Archiv für die Kategorie ‘Veranstaltungen’

Schutz von geflüchteten Frauen und LSBTI

LSVD beim Parlamentarischen Frühstück

„Wie sieht es mit dem Schutz  in Deutschland von Frauen und LSBTI vor geschlechtsspezifischer Verfolgung aus?“ – zu diesem Thema lud die AG Frauenrechte im Forum Menschenrechte am 15. Dezember 2016 zu einem Parlamentarischen Frühstück. Markus Ulrich (LSVD-Pressesprecher), Rahel Volz (Terre des Femmes)  und Pia Roth (Bundesweiter Koordinierungskreis gegen Menschenhandel / KOK) informierten als Referent*innen die anwesenden Bundestagsabgeordneten bzw. ihre Mitarbeitenden über die Schwierigkeiten, mit denen sich besonders schutzbedürftige Geflüchtete im Asylverfahren und den Unterkünften konfrontiert sehen, und zeigten auf, wie Deutschland seinen menschenrechtlichen Verpflichtungen besser nachkommen würde. Mit dabei waren die Abgeordneten Volker Beck, Cornelia Möhring, Ulli Nissen, Harald Petzold und Ulle Schauws.

Hintergrund

Queere Geflüchtete – Fragen und Antworten

www.queer-refugees.de

 Fotos: Terre Des Femmes

 

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Kinder und Jugendliche aus Regenbogenfamilien gehen on-air

lsvd-ilse-jugend-radio-workshop-300x225Was bedeutet Familie? Was ist wichtig? Und kennen Sie den Begriff Regenbogenfamilie? Junge Teilnehmende des LSVD Regenbogenfamilienseminars stellen ihre Radiobeiträge vor.

Zum zweiten Mal konnte in Baden-Württemberg ein Wochenendseminar für Regenbogenfamilien des LSVD Baden-Württemberg stattfinden. Es gab nicht nur Vorträge, Workshops, Informationen und Gespräche rund um die vielfältigen Themen zu Coming out, Elternschaft, Familie und Beziehung für die Erwachsenen, sondern auch Workshops für die jüngeren Teilnehmenden. Beim Radio-Workshop „Vom Radiohören zum Radiomachen!“ haben Kinder und Jugendliche homosexueller Eltern Berichte über Regenbogenfamilien produziert und auch eine Umfrage in Stuttgart durchgeführt. In einer Talkshow sprechen sie von ihrem Alltag und blöden Fragen, die sie immer wieder beantworten müssen.

Hört einfach mal rein – Link zum Beitrag

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LSBTI in Südafrika – Von der Verfassung geschützt, im Alltag diskriminiert

Wir dokumentieren den Vortrag von Dr. Ben Khumalo-Seegelken, gehalten am 23. November 2016 im Berliner Afrikahaus im Rahmen der Veranstaltungsreihe Crossings & Alliances der Hirschfeld-Eddy-Stiftung in Kooperation mit dem Afrikahaus. Das anschließende Gespräch wurde von Tsepo Bollwinkel moderiert.

Einladung zur Veranstaltung hier

Vortrag zum Download (pdf)

Afrikahaus Berlin 2016- Ben Khumalo-Seegelken und Tsepo BollwinkelDie Menschen Südafrikas haben schon bei den Verhandlungen im Übergang vom Unrechtstaat der Apartheid zur rechtstaatlichen Demokratie um das Jahr 1990 Weichen gestellt und den Grund dafür gelegt, endlich und dauerhaft auf dem Fundament versöhnlicher Mitmenschlichkeit leben zu können. Buchstabe und Geist der 1996 verabschiedeten südafrikanischen Verfassung – weltweit  die erste Verfassung, die in der »Gleichheitsklausel« (Artikel 9) die Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung [und der Geschlechtsidentität][1] ausdrücklich verbietet –  atmen diesen Leitgedanken gegenseitigen Respekts, „ubuNtu“, und gleichberechtigter Vielfalt.

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Side By Side

IX. LGBT-Filmfestival in St. Petersburg

Faszinierende Filme, spannende Diskussionen, interessante Menschen – vom 17.-26. November 2016 fand im russischen St. Petersburg bereits zum 9. Mal das BokOBok-Filmfestival statt. Auf Einladung des LSVD Hamburgs und mit Unterstützung durch die Freie und Hansetsadt Hamburg, der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch sowie dem Auswärtigen Amt konnte eine zehnköpfige Delegation aus Deutschland während ihres Aufenthalts in St. Petersburg auch an der Eröffnung des Filmfestivals teilnehmen.

