Posts Tagged ‘Ägypten’

Zwischen Aufbruch und Repression

MENA-Reise2015Nach dem Arabischen Frühling: Risiken und Chancen für LSBTI in Nordafrika und dem Nahen Osten – vor diesem Hintergrund luden die Hirschfeld-Eddy-Stiftung, das Auswärtige Amt und das Goethe-Institut 14 Menschenrechtsverteidi-ger_innen aus der MENA-Region nach Deutschland ein. Ziele der siebentägigen Besuchsreise waren der Erfahrungsaustausch untereinander und die Vernetzung mit hiesigen Institutionen und Akteur_innen zu ermöglichen. Wir sprachen mit Dalia Al Farghal (Ägypten), Smail Wahrani (Algerien), Amani Zreba (Libyen), Sahtrot (Marokko), B. (Oman) und Ali Bousselmi (Tunesien).

Wie habt ihr zum Aktivismus gefunden und was gibt euch den Mut und die Kraft dafür?

Smail: Ich war an einem LGBT-Diskussionsforum beteiligt und dort diskutierten wir über unsere Rechte. Irgendwann habe ich gefühlt, dass ich auch was dafür tun möchte und musste.

Dalia: Mein eigener, persönlicher Kampf, der Kampf anderer und die Aufstände in Ägypten 2011.

Amani: Ich bin Teil der LGBTI-Community und daher weiß ich, wie hart es in Libyen ist.

Sahtrot: Mein tiefer Glaube an die Barmherzigkeit Gottes und der Menschen und eine unbedingte Liebe zur LGBT-Community. weiter…

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Von Mubarak bis Sisi: LGBT in Ägypten

Veranstaltung in der Kölner LSVD-GeschäftsstelleVortrag im Rahmen von „Crossings and Alliances“

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Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Crossings & Alliances“ der Hirschfeld-Eddy-Stiftung berichtete am 25. August Ibrahim Abdella über die aktuelle Situation von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transmenschen (LGBT) in Ägypten. Die Veranstaltung in der LSVD-Bundesgeschäftsstelle in Köln war mit fast 40 Personen gut besucht, sie fand in Kooperation mit baraka, dem rubicon und dem Jugendzentrum anyway statt.

Ibrahim ging der Frage nach, wie die verschiedenen Regimes (Mubarak-Diktatur, Regime des Obersten Rates der Streitkräfte, Muslimbruderschaft und Präsident Mursi sowie Sisi-Diktatur) mit LGBT umgegangen sind und umgehen. Anschaulich schilderte er die Ereignisse der letzten Jahre und spannte den Bogen von der „Queen Boot“-Affäre 2001, als 52 Männer verhaftet wurden, über die ägyptische Revolution 2011 und dem Militärputsch vom Juli 2013 bis heute. weiter…

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Internationale Gäste bei der Hirschfeld-Eddy-Stiftung

In der Kölner Geschäftsstelle des LSVDBesuch als Teil eines Seminars über Grundrechte

Der LSVD und die Hirschfeld-Eddy-Stiftung empfingen am 19. August 24 Führungs- und Führungsnachwuchskräfte aus Politik, Justiz und NGOs aus der ganzen Welt. Darunter Gäste aus asiatischen Staaten wie Malaysia, China, den Philippinen oder Indonesien, den Ländern Subsahara-Afrikas wie Tansania, Elfenbeinküste und Südafrika, der MENA-Region und auch osteuropäischen Staaten, etwa Bulgarien, Bosnien-Herzegowina, Georgien oder Aserbaidschan. Allesamt waren im Rahmen eines Stipendiums durch die Friedrich-Naumann-Stiftung in Deutschland, um an einem mehrtägigen Seminar in Gummersbach zum Thema Rechtsstaat und Grundrechte teilzunehmen. weiter…

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Queer Africa

QueerAfricaAfrikanische Initiativen gegen Homophobie

Sieben afrikanische Filme mit dem Themenschwerpunkt „Queer Africa – Afrikanische Initiativen gegen Homophobie“ (link) wurden am Wochenende in Köln gezeigt. „Queer Africa“ war Teil des Afrika Film Festivals, das noch bis zum 30.09. im Filmforum im Museum Ludwig läuft. Mit Zanele Muholi, Muhsin Hendricks (beide Südafrika) und Abdellah Taïa (Marokko) waren auch drei Regisseure anwesend, die ausführlich über ihre Filme sprachen und dem Publikum Rede und Antwort standen. Der LSVD war Kooperationspartner der Veranstaltung, ich moderierte die Filmgespräche und das Abschlusspanel mit den Gästen aus Afrika. weiter…

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Anonym bleiben in Kairo

„Ich wäre froh, wenn Du meinen wahren Namen nicht nennst. Du weißt, wie riskant das für mich sein kann. Vielleicht schreibst du, dass ich anonym bleiben will aus Angst vor homophoben Handlungen gegen mich in meinem eigenen Land.“


Diese einleitenden Worte schickt ein schwuler Aktivist aus Kairo den Antworten auf meine Fragen voraus, die ich ihm über Facebook geschickt hatte. Zunächst wollte ich von ihm wissen, ob er Kontakt hat zu Aktivisten in Libyen, Tunesien, Marokko oder anderen Staaten der Region?
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