Yogyakarta Allianz: Ziele und Herausforderungen

Renate Rampf (HIrschfeld-Eddy-Stiftung) - Foto: Caro KadatzEinführungsreferat von Renate Rampf (Hirschfeld-Eddy-Stiftung), anläßlich der Veranstaltung „Kick-off: Yogyakarta-Allianz – Ein zivilgesellschaftliches Bündnis für eine LSBTI-inklusive Entwicklungs- und Außenpolitik“ im Deutschen Institut für Menschenrechte, 26. April 2013.

Liebe Frau Rudolf, vielen Dank für die freundliche Einführung.

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde, ich begrüße Sie und Euch im Namen der Hirschfeld-Eddy-Stiftung (HES).

Das Deutsche Institut für Menschenrechte ist uns seit vielen Jahren als ermutigende und zuverlässige Partnerorganisation im Engagement für die Menschenrechte von LSBTI bekannt. So auch im November letzten Jahres, als wir Ihnen von dem Vorhaben berichteten, ein Bündnis zur Inklusion von LSBTI-Themen in die Auswärtige Politik und Entwicklungszusammenarbeit zu gründen. Sie haben ohne Zögern die Unterstützung durch eine Kick-off Veranstaltung angeboten. Ich danke dabei auch für die gute Zusammenarbeit mit Frau Kämpf.

Kick-off heißt beim Football der Anstoß, der den Ball weit in das Feld schießt. Für die Yogyakarta-Allianz gab es eine Reihe von Anstößen. Ganz besonders möchte ich an dieser Stelle Ise Bosch danken, die mit dem Konzept der Regenbogenphilanthropie dafür sorgt, dass den LGBTI-Menschenrechten Aufmerksamkeit, Expertise und Ressourcen gewidmet werden. weiter…

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Deutschland im Blick des UPR-Verfahrens

LSVD-Bundesvorstand Helmut Metzner. Foto: Kadatz

 

In regelmäßigen Abständen beurteilt der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen (VN) die Situation der Menschenrechte in den Mitgliedstaaten. Deutschland stand zuletzt 2009 im Blickpunkt des dabei entstehenden Berichts mit dem Namen Universal Periodic Review (Universelle Periodische Überprüfung).

Aktuell prüft eine Arbeitsgruppe die Umsetzung der von dem MRR ausgesprochenen Empfehlungen an die Bundesregierung. Dazu waren 23 deutsche Nichtregierungsorganisationen mit dem Schwerpunkt Menschenrechte zur Stellungnahme aufgefordert. Am Montag 25.03.2013 hat Helmut Metzner die Stellungnahme des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) bei einer vorbereitenden Sitzung im Internationalen Konferenzzentrum in Genf abgegeben. Vor Vertretern von rund 40 ausländischen Missionen fokussierte er die Umsetzung von Maßnahmen gegen Diskriminierung, gegen Homophobie und für die Menschenrechte für Lesben, Schwule, Bi- Trans- und Intersexuellen (LSBTI). weiter…

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Yogyakarta-Allianz gegründet

Zivilgesellschaft fordert mehr Engagement für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans- und Intermenschen (LGBTI) in der Entwicklungs- und Außenpolitik

Die Hirschfeld-Eddy-Stiftung hat gemeinsam mit der Dreilinden gGmbH und TransInterQueer e.V. (TrIQ) zur Gründung eines Netzwerkes zur Erstellung eines LGBTI-Inklusionskonzepts für die auswärtigen Dienste und Entwicklungszusammenarbeit aufgerufen.

Website_Anzeige_11-2012Im November 2012 hat sich dazu ein Bündnis aus Einzelpersonen und LGBTI-Organisationen gegründet, das als Yogyakarta-Allianz konkrete Forderungen und Konzepte formulieren will. Es geht um die Sammlung, Dokumentation und Publikation von Wissen zu sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität (SOGI) als Thema der Außen- und Entwicklungspolitik. weiter…

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