Posts Tagged ‘Thüringen’

„Ich habe keine Lust darauf, mich nicht wie jedes andere Pärchen in der Stadt Hand in Hand laufend, zeigen zu können, nur weil ich eine Frau liebe.“

Jenny Renner als Rednerin auf den JIKTalks 2016Unter dem Titel „Wer ist dieser Deutschland“ fanden am 22. Oktober in Berlin die JIKTalks2016 der Jungen Islamkonferenz statt. Eingeladen als Rednerin war auch Jenny Renner, Sprecherin des LSVD Thüringen und vertretung von LSBTI im ZDF-Fernsehrat. Wir dokumentieren ihre Rede.

Mein Name ist Jenny Renner, ich bin 33 Jahre alt und eine lesbische Aktivistin.

Ich engagiere mich für die Rechte von Lesben, Schwulen, bisexuellen, transsexuellen und intersexuellen Menschen. Außerdem engagiere ich mich für die Rechte von Geflüchteten, Juden, Muslimen, Christen, armen Menschen, dicken Menschen, Frauen, Kindern…also allen, die in unserer Gesellschaft irgendwie ausgegrenzt, diskriminiert und teilweise auch körperlich verletzt werden.

Als ich die Anfrage erhielt, hier mit euch zu sprechen, war ich ehrlich gesagt, sehr glücklich! Denn ich denke, nur wenn wir miteinander sprechen, uns kennenlernen, austauschen, können wir auch behaupten, wir haben uns zu einem bestimmten Thema miteinander auseinandergesetzt und beide Seiten haben Dinge dadurch von einer anderen Perspektive betrachtet, einiges besser verstanden und gelernt. Ich habe keine Lust auf Verallgemeinerungen und Ausgrenzung, weder euch gegenüber, noch mir gegenüber, deswegen möchte ich euch einfach mal auf eine Reise mit in meine Welt nehmen und gerne danach mit euch darüber ins Gespräch kommen. weiter…

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Mit dem Zweiten sieht man / frau besser?

Neubesetzung im ZDF-Fernsehrat

LSVD Henny EngelsErstmals in der Geschichte der Bundesrepublik werden Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und Intersexuelle (LSBTI) im ZDF-Fernsehrat Sitz und Stimme bekommen. Der LSVD hat sich erfolgreich an der Diskussion um die Neufassung des ZDF-Staatsvertrages beteiligt. Der derzeitige Vertrag, so das Urteil des BVerfG vom 25.3.2014, genüge nicht dem Grundsatz der Vielfaltsicherung – und nur teilweise der Begrenzung des staatlichen Einflusses. Der Anteil staatlicher und staatsnaher Personen im Fernsehrat und im Verwaltungsrat sei auf ein Drittel zu begrenzen. Vertreter_innen der Exekutive dürften nicht die Auswahl der staatsfernen Mitglieder bestimmen. Auf der Website des ZDF heißt es zum Selbstverständnis und zur Aufgabe des Fernsehrates: „Der Fernsehrat vertritt die Interessen der Allgemeinheit gegenüber dem ZDF. Deshalb ist er kein Expertengremium, sondern so vielfältig wie die Gesellschaft selbst. … Zentrale Aufgabe ist es, die Programme und Online-Angebote zu beaufsichtigen. … Dabei versteht sich der Fernsehrat als Anwalt der Zuschauerinnen und Zuschauer.“ weiter…

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LSVD bringt frischen Wind

Neue Bundesländer bekommen Aktionspläne gegen Homo-und Transphobie

René Mertens, Bund-Länder-Koordination - Foto: LSVDAktionspläne gegen Homo- und Transphobie gehören zu den Hauptforderungen des LSVD. Wie wichtig solche Pläne sind, zeigen die abstrus geführten Diskussionen von CDU / CSU, AfD oder „Besorgten Eltern“, die Akzeptanz von Vielfalt als „Frühsexualisierung“ diffamieren, oder die dubiosen Machenschaften sogenannter „Homo-Heiler.“

Nachdem Berlin, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen Aktionspläne bereits etabliert haben und in Baden-Württemberg, Hessen und Bremen die Umsetzung bevor steht, ziehen auch die Landesregierungen zwischen Ostsee und Thüringer Wald nach.

 

Wo bleibt Brandenburg?

In Mecklenburg-Vorpommern haben Politik und Community 2014 begonnen, den „Landesaktionsplan für Gleichstellung und Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalten“ mit Leben zu füllen. Der LSVD-Landesverband übernahm die hauptamtliche Koordination und bereitet nun mit dem zuständigen Ministerium die Umsetzung vor. weiter…

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Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt im Thüringer Bildungswesen verankern

Stellungnahme des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) Thüringen zum Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, LT-Drs. 5/6835 vom 06.11.2013

„Niemand darf wegen seiner Herkunft, seiner Abstammung, seiner ethnischen Zugehörigkeit, seiner sozialen Stellung, seiner Sprache, seiner politischen, weltanschaulichen oder religiösen Überzeugung, seines Geschlechts oder seiner sexuellen Orientierung bevorzugt oder benachteiligt werden.“ – Art. 2, Abs. 3 der Thüringer Landesverfassung ist nicht nur ein großartiges Versprechen für alle Thüringerinnen und Thüringer, sondern auch eine Verpflichtung für die Politikerinnen und Politiker unseres Landes. Gleiche Rechte, Vielfalt und Respekt für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und Intersexuelle (LSBTI) sind folglich in Thüringen ausdrücklich verfassungsrechtlich geboten. Diesem Schutz vor Diskriminierung steht jedoch eine Lebenswirklichkeit entgegen, die trotz aller gesellschaftlichen Fortschritte noch zu oft von Ablehnung und Ausgrenzung geprägt ist. Dies gilt auch für den Bereich Schule.

