Posts Tagged ‘USA’

Rede des US-Botschafter Emersons anlässlich 25 Jahre LSVD (dt. Übersetzung)

S. E. John B. EmersonFrau Roth,
Botschafterin Marko,
sehr geehrte Mitglieder des Bundestags,
meine Damen und Herren,
liebe Freunde des Lesben- und Schwulenverbands Deutschland,

es ist mir eine Ehre, hier zu sein.

Ich möchte Ihnen auch meine Frau Kimberly vorstellen sowie unsere guten Freunde, die Journalistin Linda Douglass und den Botschafter der Vereinigten Staaten in Italien, John Phillips.

Ich fühle mich geehrt, dass Sie mich eingeladen haben, bei der heutigen Geburtstagsveranstaltung einige meiner Gedanken mit Ihnen zu teilen. Ich habe oft gesagt, dass die letzte große bürgerrechtliche Herausforderung darin besteht, Gleichberechtigung und das Ende aller Diskriminierung für unsere LGBT-Community zu erreichen. An diesem Kampf beteilige ich mich seit Anfang der Achtzigerjahre.

Hier in Deutschland wurden wie in den Vereinigten Staaten dadurch große Fortschritte erzielt, dass man ungerechte Barrieren abgebaut hat, die die vollständige Umsetzung der grundlegenden Menschenrechte von Lesben, Schwulen, Bi-, Trans- und Intersexuellen verhindert haben. Aber wie jeder hier weiß, bleibt noch viel zu tun.

In den Vereinigten Staaten wurde die Sklaverei in unserer Verfassung festgeschrieben, bevor sie wieder daraus verbannt wurde. Bis ins frühe 20. Jahrhundert hatten Frauen kein Wahlrecht. Der Kampf um Gleichberechtigung für Frauen, für LGBT sowie für ethnische und religiöse Minderheiten dauert noch heute überall auf der Welt an. Obwohl Regierungen eine besondere Verantwortung dafür tragen, Veränderungen und einen besseren Schutz der Menschenrechte ihrer Bürgerinnen und Bürger herbeizuführen, hat die Geschichte gezeigt, dass man sie dazu drängen muss. Die Verantwortung, Veränderungen in den Verhaltensweisen herbeizuführen, die schließlich auch die Herzen und Denkweisen der Menschen ändern werden, liegt bei uns.

Hier in Deutschland und in den Vereinigten Staaten haben wir gesehen, dass Wandel möglich ist, wenn Menschen solidarisch füreinander einstehen. Das erfordert Mut, Engagement und Charakterstärke – die Art Charakterstärke, die Sie, die Mitglieder, Freunde und Unterstützer des LSVD, alle bewiesen haben. weiter…

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„It is important that every single one of us keeps pushing and keeps believing in the change that we’ve been able to embrace.“

Festakt 25 Jahre LSVD (c) LSVDGrußwort des US-Botschafters John B. Emerson, gehalten auf dem Festakt zum 25jährigen LSVD-Jubiläum am 25. April 2015

Frau Roth, Botschafterin Marko, sehr geehrte Mitglieder des Bundestags, meine Damen und Herren, liebe Freunde des Lesben- und Schwulenverbands Deutschland.

es ist mir eine Ehre, hier zu sein.

I would also like to introduce my wife, Kimberly, and our good friends, journalist Linda Douglass and the U.S. Ambassador to Italy, John Phillips.

I am honored that you have invited me to share some thoughts with you at this birthday celebration.  I have often said that the last, great civil rights challenge is for equality and non-discrimination of our LGBT community.

Here in Germany, as in the United States, great progress has been made in removing unjust barriers that have prevented the full realization of the basic human rights of gay, lesbian, bisexual, and transgender persons.  But there is still much work to do. weiter…

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Wie der Glaube den Journalismus vernebelt

Eine Replik auf „HOMO“ von Markus Günther, erschienen in der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 5. April 2015

Gastbeitrag von Albyn Frymuth

Dass ein katholischer Traditionalist wie Markus Günther der Marginalisierung der Homosexuellen das Wort redet, wundert kaum. Nichts anderes wohnt seinem Wunsche nach größerer Gelassenheit im Umgang mit den Benachteiligungen jener Minderheit inne.

Sein harmlos daherkommender Kommentar beginnt mit einer verunglückt komischen Etymologie des Wortes homo, über die sich nicht so recht schmunzeln lässt. Doch seine glaubensgeleitete Färbung der Fakten verlangt nach Widerspruch.

Günthers Darstellungen zum Religious Freedom Restoration Act des US-Bundesstaats Indiana, für den sich konservative Politiker, religiöse Aktivisten und ortsansässige Kirchen eingesetzt haben, negiert die mit dem Gesetz sanktionierte Diskriminierung Homosexueller.

Jenseits der fundamentalistischen Rechten haben sich auf breiter Front PolitikerInnen (nicht nur Hillary Clinton, wie der Autor zu suggerieren meint), Vorstände, KünstlerInnen, Schreibende, progressive Gläubige etc. empört bis feindselig über dieses maliziöse Werk geäußert.

