Posts Tagged ‘Jugend’

Coming-out mit und ohne Kinder

Fachtagung „Regenbogenfamilien bewegen! Beratung zukunftsträchtig gestalten“ (09.05.2017, Berlin) © Caro Kadatz/ LSVDLSVD-Fachtagung „Regenbogenfamilien bewegen“

Würdet Ihr Euren Freund in der Schule küssen? Würdet Ihr Hand-in-Hand mit Eurer Freundin durch die Stadt laufen? Bringt Ihr Euren Schwarm zur Familienfeier mit?

Zum Einstieg in das Forum „Coming-Out Erfahrungen mit und ohne Kinder“ erwartete die Teilnehmenden eine kleine Übung, mit der Dr. Claudia Krell vom Deutschen Jugendinstitut und Arndt Bächler von der Berliner Schwulenberatung aufzeigten, in welchen Situationen ein „Coming-out“ stattfindet – sei es als lesbische/schwule oder heterosexuelle Person, sei es bewusst oder unbewusst. weiter…

Tags: , , , ,

Homo- und Transphobie den Kampf ansagen

Für einen wirksamen Aktionsplan

lsvd Günter DworekHomophobe und transphobe Stimmen werden wieder lautstärker. Sie sprechen Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen (LSBTI) gleiche Rechte ab und möchten uns aus dem öffentlichen Leben drängen.

Im Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD war 2013 vereinbart worden: „Wir verurteilen Homophobie und Transphobie und werden entschieden dagegen vorgehen. Wir werden den „Nationalen Aktionsplan der Bundesrepublik Deutschland zur Bekämpfung von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und darauf bezogene Intoleranz“ um das Thema Homo- und Transphobie erweitern.“

Über zwei Jahre ist nichts passiert. Jetzt kommt möglicherweise etwas Fahrt in die Sache. Laut Auskunft des Bundesinnenministeriums soll 2016 die Überarbeitung und Ergänzung des bestehenden Aktionsplanes gegen Rassismus (NAP) in Angriff genommen werden, um Anfang 2017 einen Beschluss im Bundeskabinett
herbeizuführen. weiter…

Tags: , , , , , , , ,

„Ein Coming-out Film über und mit der ganzen Familie“

Aus der HautInterview mit Jan Braren (Drehbuchautor) und Stefan Schaller (Regisseur) von „Aus der Haut“

Gab es einen Auslöser für den Film? Wie kamen Sie auf die Idee zum Film?

Jan Braren: Nico Hofman schickte mir damals einen Artikel aus der New York Times, in dem ein sehr feinfühliger, toller Vater über das lange und für die ganze ahnungslose Familie sehr belastende Ringen seines Sohnes um sein Coming-out berichtete. Ein wunderbarer Ausgangspunkt, der sich für mich im gewissen Sinne wie eine Versuchsanordnung anfühlte: Wir leben ja heute in einer Gesellschaft, der die sexuelle Orientierung des Einzelnen vorgeblich egal ist. Dennoch ist es für viele Lesben und Schwule mit gefühlten bis hin zu sehr handfesten Schwierigkeiten verbunden, ihre Sexualität offen zu leben. Worin liegt diese Schwierigkeit, wenn doch alle so entspannt sind? Es war bei dieser Fragestellung zwangsläufig, den Blick auch auf das Umfeld und vor allem auf die Familie zu richten. Herauskommen sollte ein Coming-out Film über und mit der ganzen Familie. Das war der Ansatz zum Film.

Was war Ihnen bei der Darstellung der Figuren und auch der Darstellung des Coming-outs von Milan wichtig? Wo sehen Sie Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Selbstfindungsprozessen von heterosexuellen und lesbischen bzw. schwulen Jugendlichen?

Jan Braren: Wichtig ist bei einem solchen Vorhaben natürlich, wegzukommen vom „Themenfilm“ und eine möglichst wahrhaftige und im besten Falle berührende Geschichte zu erzählen. Es geht zunächst einfach um das Liebeserwachen eines Jugendlichen, egal auf wen oder was er steht. Bei all diesen thematischen Filmen, die das Fernsehen so liebt, besteht immer die Gefahr didaktisch zu werden, zu sehr auf das Thema, oder auf das abstrakte Problem zu fokussieren. weiter…

Tags:

Coming-out und dann …?!

