Posts Tagged ‘Menschenrechte’

Where Love Is Illegal

Where Love Is IllegalFotoausstellung von Robin Hammond in Köln

Was wäre, wenn Du für Deine Liebe ins Gefängnis kommen könntest? Was, wenn Du Dich vor Deiner Familie verstellen müsstest, weil sie Dich sonst verstoßen würden? Was wäre, wenn du jede Minute damit rechnen müsstest, auf der Straße angegriffen zu werden – wegen Deiner Kleidung, Deines Aussehens? Stell Dir vor, Du darfst nicht leben wie du willst: Wärest Du mutig genug, für Deine Rechte zu kämpfen? Trotz positiver Entwicklungen in vielen Teilen der Welt sind Lesben, Schwule und queere Menschen in vielen Regionen zunehmender Verfolgung ausgesetzt – von staatlicher, gesellschaftlicher oder familiärer Seite. Grundlegende Menschenrechte werden ihnen vorenthalten. weiter…

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Pride in Tunesien?

Tunis zu Gast in Köln © Hirschfeld-Eddy-StiftungLSBTIQ*-Menschenrechtsverteidiger*innen aus Tunis zu Gast in Köln

Die Hirschfeld-Eddy-Stiftung hat in Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung e.V. zum ColognePride 2017 vier Menschenrechtsverteidiger*innen aus Tunis nach Köln eingeladen. Bei einer öffentlichen Podiumsdiskussion schilderten sie eindrucksvoll die schwierige menschenrechtliche Situation für LSBTIQ* in Tunesien. Sie berichteten aber auch über erste positive Entwicklungen in dem nordafrikanischen Land. In Köln nahmen sie an einer Konferenz mit lesbischen und queeren Aktivist*innen aus anderen Partnerstädten teil, hissten mit der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker die Regenbogenflagge am Rathaus und waren in der Fußgruppe des LSVD NRW beim Cologne Pride  dabei. Es war für alle Beteiligten ein informatives und aufregendes Wochenende, bei dem auch das Feiern nicht zu kurz kam. weiter…

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Blockaden brechen – Respekt wählen! Gemeinsam für Freiheit und gleiche Rechte

Sieben LSVD-Forderungen zur Bundestagswahl 2017

Foto: Caro Kadatz / LSVD

Eine freie Gesellschaft muss allen Menschen garantieren, jederzeit, an jedem Ort, ohne Angst und Anfeindung verschieden zu sein. Damit das auch für Lesben, Schwule, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen (LSBTI) möglich wird, verabschiedete der LSVD auf seinem 29. Verbandstag unter dem Motto „Blockaden brechen – Respekt wählen! Gemeinsam für Freiheit und gleiche Rechte“ sieben Forderungen zur Bundestagswahl 2017. Sie werden den Parteien in Form von Wahlprüfsteinen zugehen. Die Antworten werden ausgewertet und veröffentlicht. weiter…

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Sexuelle Vielfalt, Repression und Gegenstrategien in Honduras

Schulung für Polizei in HondurasNach dem Putsch 2009 häuften sich bald die Meldungen über Morde an Gewerkschafter*innen, Umweltaktivist*innen und Menschenrechts-verteidiger*innen. Auch viele Aktivist*innen, die sich für die Belange von Lesben, Schwulen, Bisexuellen sowie trans- und intergeschlechtliche Menschen (LSBTI) einsetzen, wurden und werden Opfer der brutalen Repression. Fast 200 LSBTI wurden allein zwischen 2009 und 2014 ermordet. Viele Menschenrechtsverteidiger*innen und bekannte Aktivisten wie Walter Tróchez oder Erick Martínez wurden ermordet. Vor einem Jahr, am 24. Januar 2016, wurde die Aktivistin Paola Barraza, die bei der honduranischen LSBTI-Organisation Asociación LGTB Arcoíris (Regenbogen) mitarbeitete, Opfer eines Hassverbrechens.

2009 war ein einschneidendes Jahr, auch die LSBTI-Bewegung spricht von einem Davor und einem Danach. Der Militärputsch gegen den in sozialer Hinsicht progressiven Präsidenten Zelaya führte zu einer enormen Militarisierung der Gesellschaft. Gewalt und Drogenkriminalität wurden damals Tür und Tor geöffnet, und zivilgesellschaftliche Organisationen, die im politischen Widerstand aktiv waren, wurden verstärkt zur Zielscheibe staatlicher und paramilitärischer Repression. weiter…

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„Und ich mache trotzdem weiter“

Guido Schäfer, Klaus Jetz (beide Hirschfeld-Eddy-Stiftung), Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes, Anbid Zaman und Bürgermeister Andreas Wolter

Erfahrungen eines jungen schwulen Aktivisten aus Bangladesch

Die Botschaft ist klar: Anbid Zaman wird nicht aufgeben für die Freiheit zu lieben einzutreten – und das nach all dem, was ihn dieser Kampf bereits gekostet hat.