Spendenaufruf für SideBySide „Unterstützt das einzige LGBT-Filmfestival in Russland“

Homepage von BokOBok / SideBySide

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Queere Kämpfe auf Nordzypern

Türkischen Republik Nordzypern überlebte das homophobe Strafrecht bis Anfang 2014#IENicosia2016 – Aktivist*innen berichteten auf der ILGA-Konferenz

An der ILGA Europa-Konferenz in Nikosia nahmen auch einige Aktivist*innen aus Nordzypern teil. Zudem gab es in der UN-Pufferzone ein Gespräch mit vier Vertreter*innen der 2015 gegründeten Organisation Envision Diversity. Sie berichteten ausführlich über die Situation von LSBTI im türkisch besetzten Nordteil der Insel.

Als Zypern 1878 britische Kolonie wurde, bescherte dies der Insel auch das viktorianische Strafrecht. Männliche Homosexualität wurde seither mit Haftstrafen von bis zu sieben Jahren geahndet. In der Türkischen Republik Nordzypern überlebte das homophobe Strafrecht bis Anfang 2014, erst seit knapp drei Jahren ist dort die homosexuelle Liebe nicht mehr strafbar. Dafür hatte neben internationalem Druck auch die Arbeit der 2007 gegründeten Initiative gegen Homophobie HOKI gesorgt, die sich seit 2012 Queer Cyprus nennt. weiter…

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„Ich habe keine Lust darauf, mich nicht wie jedes andere Pärchen in der Stadt Hand in Hand laufend, zeigen zu können, nur weil ich eine Frau liebe.“

Jenny Renner als Rednerin auf den JIKTalks 2016Unter dem Titel „Wer ist dieser Deutschland“ fanden am 22. Oktober in Berlin die JIKTalks2016 der Jungen Islamkonferenz statt. Eingeladen als Rednerin war auch Jenny Renner, Sprecherin des LSVD Thüringen und vertretung von LSBTI im ZDF-Fernsehrat. Wir dokumentieren ihre Rede.

Mein Name ist Jenny Renner, ich bin 33 Jahre alt und eine lesbische Aktivistin.

Ich engagiere mich für die Rechte von Lesben, Schwulen, bisexuellen, transsexuellen und intersexuellen Menschen. Außerdem engagiere ich mich für die Rechte von Geflüchteten, Juden, Muslimen, Christen, armen Menschen, dicken Menschen, Frauen, Kindern…also allen, die in unserer Gesellschaft irgendwie ausgegrenzt, diskriminiert und teilweise auch körperlich verletzt werden.

Als ich die Anfrage erhielt, hier mit euch zu sprechen, war ich ehrlich gesagt, sehr glücklich! Denn ich denke, nur wenn wir miteinander sprechen, uns kennenlernen, austauschen, können wir auch behaupten, wir haben uns zu einem bestimmten Thema miteinander auseinandergesetzt und beide Seiten haben Dinge dadurch von einer anderen Perspektive betrachtet, einiges besser verstanden und gelernt. Ich habe keine Lust auf Verallgemeinerungen und Ausgrenzung, weder euch gegenüber, noch mir gegenüber, deswegen möchte ich euch einfach mal auf eine Reise mit in meine Welt nehmen und gerne danach mit euch darüber ins Gespräch kommen. weiter…

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Wer ist „wir“?

Wer ist die Community? - Panelist*innen auf der ILGA-Konferenz (c) HESIntersektionalität auf #IENicosia2016

Heute früh stand dieser Begriff im Zentrum der Diskussionen in Nicosia. Ruth Baldacchino, ILGA Co-Generalsekretärin moderierte im Plenum ein Panel mit fünf Aktivist*innen, die ihre theoretische und praktische Sicht des Begriffes, ihre Expertise und Erfahrungen einbrachten. Sie hoben die Bedeutung hervor, die die Vielfalt ihrer Identitäten für sie persönlich habe.

