Posts Tagged ‘Russland’

Eine Erfolgsgeschichte

Zehn Jahre Hirschfeld-Eddy-Stiftung

 

Stand der Hirschfeld-Eddy-Stiftung beim Stadtfest in Berlin - Foto: Caro KadatzWie die Zeit vergeht! Am 11. Juni 2007 fand im Berliner Roten Rathaus das vom LSVD organisierte Panel „Engagement für die Menschenrechte von LSBT stärken“ statt. In der Kooperationsveranstaltung mit ILGA und dem Forum Menschenrechte diskutierten Akteur*innen der Menschenrechtspolitik über Strategien zur Überwindung der strafrechtlichen Verfolgung von Homosexualität in über 80 Staaten. Anlässlich dieser Veranstaltung gab der LSVD die Gründung seiner Hirschfeld-Eddy-Stiftung bekannt. weiter…

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Zivilgesellschaft schwächen heißt Demokratie angreifen

 Konferenz von Hirschfeld-Eddy-Stiftung und Auswärtigem Amt

Podiumsdiskussion zu Gegenstrategien - Foto: Caro KadatzLSBTI kennen das Problem seit langem: Hindernisse bei der Registrierung ihrer Organisationen, CSD-Verbote, Einschränkung der Versammlungsfreiheit, Probleme beim Funding, den Aktivismus erstickende bürokratische Anforderungen der Behörden, Schmutzkampagnen der Medien und Angriffe auf Leib und Leben. Der Handlungsspielraum von Menschenrechtsverteidiger*innen war und ist in vielen Ländern eingeschränkt.

Neu ist, dass das Phänomen des „shrinking space“, das immer mehr zivilgesellschaftliche Zielgruppen in immer mehr Ländern mit immer ausgefeilteren Methoden betrifft. Diesem Thema widmeten Hirschfeld-Eddy-Stiftung und Auswärtiges Amt am 1. Juni eine halbtätige Konferenz. weiter…

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Hamburg trifft St. Petersburg

Fünf Jahre Fachaustausch im Rahmen der Städtepartnerschaft

 

Fachaustausch Hamburg / St. Petersburg - Foto: LSVD HamburgFünf Jahre deutsch-russischer Fachaustausch des LSVD Hamburg mit St. Petersburg – liebe Barbara, lieber Wolfgang wie kam es eigentlich zu dieser außergewöhnlichen und erfolgreichen Partnerschaft?

2010 haben wir beschlossen, dass LSBTI auch Thema des Deutsch-Russischen Jugendaustauschs sein sollte – im Rahmen der seit Jahrzehnten bestehenden Städtepartnerschaft Hamburg-St. Petersburg. Über den Kontakt von Wanja Kilber zu „Coming Out“ in St. Petersburg haben wir dann die Weichen für unser bilaterales Austauschprojekt gestellt. Mit finanzieller Unterstützung der Stadt und der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch konnten wir bisher zwölf bilaterale Maßnahmen durchführen, d.h. Hamburger*innen besuchen St. Petersburg, St. Petersburger*innen besuchen Hamburg.

 

Wie hat sich während dieser Zeit die Lebenssituation von LSBTI in St. Petersburg und Russland entwickelt? Zuletzt kamen grauenhafte Nachrichten von brutaler Verfolgung aus der Teilrepublik Tschetschenien. weiter…

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„Grundmerkmale gerechter und funktionierender Staaten sind: Demokratie, Aufklärung, Achtung der Menschenrechte und eine starke Zivilgesellschaft“

Axel Hochrein, Vorstand der Hirschfeld-Eddy-Stiftung (c) LSVD / Caro KadatzDokumentation der Begrüßungsrede von Axel Hochrein, Vorstand der Hirschfeld-Eddy-Stiftung, anläßlich der Konferenz „Time To React – zivilgesellschaftliche Handlungsspielräume stärken“, 01. Juni 2017, Berlin