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Gay Marriage

Internationale Konferenz in Boston am 09. April 2013

Bruno Perreau und Axel Hochrein - Foto: LSVDNicht nur in Europa und den USA ist das Thema Ehe-Öffnung für gleichgeschlechtliche Paare ein „universal topic“. Weltweit wird darüber nicht nur diskutiert, sondern auch politisch gehandelt und juristisch gestritten. Die Liste der Länder, die eine „gay marriage“ zulassen, ist in den vergangenen Monaten gewachsen. Uruguay und Neuseeland haben die Anzahl auf 13 Länder steigen lassen, Frankreich steht als nächstes Land kurz davor. weiter…

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Alliierte im Kampf für die Menschenrechte

Wenn von der deutsch-amerikanischen Allianz gesprochen wurde, bezog sich das meist auf NATO, wirtschaftliche oder politische Interessen und die positive Rolle, welche die USA beim Prozess der Wiedervereinigung spielten. Für Lesben und Schwule galt diese Allianz lange Zeit nicht.  Einreiseverbot für HIV-Infizierte, beim Thema LGBTI Menschenrechte waren die USA meist auf der „anderen“ Seite, striktes Nein zur Homosexuellen-Ehe und evangelikale Hetzer durften ungestört ihr Unwesen treiben.

Seit Amtsantritt von Präsident Obama hat sich diese Politik um 180° gedreht.  Die USA beziehen nun international klar Stellung beim Kampf für die Menschenrechte von Lesben und Schwulen. Bei UN-Resolutionen, beim Menschenrechtsrat in Genf, in der Thematisierung des Themas als wichtiger Punkt für die amerikanische Außenpolitik. weiter…

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Internationale Gäste auf dem LSVD-Verbandstag

Bundesvorstand mit großer Mehrheit bestätigt

US-Botschafter Philip Murphy - Foto: Caro KadatzSelten gab es so viele Highlights auf einem LSVD-Verbandstag: Auf dem Programm der diesjährigen Mitgliederversammlung, die am vergangenen Wochenende (24./25. März 2012) in Köln stattfand, standen die Wahlen zum Bundesvorstand sowie Resolutionen. Ein großer Schwerpunkt war zudem das internationale Engagement und damit die Arbeit der Menschenrechtsstiftung des LSVD, der Hirschfeld-Eddy-Stiftung.

Die US-Generalkonsulin in Düsseldorf Janice G. Weiner überbrachte Grüße des US-Botschafters Philip Murphy, der sich an den LSVD mit einer Videoansprache wandte. Persönlich angereist war „Biggie“ Ssenfuka Warry, eine Aktivistin von Freedom and Roam Uganda (FARUG), die im Rahmen einer UN-Delegation nach Europa gekommen war. Auch die Journalistin und Publizistin Carolin Emcke wählte ein internationales Thema für den ersten Teil ihrer Lesung aus dem Buch „Wie wir begehren“, Eindrücke und Erlebnisse aus der Arbeit mit einem schwulen Mann aus dem Gaza. Aber erstmal der Reihe nach: weiter…

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Deutsche Übersetzung von Hillary Rodham Clinton’s Rede vor dem UNO Menschenrechtsrat in Genf

 
 

US-Außenministerin HILLARY CLINTON: Guten Abend, ich fühle mich zutiefst geehrt und es freut mich sehr hier zu sein. Ich möchte Generaldirektor Tokayev und Frau Wyden und allen anderen Ministern, Botschaftern, Würdeträgern und Partnern der UNO danken. Dieses Wochenende werden wir den Tag der Menschenrechte feiern, das Jubiläum einer der größten Errungenschaften des letzten Jahrhunderts. weiter…

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Memorandum von Präsident Barack Obama

Deutsche Übersetzung des „Presidential Memorandum

Das Weiße Haus. Pressestelle, 6. Dezember 2011

Memorandum des Präsidenten – Internationale Initiativen zur Förderung der Menschenrechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender-Personen

MEMORANDUM FÜR DIE LEITERINNEN UND LEITER DER MINISTERIEN UND BEHÖRDENTHEMA: Internationale Initiativen zur Förderung der Menschenrechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender-Personen

Der Kampf zur Beendigung der Diskriminierung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender-Personen (LGBT) stellt eine globale Herausforderung dar, die zugleich zentral ist für das Engagement der Vereinigten Staaten bei der Förderung der Menschenrechte. Ich bin tief besorgt über die Gewalt und Diskriminierung gegenüber LGBT auf der ganzen Welt: Es werden Gesetze erlassen, die einen LGBT-Status unter Strafe stellen; Bürgerinnen und Bürger werden geprügelt, nur weil sie an friedlichen LGBT-Pride-Demonstrationen teilnehmen; Männer, Frauen und Kinder werden aufgrund ihrer vermuteten sexuellen Orientierung ermordet. Darum habe ich vor den in den Vereinten Nationen versammelten Regierungsoberhäuptern erklärt: „Kein Land sollte Menschen ihre Rechte verweigern wegen der Personen, die sie lieben – deshalb müssen wir überall für die Rechte von Lesben und Schwulen eintreten.“ weiter…

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Menschenrechts-Diskussion in der US-Botschaft

Menschenrechts-Diskussion in der US-BotschaftAuf Einladung des Botschafters der USA in Deutschland, Philip D. Murphy, trafen sich Vertreterinnen und Ver- treter von Menschen- rechtsorganisationen in der US-Botschaft in Berlin. Bei dem zweistündigen Mittagessen fand ein intensiver Gedanken- austausch zu Menschen- rechtsthemen statt. Mit anderen Organisationen wie Amnesty International, Deutsches Institut für Menschenrechte, Human Rights Watch oder TERRE DES FEMMES, war auch der LSVD eingeladen: weiter…

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