Diskutiert wurde die Frage, um wen es uns in unserem Engagement geht, wer die Menschen sind, über die und für die wir immer reden, wenn wir von Community reden? Wer spricht für sie und wie wird über sie gesprochen? Werden Menschen vereinnahmt, benutzt, an den Rand gedrängt? Geht es uns nur um bestimmte Mitglieder unserer Community oder um die ganze Vielfalt? Unsere Bewegung lebt von Vielfalt, sie macht ihre Stärke aus. Wie stellen wir also sicher, dass Intersektionalität im Mittelpunkt unseres Handels steht? weiter…

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„Wir müssen viel mehr tun, um Homophobie und Transphobie zu bekämpfen, in der Schule und in der Gesellschaft“

ILGA-Europe Konferenz 2016 - Costa Gavrielides, Präsident von "Accept – LGBT Cyprus" © LSVD-Bundesverband#IENicosia2016 – Klaus Jetz berichtet von der Eröffnung der diesjährigen ILGA-Europe Konferenz auf Zypern

Gestern Abend war es nun endlich soweit. Die 20. ILGA-Europe Konferenz wurde mit einem Empfang im Präsidentenpalast von Nicosia feierlich eröffnet. Costa Gavrielides, Präsident der gastgebenden Organisation „Accept – LGBT Cyprus“, hob in seiner Eröffnungsrede hervor, dass es vor einigen Jahren noch undenkbar gewesen sei, im Präsidentenpalast der Republik Zypern ein LSBTI Event durchzuführen. Die lokale Community sei stolz darauf, dass dies nach nur wenigen Jahren der Aufklärungs- und Sensibilisierungsarbeit möglich geworden sei. weiter…

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Welcome to Cyprus

ILGA-Europe Konferenz 2016 © ILGA-Europe#IENicosia2016 – „Power to the People – Celebrating 20 Years of the Strength within“. Klaus Jetz berichtet von der größten LSBTI-Konferenz Europas.

Heute Abend wird im Präsidentenpalast der zypriotischen Hauptstadt die 20.ILGA-Europe Konferenz feierlich mit einem Empfang eröffnet werden. Mit 365 Teilnehmer*innen ist das Ereignis auch in diesem Jahr die größte LSBTI-Konferenz Europas. Unter dem Motto „Power to the People – Celebrating 20 Years of the Strength within“ feiern die Delegierten nicht nur die in den letzten beiden Jahrzehnten erkämpften Fortschritte, sondern sie werden auch über neue Gefahren, wie dem sich auf dem Kontinent ausbreitenden Rechtspopulismus und über Hasskriminalität diskutieren. Darüber hinaus befinden sich natürlich auch die Themen „Vielfalt der Familienformen“ und die „Situation von LSBTI-Geflüchteten“ auf der Agenda der Konferenz. Im Mittelpunkt aber stehen die Schwerpunkte „Intersektionalität“ und „Vielfalt innerhalb des Dachverbandes“. Hier geht es vor allem um die Fragen, wie die Bewegung noch vielfältiger und inklusiver werden kann. Das Ziel, mit gutem Beispiel vorangehen und bestes Vorbild für die Gesamtgesellschaft sein. weiter…

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Warum Gesetze allein nicht reichen – LSBTI im Kosovo

LGBTI Equal Rights Association for Western Balkans and TurkeyBericht von der LSBTI-Menschenrechtskonferenz in Pristina 

Der Kosovo wurde 2008 unabhängig und von Deutschland und 22 weiteren EU-Mitgliedsstaaten umgehend anerkannt. Das Land hat sich dem Minderheitenschutz verpflichtet. Einvernehmliche (homo-)sexuelle Handlungen unter Erwachsenen sind straffrei – dies gilt selbstverständlich nicht im Falle einer einseitigen Abhängigkeit. Minderheiten genießen Diskriminierungsschutz. Die EU-Rechtsstaatlichkeitsmission EULEX ist im Kosovo seit Jahren aktiv, um den Aufbau eines Justiz- und Polizeiwesens zu unterstützen und es an die EU-Standards anzunähern.

Das Land leidet jedoch immer noch unter der weit verbreiteten Korruption und einer Wirtschaftskrise.  35 % der Kosovar_innen sind arbeitslos, besonders unter Jugendlichen ist die Quote mit 60 % erschreckend hoch. Über die Hälfte der Bevölkerung ist unter 30. Hunderttausende Kosovar_innen leben und arbeiten fern der Heimat, in der EU und der Schweiz.

Trotz des auf dem Papier existierenden Minderheitenschutzes, bemängeln LSBTI-Aktivist_innen, dass es besonders in ländlichen Regionen große Probleme mit Homosexuellenfeindlichkeit und Transphobie gibt. Sie fordern daher, dass die bestehenden Gesetze endlich angewendet werden müssten. weiter…

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