Zufrieden mit den Ergebnissen

Mein persönlicher Eindruck von der Konferenz in St. Petersburg

Gemeinsam wurden in drei parallelen Workshops konkrete Empfehlungen zur Nichtdiskriminierung für Regierungen, Zivilgesellschaft, LGBT Organisationen u.a. erarbeitet. Hier konnten wir unsere Erfahrungen aus Westeuropa einbringen: Zusamenarbeit mit Antidiskriminierungsstellen, Menschenrechtspolitik, Parlamenten. Aber auch unsere Antigewaltarbeit, Aufklärungsarbeit, Sensibilisierungsarbeit in Schulen, Organisationen der Zivilgesellschaft, mit Gewerkschaften, Medien und Universitäten. Immer wieder wurde auch über Lehren aus der Geschichte, Verfolgung von LGBT in der Zeit des Nationalsozialismus und in sowjetischer Zeit und die sich daraus für uns heute ergebende Verantwortung diskutiert. Konkrete Forderungen zur Wiedergutmachung und zum Gedenken (Erinnerungs- und Biografiearbeit) wurden formuliert.

Ebenso gefallen hat mir der reibungslose Verlauf der Konferenz. Angetan war ich von der Präsenz russischer Ombudspersonen für Menschenrechte aus Moskau, Wladiwostok, Woronesch, St. Petersburg, Astrachan oder Tomsk, den weit angereisten LGBT-AktivistInnen aus Sibirien, Südrussland und Astrachan sowie aus den benachbarten Ländern Moldawien, Belarus, Ukraine, Litauen. Aus Belarus war auch ein Vertreter der allgemeinen Menschenrechtsorganisation Belarusian Helinski Committee anwesend. Auch unser Partner Moscow Helsiniki Group hat eine aktive Rolle gespielt. So konnten die Allianzen unserer befreundeten LGBT-Organisationen mit allgemeinen Menschenrechtsorganisationen gestärkt werden.

Klaus Jetz

Hirschfeld-Eddy-Stiftung

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