Diskriminierungserfahrungen von LSBTI

Die Europäische Grundrechteagentur (European Union Agency For Fundamental Rights 2013) hat für eine Studie 93.000 LSBTI in ganz Europa nach ihren Diskriminierungserfahrungen befragt und ist zu erschreckenden Ergebnissen gekommen. Danach gab beinahe jede/r Zweite der Befragten aus Deutschland an, in den letzten zwölf Monaten aufgrund ihrer sexuellen Identität diskriminiert bzw. belästigt worden zu sein. Ausdrücklich wurde auch nach ihren Erfahrungen in der Schule gefragt. 90% der Befragten aus Deutschland gaben an, in der Schule negative Kommentare oder abwertendes Verhalten gegen ein/e Mitschüler/in beobachtet zu haben, die für lsbti gehalten wurde. Geht man davon aus, dass 5-10% der Schüler/innen lesbisch oder schwul sind, dann betrifft das in allen Klassen zumindest ein/e Schülerin. Nicht überraschend ist dann auch, dass sich die wenigstens an der Schule geoutet haben. Negative Erfahrungen im schulischen Umfeld sind für LSBTI offensichtlich an der Tagesordnung. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Schule für viele LSBTI ein Ort ist, an dem sie sich nicht wohlfühlen und keine Unterstützung erfahren (Antidiskriminierungsstelle 2013: 112).

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Ministerpräsidentin Lieberknecht an der Wolga

Aktion FreundschaftskussDeutsch-russische Städtepartnerschafts-konferenz in Uljanowsk im Schatten des Antihomo-sexualitätsgesetzes?

Die zweite und womöglich auch die dritte Lesung des Gesetzes zum Verbot sogenannter Propagierung von Homosexualität ist für den 11. Juni angekündigt! Vorher, vom 08. – 11. Juni 2013 findet im russischen Uljanowsk die deutsch-russische Städtepartnerschaftskonferenz statt. Eingeladen u.a. auch die thüringsche Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht. Der LSVD hat sie und weitere teilnehmende Politikerinnen und Politiker aus Deutschland mit der Bitte angeschrieben, diesen Anlaß zu nutzen, das geplante Anti-Homosexualitätsgesetz anzusprechen und darauf hinzuweisen, dass dieses Vorhaben gegen demokratische Werte verstößt. weiter…

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Freundschaftskuss aus Mühlhausen

Wappen MühlhausenThüringenIm Rahmen unserer „Aktion Freundschaftskuss” — Solidarität mit russischen Lesben, Schwulen und Transgender dokumentieren wir das Antwortschreiben von Dr. Johannes Bruns, Oberbürgermeister von Mühlhausen:

Verbot der Propagierung von Homosexualität in der Öffentlichkeit von Russland

Sehr geehrte Damen und Herren,

haben Sie herzlichen Dank für Ihr Schreiben und die Informationen zum Umgang mit Homosexualität in Russland. Ich teile Ihre Sorgen und Befürchtungen und begrüße Ihre Initiative ausdrücklich. (…) weiter…

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LSVD-Landesverbände unterstützen Aktion Freundschaftkuss

Aktion FreundschaftskussDie Aktion „Freundschaftskuss“ protestiert gegen das geplante Antihomosexualitätsgesetz „6.13.1“, das von der Duma bereits in erster Lesung verabschiedet wurde. Das Gesetz zielt darauf, Lesben und Schwule mundtot zu machen und die Zivilgesellschaft systematisch zu unterdrücken. Seit dem 04. April verschicken die LSVD-Landesverbände zusammen mit Quarteera und der Hirschfeld-Eddy-Stiftung Briefe an Ministerpräsidenten und -präsidentinnnen sowie Landräte und Oberbürgermeisterinnen. Denn 14 Bundesländer unterhalten Beziehungen mit Russland auf Landesebene, 91 Städte und Landkreise haben Partnerschaften mit russischen Städten und Rajons. Darin bitten wir sie, die bestehenden Beziehungen zu russischen Regionen und Städten zu nutzen, um gegen das Gesetzesvorhaben zu protestieren und deutlich zu machen, dass die Menschenrechte von Lesben und Schwulen für sie integraler Bestandteil des kulturellen Austauschs sind. Zudem schlagen wir etwa vor, russische Besucherinnen und Besucher mit Lesben und Schwulen aus ihrer Stadt oder Region zusammenbringen oder aber russische Lesben und Schwule aus Ihren Partnerstädten einladen.  weiter…

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Bundesländer für die Öffnung der Ehe!?

(c) Bundesrat 2006

Update vom 17. März 2013: Nordrhein-Westfalen unterstützt die Bundesratsinitiative zur Eheöffnung nun ebenfalls.

Update vom 12. März 2013: Inzwischen haben sich auch Schleswig-Holstein und Niedersachsen der Bundesratsinitiative angeschlossen.

Um sämtliche Diskriminierungen auf einmal zu beenden, werden die Länder Rheinland-Pfalz und Hamburg am 22. März im Bundesrat einen Gesetzentwurf zur Öffnung der Ehe einbringen. Aus welchen Ländern ist mit Unterstützung zu rechen? Ein Überblick:

 

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Ein Anfang ist gemacht

LSVD beim Runden Tisch der Thüringer Landesregierung

Niemand darf aufgrund seiner sexuellen Orientierung diskriminiert werden! Trotz dieses Versprechens in der Thüringer Verfassung sieht die politische Praxis leider anders aus. Schon viele Jahre engagiert sich der LSVD Thüringen, um diese Verhältnisse zu ändern. Im Oktober 2012 fand in der Staatskanzlei nun erstmals ein Runder Tisch zum Thema Gleichstellung und Vielfalt statt. weiter…

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