Studie Coming-out und dannStudie über Erfahrungen von LSBT-Jugendlichen erschienen

Wie lebt es sich als junger Mensch, wenn man merkt, dass man nicht heterosexuell ist? Oder klar wird: So wirklich passt die eigene Identität nicht zu dem von der Umwelt vermuteten Geschlecht, dem Vornamen, dem eigenen Körper? Wie reagieren, Familie, Freund_innen oder die Mitschüler_innen und Arbeitskolleg_innen? Beinah nichts ist über die Erfahrungen von queeren Jugendlichen bekannt. Diese Gruppe kommt etwa in den Shell-Jugendstudien nicht vor. Diese Lücke in der allgemeinen (Jugend-)Forschung schließt die erste deutschlandweite und jüngst vorgestellte Studie „Coming-out und dann …?!“ von Claudia Krell und Kerstin Oldemeier. Rund 5.000 Jugendliche nahmen für das vom Familienministerium geförderte Forschungsprojekt des Deutschen Jugendinstituts an einer Onlinebefragung teil. 40 von ihnen wurden anschließend auch in Einzelinterviews befragt. weiter…

Tags: , , , ,

Freundschaftsküsse auf dem „QueerFest 2015“ in St. Petersburg

QueerFest 2015 St. Petersburg - © LSVD HamburgLSVD Hamburg besucht „Coming Out“ und „Side by Side International Film Festival“

Im Rahmen der Städtepartnerschaft Hamburg – St. Petersburg besteht seit einigen Jahren eine fruchtbare Kooperation zwischen dem LSVD Hamburg und den St. Petersburger Partnerorganisationen Coming Out und Side by Side International Film Festival. Nachdem einige der russischen Aktivist*innen zusammen mit dem LSVD Hamburg im Sommer diesen Jahres auf dem CSD und dem Jugendfestival „Energize your City“ die hanseatische Metropole umgekrempelt hatten, stand vom 21.09 – 27.09.2015 der Gegenbesuch und die Teilnahme am Queerfest 2015 an. Für den LSVD Hamburg reisten Wolfgang Preussner, Barbara Mansberg, Wanja Kilber, Dana Schlichting und Florens Huhn in die russische Stadt an der Ostsee.

Nachdem der ursprüngliche Veranstaltungsort wegen offenkundiger Ressentiments des Eigentümers gegenüber dem Inhalt und der Teilnehmenden geändert werden musste, hatte das QueerFest seine Heimat im modern ausgestatteten LGBT Community Centre gefunden.

weiter…

Tags: , , ,

Impressionen vom deutsch-russischen Jugendevent in Hamburg

Der LSVD Hamburg hat gemeinsam mit seinen Partnerorganisationen aus St. Petersburg, AKTION, Coming Out und Side by Side zehn Tage lang am Jugendevent „Energize your City“ teilgenommen

» Energize your City — Entdecken, Verstehen , Verändern und Weiterdenken

»Mehr zum Thema Russland

Tags: , ,

Energize your City – Entdecken, Verstehen , Verändern und Weiterdenken

Der LSVD Hamburg und seine St. Petersburger Partnerorganisationen haben die hanseatische Metropole umgekrempelt

„Lote deinEnergize your City 2015 - ©LSVD Hamburge Grenzen aus und wachse über dich hinaus!“ – unter diesem Motto hatte das Jugendevent „Energize your City“ vom 14. bis 23. August seine Zelte an der Hamburger Alster aufgeschlagen.

Rund 300 junge Menschen im Alter von 14 bis 28 Jahren aus Deutschland und Russland waren nach Hamburg gekommen, um die Stadt zu bewegen, sie umzukrempeln, sie neu zu erfinden und die hanseatischen Metropole mit ihrer Energie neu zu erwecken.

Miteinander gestalten, diskutieren, zelten, essen, feiern und gemeinsam den Raum Stadt gestalten – das war die Mission für den Sommer 2015.