Sehr geehrter Herr Staatsminister Roth,

Exzellenzen,

Sehr geehrte Abgeordnete,

Sehr geehrte Damen und Herren,

Sehr geehrte Menschen zwischen den Geschlechtern,

Liebe Freundinnen und Freunde,

es ist mir eine Freude Sie hier, in dieser schönen Bibliothek des Auswärtigen Amtes, als Vorstand der Hirschfeld-Eddy-Stiftung, die Mitveranstalter dieser Konferenz ist, begrüßen zu dürfen. weiter…

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Hamburger Erklärung zum Schutz der Zivilgesellschaft

Verabschiedet von den Teilnehmenden der OSZE Parallelkonferenz der Zivilgesellschaft in Hamburg am 6. und 7. Dezember 2016

Die „Hamburg Declaration on protecting and expanding Civil Society Space“ stellt die Repression gegenüber regierungskritischen Nichtregierungsorganisationen (NROs oder NGOs) in vielen Staaten dar und schlägt Gegenmaßnahmen vor. Sie ist Teil des Abschlussdokuments, das durch die OSZE-Parallelkonferenz der Zivilgesellschaft am 6. und 7. Dezember 2016 in Hamburg verabschiedet und dem scheidenden Vorsitzenden des OSZE-Ministerrats Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier übergeben wurde.

Wir veröffentlichen hier einen Auszug den wichtigsten Inhalten der Hamburger Erklärung in deutscher Übersetzung:

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Ein riesiges Problem

Positiver DialogPositiver Dialog – HIV-Prävention in St. Petersburg

In Russland ist nicht nur ein positives Sprechen über Lesben, Schwule, bisexuelle, trans*- und intergeschlechtliche Menschen illegalisiert. Obwohl Sex offiziell ab 16 Jahren erlaubt ist, ist jegliche Sexualaufklärung mit unter 18jährigen verboten. Ausnahmen gibt es nur auf Antrag und muss jährlich erneuert werden. So haben in der fünf Millionenstadt St. Petersburg gerade einmal zwei (!) Menschen die Erlaubnis, auch mit über 15jährigen über Sexualität zu sprechen. Eine der beiden sitzt in den Räumen der Initiative Positiver Dialog vor uns. Sie ist Ärztin und Universitätsprofessorin, die folglich kaum dazu kommt, diese Erlaubnis auch zu nutzen.

Tabuisierung und Verbot, keine staatlichen Gelder für HIV-Prävention, fehlende Therapiebereitschaft bzw. kein Zugang zu medizinischer Behandlung – all das führt dazu, dass in Russland HIV und AIDS zu einem riesigen Problem geworden sind. Die meisten der internationalen Geldgeber für HIV-Prävention haben aufgrund der staatlichen Schikanen das Land verlassen. Nur der Global Fund ist noch geblieben, unterstützt zivilgesellschaftliche Präventionsstrategien in fünf Regionen. Ganz Russland besteht aus 83 bzw. 85 Regionen, wenn man die Republik Krim und Sewastopol mitrechnet. „Familiäre Werte“ und lebenslange Treue sind die Präventionsstrategie von offizieller Seite, nicht zuletzt Ergebnis des christlich-orthodoxen Einflusses auf die Gesetzgebung. Zudem gibt es eine sogenannte Bewegung der AIDS-Dissident*innen – die Existenz von HIV wird einfach geleugnet, selbst von Mitarbeitenden im Gesundheitswesen und Hausärzt*innen. Mittlerweile gab es erste Verurteilungen wegen dieser Ignoranz, aber kein offizielles Verbot. weiter…

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„Ich hab keine Angst mehr, über mein Kind zu sprechen.“

Elternclub St. PetersburgDer Elternclub in St. Petersburg

Vier Frauen sitzen vor uns auf dem Sofa und erzählen von ihren lesbischen Töchtern und schwulen Söhnen. Wir, eine deutsche Delegation aus Hamburg und Berlin, sind zu Gast beim Elternclub der Initiative Vychod („Coming-out“) in St. Petersburg, hören gebannt zu und sind gerührt und beeindruckt von dem Engagement der Mütter.

