Dirk Niebel zu Gesprächen beim LSVD und Hirschfeld-Eddy-Stiftung

Am 03. April besuchte Dirk Niebel mit Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen die Bundesgeschäftsstelle des LSVD.

Das Bundesministerium für Entwicklung und wirt- schaftliche Zusammenarbeit (BMZ) ist ein wichtiger Partner der Hirschfeld-Eddy-Stiftung, der LGBTI-Menschen- rechtsstiftung des LSVD.

Nach einem ersten Treffen im November 2010 im Ministerium in Berlin konnten beim „Gegenbesuch“ nun Ergebnisse gemeinsamer Projekte in Nigeria besprochen werden. Zudem konnte dem Minister eine Ausgabe der „Yogyakarta Plus“- Broschüre übergeben werden, welche die Hirschfeld-Eddy-Stiftung mit Unterstützung durch das BMZ in ihrer Schriftenreihe veröffentlichen konnte.

Minister Niebel bekräftigte die Anstrengungen seines Ministeriums, im Rahmen der Entwicklungshilfe die Förderung und Verankerung der Menschenrechte zu unterstützen. Dabei sei gerade in afrikanischen und islamischen Ländern die „sexuelle Identität“ als Teil der Menschenrechte nicht unproblematisch, weshalb die mit der Hirschfeld-Eddy-Stiftung durchgeführten Projekte wichtig und sehr sinnvoll seien. Die Diskussion über Konditionalität in der Entwicklungshilfe werde weltweit geführt, die Erfahrungen und Einschätzung der Hirschfeld-Eddy-Stiftung und ihrer internationalen Kontakte zu LGBTI*-Organisationen in den betreffenden Ländern seien dabei hilfreich und wertvoll.

Die politischen Anstrengungen zur weltweiten Entkriminalisierung der Homosexualität, werden leider durch immer wieder auftauchende Versuche der Verschärfung des Strafrechtes gegen Homosexualität erschwert. Beispiele wie Uganda und Malawi zeigen, dass durch verantwortungsvolles Handeln in der Entwicklungshilfe hier effektiv gegen gesteuert werden kann. Neben der politischen Einflussnahme können auch gemeinsame Projekte das gesellschaftliche Klima in diesen Ländern wandeln. Hier werden BMZ und die Hirschfeld-Eddy-Stiftung weiter zusammen arbeiten.

Der LSVD und die Hirschfeld-Eddy-Stiftung werden die vom BMZ organisierte Roadshow des Teddy-prämierten Films „Call me Kuchu“ begleiten, und gemeinsame Veranstaltungen und Diskussionen zum Film im Herbst 2012 veranstalten.

Minister Niebel bekräftigte seinen Wunsch, dass die weitere Zusammenarbeit des BMZ mit LSVD und Hirschfeld-Eddy-Stiftung intensiviert wird und nahm entsprechende Projekt-Vorschläge entgegen. In der sehr angenehmen Gesprächsatmosphäre konnten wir uns für die Unterstützung durch das Ministerium bedanken und sehen der weiteren Zusammenarbeit freudig entgegen. Als Stiftung, die ihr Stiftungskapital aus privaten Mitteln aufbaut, ist die finanzielle Förderung unserer Projekte durch das BMZ und Außenministerium Grundlage für eine effektive Arbeit.

 

Axel Hochrein, Hirschfeld-Eddy-Stiftung



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