LSVD trifft LGBT-Aktivistinnen und -Aktivisten aus Osteuropa

Informationsreise„LGBT in Germany“ des Aus- wärtigen Amtes

Am 13.12.2011 führte die Hirschfeld-Eddy-Stiftung drei Workshops mit 15 Aktivistinnen und Aktivisten aus Osteuropa durch. Diese waren auf Einladung des Auswärtigen Amtes zu einer Multiplikatorenreise „LGBT 2011“ nach Berlin gereist. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen aus Georgien, Kasachstan, Tadschikistan, Belarus, Polen, Ungarn, Bulgarien und Moldau, dem Baltikum sowie mehreren Balkan-Staaten.

Die Kolleginnen und Kollegen aus Osteuropa waren besonders an der Verfolgungsgeschichte in Deutschland interessiert. Weitere Themen der Workshops waren Fragen der Aufklärungsarbeit sowie die Entwicklung von einer ausgeprägt homophoben Gesellschaft hin zu mehr Toleranz und die Arbeit mit religiös geprägten Gemeinschaften. Alle Teilnehmenden verband zudem das große Interesse an internationaler Zusammenarbeit und Menschenrechtsarbeit für LGBT.

Der Besuch am Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen wurde mit einem Workshop zu historischen Themen abgerundet. Klaus Jetz (Hirschfeld-Eddy-Stiftung) gab einen historischen Überblick, stellte das über 20jährige Engagement des LSVD vor und informierte über die aktuelle rechtliche und soziale Situation von LGBT in Deutschland.

So-Rim Jung (LSVD Berlin-Brandenburg) berichtete über ihre Arbeit mit Migrationscommunities sowie das Engagement von LGBT Migrantinnen und Migranten im Rahmen des Projekts LSVD-Miles. Jung informierte zudem über die Beratungs- und Unterstützungsleistungen für Regenbogenfamilien.

Angesichts der guten Stimmung und dem Wunsch nach mehr Vernetzung wurde eine Weiterführung der Zusammenarbeit vereinbart.

 

Programm der Multiplikatorenreise „LGBT 2011“ des Auswärtigen Amtes und die Liste der Teilnehmenden

 Hirschfeld-Eddy-Stiftung

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