Rückblick: Das LGBTI-Filmfestival Side By Side zeigt 2010 den US-Film „Prayers for Bobby“. Der Film handelt von der wahren Geschichte des jungen schwulen Mann Bobby Griffith. Er nimmt sich das Leben, aufgrund der religiösen Intoleranz seiner Mutter und seines Umfeldes. Zu spät für ihn überwindet seine Mutter ihre homophob-religiösen Dogmen und wird erst nach dem Selbstmord ihres Sohnes eine Aktivistin für gleiche Rechte, Vielfalt und Respekt. Im Publikum sitzen auch sechs Mütter, die nach der Diskussion beschließen, sich monatlich zu treffen. weiter…

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Für Vielfalt und Respekt

LGBT Initiativgruppe Coming-out„Coming-out“ in St. Petersburg

Drei kleine Räume im Ligovsky Prospekt – hier sitzt „Vychod“ (Coming-out), eine der bekanntesten Initiativen für Lesben, Schwule, bisexuelle, trans*- und intergeschlechtliche Menschen im russischen St. Petersburg. 2008 gegründet, knapp 16 Jahre nach der Entkriminalisierung von Homosexualität in Russland, arbeitet das junge Team in mehreren verschiedenen Programmen – wie uns Alfred, Johnny, Polina und Kris erzählen. Wir – das sind zehn Aktivist*innen aus Hamburg und Berlin, die im Rahmen eines gemeinsamen Projekts vom LSVD Hamburg, Coming-out, dem Sidy-by-side-Filmfestival und der Initiative Action eine Woche in St. Petersburg sind, um verschiedene Projekte zu besuchen. Im August war eine russische Delegation in Hamburg. Unterstützt wird das Austauschprogramm vor dem Hintergrund der Städtepartnerschaft mit der zweitgrößten russischen Stadt von der Stadt Hamburg, der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch und 2016 erstmalig auch vom Auswärtigen Amt. weiter…

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Side By Side

IX. LGBT-Filmfestival in St. Petersburg

Faszinierende Filme, spannende Diskussionen, interessante Menschen – vom 17.-26. November 2016 fand im russischen St. Petersburg bereits zum 9. Mal das BokOBok-Filmfestival statt. Auf Einladung des LSVD Hamburgs und mit Unterstützung durch die Freie und Hansetsadt Hamburg, der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch sowie dem Auswärtigen Amt konnte eine zehnköpfige Delegation aus Deutschland während ihres Aufenthalts in St. Petersburg auch an der Eröffnung des Filmfestivals teilnehmen.

Spendenaufruf für SideBySide „Unterstützt das einzige LGBT-Filmfestival in Russland“

Homepage von BokOBok / SideBySide

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Begegnungen, die verändern

Deutsch-russischer Jugendaustausch des LSVD Hamburg

Landesvorstände Wolfgang Preussner und Barbara Mansberg überreichen Spenden - Foto: LSVD HamburgHomo- und Transphobie unter jungen Menschen entschieden entgegenzuwirken und die Menschenrechte fördern – das ist der Fokus der deutsch-russischen Partnerschaft, die der LSVD mit LSBTI-Initiativen aus St. Petersburg seit Jahren pflegt. 2015 gelang es dem LSVD Hamburg, diese deutsch-russische Freundschaft, die im Rahmen der Städtepartnerschaft Hamburg – Sankt Petersburg zustande kam, mit drei Projekten weiter auszubauen.

Im Rahmen der Veranstaltung „Blick nach vorne – Ziele und Perspektiven der LSBTI in St. Petersburg und Russland“ berichteten unsere Freund_innen während der Pride Week über ihren Alltag und ihre Arbeit. Ein offenes und selbst­bestimmtes Leben ist in Russland nicht möglich. Einschüchterung und Überwachung durch die Staatsmacht sind Teil der Lebensrealität. Diese Erfahrungen teilten sie auch mit der Zweiten Bürgermeisterin Hamburgs, Katharina Fegebank, und Vertreter_innen der Bürgerschaft bei einem Besuch im Rathaus. Ohne Angst vor Gewalt auf dem Hamburg Pride mit Regenbogenfahnen für gleiche Rechte, Vielfalt und Respekt zu demonstrieren, war für die jungen Menschen aus Russland ein prägendes Erlebnis. weiter…

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