Im Juli des vergangenen Jahres kam der 21jährige Aktivist von Bangladesch nach Deutschland, nur drei Monate nach dem Attentat auf zwei seiner Freunde und Mitaktivisten – Xulhaz Mannan und Mahbub Tonoy. Anbid hatte sich bei der von Xulhaz gegründeten LSBT-Organisation Roopbaan engagiert. weiter…

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US-Präsidentenwechsel reißt auch im Bereich LSBTI-Politik eine schmerzhafte Lücke

US-Präsident Donald Trump Quelle: https://www.whitehouse.gov/administration/president-trumpLSVD bittet Bundesregierung, ihr Engagement im Bereich Menschenrechte von LSBTI zu verstärken

In einem Schreiben an Michael Roth, Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt, und Bärbel Kofler, Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung hat der LSVD seine Befürchtungen angesichts des neuen US-Präsidenten Donald Trump geäußert. In den zurückliegenden Jahren hat die Obama-Administration eine Vorreiterrolle beim Thema Menschen- und Bürgerrechte und Minderheitenschutz gespielt. Insbesondere der Menschenrechtsschutz von LSBTI lag der Obama-Administration sehr am Herzen. weiter…

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Hamburger Erklärung zum Schutz der Zivilgesellschaft

Verabschiedet von den Teilnehmenden der OSZE Parallelkonferenz der Zivilgesellschaft in Hamburg am 6. und 7. Dezember 2016

Die „Hamburg Declaration on protecting and expanding Civil Society Space“ stellt die Repression gegenüber regierungskritischen Nichtregierungsorganisationen (NROs oder NGOs) in vielen Staaten dar und schlägt Gegenmaßnahmen vor. Sie ist Teil des Abschlussdokuments, das durch die OSZE-Parallelkonferenz der Zivilgesellschaft am 6. und 7. Dezember 2016 in Hamburg verabschiedet und dem scheidenden Vorsitzenden des OSZE-Ministerrats Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier übergeben wurde.

Wir veröffentlichen hier einen Auszug den wichtigsten Inhalten der Hamburger Erklärung in deutscher Übersetzung:

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Menschenrechte von LSBTI – ein schwieriges Thema für die OSZE

OSZE in Hamburg:  Parallelkonferenz der Zivilgesellschaft

Am 8.Foto: Civic Solidarity Platform und 9. Dezember 2016 trafen sich dann die Außenminister*innen der OSZE-Staaten zum Ministerrat. Seit 2010 findet jedes Jahr im Vorfeld dieses Treffens eine Parallelkonferenz der Zivilgesellschaft statt. Daher kamen am 6. und 7. Dezember mehr als hundert Vertreter*innen der Zivilgesellschaft aus allen Regionen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in Hamburg zusammen. Die Civic Solidarity Platform (CSP) hatte eingeladen und LSVD/Hirschfeld-Eddy-Stiftung waren dabei. Die OSZE hat 57 Teilnehmerstaaten aus Asien, Europa und Nordamerika und 2016 hatte Deutschland den OSZE-Vorsitz inne. Ein Schlussdokument mit Empfehlungen der Zivilgesellschaft an den Ministerrat wurde einstimmig verabschiedet und dem deutschen Außenminister FrankWalter Steinmeier übergeben. weiter…

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Schutz von geflüchteten Frauen und LSBTI

LSVD beim Parlamentarischen Frühstück

„Wie sieht es mit dem Schutz  in Deutschland von Frauen und LSBTI vor geschlechtsspezifischer Verfolgung aus?“ – zu diesem Thema lud die AG Frauenrechte im Forum Menschenrechte am 15. Dezember 2016 zu einem Parlamentarischen Frühstück. Markus Ulrich (LSVD-Pressesprecher), Rahel Volz (Terre des Femmes)  und Pia Roth (Bundesweiter Koordinierungskreis gegen Menschenhandel / KOK) informierten als Referent*innen die anwesenden Bundestagsabgeordneten bzw. ihre Mitarbeitenden über die Schwierigkeiten, mit denen sich besonders schutzbedürftige Geflüchtete im Asylverfahren und den Unterkünften konfrontiert sehen, und zeigten auf, wie Deutschland seinen menschenrechtlichen Verpflichtungen besser nachkommen würde. Mit dabei waren die Abgeordneten Volker Beck, Cornelia Möhring, Ulli Nissen, Harald Petzold und Ulle Schauws.

Hintergrund

Queere Geflüchtete – Fragen und Antworten

www.queer-refugees.de

 Fotos: Terre Des Femmes

 

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LSBTI in Südafrika – Von der Verfassung geschützt, im Alltag diskriminiert

Wir dokumentieren den Vortrag von Dr. Ben Khumalo-Seegelken, gehalten am 23. November 2016 im Berliner Afrikahaus im Rahmen der Veranstaltungsreihe Crossings & Alliances der Hirschfeld-Eddy-Stiftung in Kooperation mit dem Afrikahaus. Das anschließende Gespräch wurde von Tsepo Bollwinkel moderiert.

Einladung zur Veranstaltung hier

Vortrag zum Download (pdf)

Afrikahaus Berlin 2016- Ben Khumalo-Seegelken und Tsepo BollwinkelDie Menschen Südafrikas haben schon bei den Verhandlungen im Übergang vom Unrechtstaat der Apartheid zur rechtstaatlichen Demokratie um das Jahr 1990 Weichen gestellt und den Grund dafür gelegt, endlich und dauerhaft auf dem Fundament versöhnlicher Mitmenschlichkeit leben zu können. Buchstabe und Geist der 1996 verabschiedeten südafrikanischen Verfassung – weltweit  die erste Verfassung, die in der »Gleichheitsklausel« (Artikel 9) die Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung [und der Geschlechtsidentität][1] ausdrücklich verbietet –  atmen diesen Leitgedanken gegenseitigen Respekts, „ubuNtu“, und gleichberechtigter Vielfalt.

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