Posts Tagged ‘Antidiskriminierung’

Echte Vielfalt“ in Schleswig-Holstein

Jahreskonferenz "Echte Vielfalt"Jahreskonferenz 2014

Das Bild von Lesben, Schwulen und Transidenten in den Medien stand im Zentrum der ersten Jahreskonferenz, des Aktionsplans Echte Vielfalt. Der LSVD Schleswig-Holstein hatte in Kooperation mit der Antidiskriminierungsstelle des Landes Schleswig-Holstein und dem Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung in den Kieler Landtag eingeladen.

Hans-Jürgen Wolter, Sprecher des LSVD, begrüßte die Gäste: „Mit vielen Projekten, die wir in diesem Jahr begonnen haben, betreten wir in Schleswig-Holstein auch Neuland. Es gibt gute und starke Initiativen für die Gleichstellung von Lesben, Schwulen und Transidenten hier in Schleswig-Holstein. Ohne ihre Arbeit hätte der „Aktionsplan Echte Vielfalt“ nicht so fruchtbaren Boden vorgefunden. Er ergänzt die vorhandene Struktur in Schleswig-Holstein.“ In ihrer Rede versprach die Ministerin für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein, Kristin Ministerin AlheitAlheit, weiter für Echte Vielfalt, Akzeptanz und eine gerechte Gesellschaft einzustehen: „Wir werden uns auch in 2015 dafür stark machen, dass bestehende Aktivitäten gegen Homophobie innerhalb der gesamten Landesregierung weiter ausgebaut werden; dass die gute Kooperation mit den CSD-Vereinen Kiel und Lübeck fortgeführt wird ebenso wie die mit NaSowas und HAKI e.V. Auch auf Bundesebene werde ich mich weiter für die rechtliche Gleichstellung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transsexuellen und Transgender stark machen.” weiter…

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Saarbrücker Appell

Oberbürgermeisterin Charlotte Britz (c) Landeshauptstadt SaarbrückenMit dem Saarbrücker Appell bittet der LSVD Saar den Bischof von Trier, Herrn Dr. Stephan Ackermann, öffentlich zu erklären, dass in seinem Bistum Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der katholischen Kirche wegen Eingehung einer Eingetragenen Partnerschaft nicht länger eine Kündigung ihres Arbeitsverhältnisses befürchten müssen. Dies sollte in jedem Fall für Beschäftigte in Krankenhäusern, Kindergärten, Bildungseinrichtungen, also in nicht verkündenden Berufen, gelten. Alle Fraktionen im Saarländischen Landtag und im Saarbrücker Stadtrat wurden über den Appell informiert. Wir dokumentieren den Brief der Saarbrücker Oberbürgermeisterin Charlotte Britz an den Bischof Dr. Stephan Ackermann, mit dem sie den Appell unterstützt.

 

Sehr geehrter Herr Bischof Dr. Stephan Ackermann,

der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) Saar ist an mich mit der Frage herangetreten, ob ich den Saarbrücker Appell unterstütze. Auch Bürgermeister Ralf Latz wurde hierzu angefragt. Der LSVD macht mit diesem Appell auf die Problematik aufmerksam, dass Homosexuelle, die bei der katholischen Kirche in nicht verkündenden Berufen beschäftigt sind, nach Bekanntwerden einer eingetragenen Lebenspartnerschaft von Kündigung bedroht sein könnten.

Unabhängig von der Frage, ob es bereits zu faktischen Kündigungen gekommen ist oder nicht, schränkt das drohende Risiko einer Kündigung die Freiheitsgrade der Betroffenen ein. Sie internalisieren die Möglichkeit einer Kündigung und stellen ihr Verhalten darauf ein. Mit anderen Worten: Sie können nicht zu ihrer sexuellen Identität und ihrer Partnerin oder ihrem Partner stehen. Darin sehe ich einen Widerspruch zum Prinzip des gleichberechtigten Zusammenlebens. weiter…

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Grußwort von Manfred Bruns zur BEFAH-Mitgliederversammlung

