Lesben und Schwule aus Afrika zu Besuch in Berlin

Besuchsreise homosexu- eller Aktivisten aus Afrika in Berlin (I)

Sie sind gerne gekommen: Seit gestern sind 13 schwule Aktivisten und lesbische Aktivistinnen aus elf afrikanischen Staaten und dem Libanon in Berlin. Eingeladen haben die Hirschfeld-Eddy-Stiftung und das Auswärtige Amt in Berlin auf. Die Informationsreise steht unter dem Titel „Homosexualität und Religion“. Das Wochen- programm ist prall gefüllt. Neben Workshops mit der Hirschfeld-Eddy-Stiftung und dem LSVD finden Veranstaltungen im Deutschen Institut für Menschenrechte, in der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit und dem Abraham Geiger Kolleg statt.

Zudem treffen sich die LGBT Menschenrechtsverteidiger mit hiesigen Religionsvertretern, Berliner Journalistinnen, Historikern und Menschenrechtspolitikern. Am Montag ging es zunächst um die Verfolgung von Homosexuellen im Nationalsozialismus, Besuche am Holocaust- und Homo-Denkmal sowie in der Gedenkstätte Topographie des Terrors standen auf dem Programm.

Am Mittwochabend um 21 Uhr zeigt das Kino Eiszeit Kreuzberg in der Zeughofstr. 20 den Dokumentarfilm Call me Kuchu, über Leben, Wirken und Sterben des ugandischen Aktivisten David Kato. Die Gäste aus Afrika werden anwesend sein und auf Fragen aus dem Publikum eingehen.

Im Rahmen der Besuchsreise findet am Donnerstag, 22.11.2012, von 14 bis 18 Uhr im Auswärtigen Amt eine öffentliche Konferenz mit dem Titel „Verfolgung sexueller Minderheiten und die Rolle der Religionsgemeinschaften in Afrika“ statt. Hier berichten einige Aktivisten aus Afrika über ihren Umgang mit religiös begründeten antihomosexuellen Einstellungen. Redner aus Deutschland fragen nach der Verantwortung kirchlicher Entwicklungswerke und Strategien zur Stärkung der Menschenrechte von Lesben und Schwulen in Afrika.

Klaus Jetz
Hirschfeld-Eddy-Stiftung

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