Der LSVD Hamburg hat gemeinsam mit seinen Partnerorganisationen aus St. Petersburg, AKTION, Coming Out und Side by Side zehn Tage lang mit vielen Aktionen Neues entdeckt, es weitergedacht und Hamburg mit neuem Leben erfüllt. weiter…

Tags: , ,

LSVD Hamburg bringt junge Menschen aus Deutschland und Russland im Sommer 2015 zusammen

©LSVD Hamburg

Werde Teil von Energize your City! und treffe junge schwul-lesbische Menschen aus Russland

Im Rahmen des Jugendevents Energize your City! organisiert der LSVD Hamburg ein „get-together“ mit schwul-lesbischen Jugendlichen im Alter von 16-26 Jahre aus St. Petersburg. Energize your City eröffnet allen Teilnehmenden die Möglichkeit sich zusammen mit jungen Menschen aus Deutschland und Russland darüber auszutauschen, was sie im Lebensraum STADT gestern und heute bewegt und welche Ideen und Zukunftsträume junge Menschen für die Stadt von Morgen haben.
weiter…

Tags: , ,

Selbstbewusst jenseits der Norm

Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein16. Queer Easter für junge Menschen

Über 100 junge Menschen aus 15 Nationen in ganz Europa und Nahost waren zum 16. „Queer Easter“ in die Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein nach Brandenburg gekommen. Im Mittelpunkt des Seminars: Ein positives Selbstbild und eine selbstbewusste Sexualität auch jenseits von gesellschaftlichen Normen und Idealen

„In der Gesellschaft sind Normen und Ideale weit verbreitet: Es werden zum Beispiel nur ganz bestimmte Menschen als schön oder ’sexy‘ angesehen, und nur diesen Menschen ist es vorbehalten, sich und ihre Sexualität offen zu zeigen und darüber zu reden.“, so erzählt Organisatorin und Bildungsreferentin Jane Baneth. Wer nicht dem idealen Körperbild entsprechen würde und zum Beispiel als zu alt oder zu dick gelte oder eine körperliche Beeinträchtigung hat, werde zuweilen sogar öffentlich dafür angefeindet. Gleiches gelte für Menschen, die ihre lesbische oder schwule Identität offen leben: „In vielen europäischen Ländern ist schon ein Kuss zwischen Männern auf der Straße Anlass genug für Übergriffe auf sie“, so Baneth. „Deshalb war es uns wichtig, gemeinsam darüber nachzudenken, was wir tun können, damit alle Menschen selbstbestimmt und ohne Diskriminierungen mit ihrem Körper und ihrer Sexualität umgehen können.“

Wie bildeten sich Sexualmoral und Normen heraus? Welche historischen Gegenbewegungen hat es gegeben? Wie wird Sexualität in Medien, Wirtschaft und Gesellschaft repräsentiert, inszeniert und vermarket? Welche Rolle spielen Bildung und Erziehung? Antworten auf diese Fragen haben die Teilnehmenden in der Seminarwoche in verschiedenen selbstorganisierten Workshops erarbeitet und präsentiert.

weiter…

Tags: , ,

Ausgezeichnet

306474_215839711811955_1689446445_nJugendgruppe ComeIN erhält Preis der Initiative HelferHerzen von dm

ComeIN hat Grund zum Jubeln: Das ehrenamtliche Engagement für die Jugendgruppe des LSVD Sachsen-Anhalt wurde mit dem Engagementpreis „HelferHerzen“ der Drogeriekette dm ausgezeichnet. Neben einer Skulptur der Künstlerin Hannelore Langhans war der Preis mit 1.000 Euro dotiert, die nun der Jugendgruppe zugute kommen.

Dabei war die Bewerbung fast ein Glücksgriff: „Inmitten der Vorbereitungen für den Rainbowflash wurde ich im Frühjahr von guten Bekannten, die ich beim Jahr der Jugend kennengelernt hatte, auf den Engagementpreis hingewiesen. Ich habe das Ausfüllen der Bewerbung dann zwischen die anderen Vorbereitungen geschoben, auch wenn ich erst skeptisch war, ob es was bringen würde. Groß war dann die Überraschung, als ich Ende August die Nachricht erhielt, dass ich wirklich ausgezeichnet werde! Einher geht damit natürlich ein großer Dank an Kevin und Marcus vom (ehemaligen) Jahr der Jugend!“, sagt Robert Tecklenburg, Leiter von ComeIn. weiter…

Tags: ,