Ehrung und Verabschiedung der Vorsitzenden Gudrun Held, des stellvertretenden Vorsitzenden Willibald Schütz und des Schatzmeisters Gerhard Schmidt

Liebe Gudrun Held,befah

lieber Gerhard Schmidt,

lieber Willibald Schütz,

liebe Freundinnen und Freunde von Befah,

es gehört zu den Freuden des Alters, mit viel Stolz auf das Erreichte zurückblicken zu können. Aber sie wissen ja auch aus eigener Erfahrung: oft haben wir gar keine Zeit dazu. Denn für manche von uns fängt ja wenn die Rente beginnt die Arbeit erst richtig an. Als Bundesanwalt beim Bundesgerichtshof hatte ich viel zu tun, aber so richtig stressig ist es erst, seit dem ich im LSVD ehrenamtlich für die Gleichstellung von Lesben und Schwulen streite. weiter…

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Ich will mit meiner Politik dazu beitragen ein modernes und tolerantes Land zu schaffen“

Grußwort der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Manuela Schwesig anlässlich der Fachtagung „Homosexualität in der Familie – Angehörige kompetent begleiten“ des LSVD am 20. März 2014 in Berlin

(Dokumentation)

Manuela Schwesig, Bildnachweis: Bundesregierung

Sehr geehrte Frau Henkel,

sehr geehrte Frau Dr. Borggräfe,

sehr geehrte Frau Borchardt,

sehr geehrter Herr Reinhold,

sehr geehrte Abgeordnete des Deutschen Bundestages

meine sehr verehrten Damen und Herren,

wie viele andere auch, habe ich in meinem Freundes- und Bekanntenkreis Menschen, die ihre Homosexualität offen leben, und zwar mit denselben Werten und Wünschen wie Heterosexuelle. weiter…

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Flagge zeigen für gleiche Rechte, Vielfalt und Respekt

Einladung zum Gründungstreffen des Hauptstadt-Aktionsteams am 27. März 2014

 

GD_5610-kopieLautstark Protest anmelden, die Dinge selbst in die Hand nehmen: Hausbesuche bei Parteizentralen machen, wenn die GroKo Regenbogenfamilien beleidigt, indem sie im Adoptionsrecht weiter massiv diskriminiert. Staatsgäste aus Staaten wie Uganda, Russland und vielen anderen besonders „herzlich“ in Berlin begrüßen und Flagge zeigen. weiter…

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Liebe Heteros,

die Freiheit, die LSBTIQ verteidigen, ist nicht nur ihre eigene Freiheit, sondern auch Eure: Es ist die Freiheit, Rollenerwartungen, dAxel_Blumenthal_LSVDie zu einem selbst nicht passen, nicht erfüllen zu müssen.

Was wollen die Steebs und Matusseks?

Dass wir ihre Erwartungen erfüllen. Wir sollen das tun, was sie auch tun mussten, egal ob sie es wollten, vielleicht sogar schön fanden, oder nicht. Sie wagten es nicht, infrage zu stellen. Noch weniger hätten sie es gewagt, sich zu verweigern.

Diesen Mut sich zu verweigern (dem „permissiven Zeitgeist“ nämlich) behaupten sie erst jetzt zu haben, da sie mit dem Rücken an der Wand stehen, weil sie über keinerlei logisch-rationale Argumente gegen eine Gleichstellung mehr verfügen. Die glaubten sie früher zu haben, weil es funktionierte, gewaltige Worthülsen und argumentative Nichtigkeiten immer wieder zu wiederholen und so als selbst-evident erscheinen zu lassen. Vielleicht täuschten sie damit nicht nur andere, sondern sogar sich selbst.

Seit aber genug Menschen dieses Spiel durchschaut haben, seit diese Methode nicht mehr funktioniert, scheint es nun der einzige Weg zu sein, sich dem gesellschaftlichen Fortschritt mit der argumentativen Brechaxt entgegenzuwerfen und sich selber zum Verteidiger einer Freiheit emporzustilisieren, die gar nicht in Gefahr ist. weiter…

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Nach 24 Jahren endlich am Ziel

Unser Langer Kampf für die Gleichberechtigung

Traut Euch - Foto: LSVD

Für das Lebenspartnerschaftsgesetz haben wir 12 Jahre gekämpft, von 1989 bis 2001. Verabschiedet wurde dann wegen des Widerstands der CDU/CSU nur ein Torso. Bis auch das bereinigt war, haben wir weitere 12 Jahre kämpfen müssen. weiter…

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Bestürzend schwaches Dokument

Was bringt der Koalitionsvertrag?

koalitionsvertragDie erste große Koalition zwischen CDU/CSU und SPD auf Bundesebene brachte 1969 endlich die Entkriminalisierung der Homosexualität unter erwachsenen Männern. Auf das Gleis gesetzt hatte diese grundlegende Reform des § 175 StGB Justizminister Gustav Heinemann (SPD), der 1969 zum Bundespräsidenten gewählt wurde.

Die zweite große Koalition beschloss 2006 das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) für die Arbeitswelt und das Geschäftsleben. Gegenüber dem rot-grünen Vorentwurf von 2005 war das AGG zwar verwässert, ging aber beim Diskriminierungsschutz aufgrund der sexuellen Identität immerhin über die verbindlichen Mindeststandards der EU hinaus.

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Umstellung auf Warp-Antrieb“

Laudatio von Renate Rampf zur Verleihung des Augspurg-Heymann-Preises an die Bundesverfassungsrichterin Susanne Baer
30. Juni 2013, Bochum

Prof. Dr. Susanne Baer - Foto: Elke VahleSehr geehrte
Frau Bundesverfassungsrichterin,
sehr geehrte Frau Staatssekretärin,
sehr geehrte Damen und Herren,

kennen Sie das Pelze, die Begine, die Zwei oder die Schokofabrik? Es sind Namen von Frauenorten, von Orten politischer Auseinandersetzung und Symbole lesbischer Selbstbestimmung im Berlin der 80er und 90er Jahre. Mittendrin eine, die schon wegen ihrer Körpergröße auffällt. Die Insiderinnen erzählen mir: „Susanne Baer war immer in Jeans und Karohemden unterwegs“. Mit Karohemd ist sie dann auch in einer Talkshow zu sehen, die lesbische Aktivistin im Fernsehen. „Engagiert und eloquent“ sei sie gewesen und „sehr feministisch“. Für die CSDs schmeißt sie sich in Schale: Sie hat Spaß daran, die Geschlechterverhältnisse zu parodieren. Sie geht in der Gruppe der Freundinnen mit Minirock oder als Drag und wird so kaum erkannt. weiter…

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Verleihung des Zivilcouragepreises an Dirk Siegfried

Dirk SiegfriedDer Zivilcouragepreis des Berliner CSD e.V.  ging dieses Jahr an die ugandische Menschenrechtsaktivistin Kasha Jacqueline Nabagesera, an Argentinien sowie den Rechtsanwalt Dirk Siegfried, der vor dem Bundesverfassungsgericht wichtige Urteile für die Gleichstellung von Eingetragenen Lebenspartnerschaften errungen hat. Wir dokumentieren die Laudatio von Manfred Bruns.

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,
lieber Dirk!

Ich freue mich sehr über den „Zivilcouragepreis“, der Dir heute verliehen wird. Du hast ihn verdient und er kommt zur rechten Zeit: Eine Woche nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Gleichstellung im Einkommensteuerrecht, die Du erstritten hast. Damit sind Lebenspartner jetzt praktisch mit Ehegatten gleichgestellt. Für dieses Ziel hast Du mehr als zwanzig Jahre vor den Gerichten gekämpft und die Gleichstellung so Stück für Stück vorangetrieben.

Die Liste Deiner gerichtlichen Erfolge ist sehr lang, so dass ich heute Abend gar nicht alle Entscheidungen aufzählen kann. Erwähnen möchte ich aber wenigstens: weiter…

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