Archiv für die Kategorie ‘Veranstaltungen’

Geschlechterstereotype umtanzen

Frauentanzpaar Marina Hüls und Ute GraffenbergerInterview mit dem Frauentanzpaar Marina Hüls und Ute Graffenberger

Wie sind Sie beide zum Tanzen gekommen?

Marina: Den absoluten Grundstein legte meine Mutter, als sie mich mit 3 Jahren in die musikalische Früherziehung steckte. Dort lernte ich im Takt zu klatschen und irgendwann zu laufen. Es folgten Drehungen, Sprünge und Technik. Der Grundstein war somit gelegt: Iich tanzte die nächsten 19 Jahre im Bereich Jazz-Modern Dance bis hin zur Regionalliga. Vier Mal die Woche Training ließ sich irgendwann schwer mit meinem Job und Studium sowie meiner ersten Beziehung vereinbaren, so dass ich mit dem Tanzen erst einmal pausierte. Bis ich 2012 auf der Hetero-Hochzeit eines Freundes auf ein schwules Paar traf, das am Buffet darüber diskutierte, ob Cha-Cha-Cha nun auf der 1 oder der 2 beginnt. Mein Interesse war geweckt. Wir unterhielten uns den Abend darüber und ich sah wie diese zwei Männer zwischen all den gemischtgeschlechtlichen Paaren – wie selbstverständlich – Rumba, Walzer und Disco Fox tanzten. Wow, das fand ich toll, das wollte ich auch!!!

Standard und Latein tanzt man für gewöhnlich nicht alleine. Somit ging nun die Suche nach einer Tanzpartnerin los, denn mir war klar:  ich will führen (darunter versteht man gesellschaftlich die „Männerschritte“ tanzen) und benötigte für mein Glück noch eine „willige Folgende“ (die die sog. Frauenschritte tanzt). Aber wo sollte ich suchen? Sie sucht Sie?! Das war auf den Tanzpartnersuchportalen kein mögliches Suchkriterium. Sie sind geprägt von  Mann-Fraukonstellationen). Das fiel also  schon einmal raus! Traditionell geprägte Tanzschulen fielen ebenso raus, da diese hauptsächlich gemischtgeschlechtlichen Paare vorbehalten waren. weiter…

Blockaden brechen – Respekt wählen! Gemeinsam für Freiheit und gleiche Rechte

Sieben LSVD-Forderungen zur Bundestagswahl 2017

Foto: Caro Kadatz / LSVD

Eine freie Gesellschaft muss allen Menschen garantieren, jederzeit, an jedem Ort, ohne Angst und Anfeindung verschieden zu sein. Damit das auch für Lesben, Schwule, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen (LSBTI) möglich wird, verabschiedete der LSVD auf seinem 29. Verbandstag unter dem Motto „Blockaden brechen – Respekt wählen! Gemeinsam für Freiheit und gleiche Rechte“ sieben Forderungen zur Bundestagswahl 2017. Sie werden den Parteien in Form von Wahlprüfsteinen zugehen. Die Antworten werden ausgewertet und veröffentlicht. weiter…

Tags: , , , , , , , , ,

Danke Axel!

Unser langjähriges LSVD-Bundesvorstandsmitglied Axel Blumenthal verabschiedet sich aus dem Vorstand. Wir sagen danke!

Weitere Artikel zum 29. LSVD-Verbandstag „Mehr Rechtsstaat statt Rechtsruck“

 

Tags:

„Die Angst darf nicht dazu führen, dass wir uns jetzt zurückziehen.“

Grußwort von Ulrike Lunacek (Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments und Präsidentin der LGBTI-Intergroup)  zum 29. LSVD-Verbandstag „Mehr Rechtstaat statt Rechtsruck“

 

 

Weitere Artikel zum 29. LSVD-Verbandstag „Mehr Rechtsstaat statt Rechtsruck“

Tags: , ,

LSBT im Ausland

– Handlungsansätze für Unternehmen

Wie lässt sich die Inklusion von LSBT in ausländischen Unternehmensniederlassungen in der jeweiligen Unternehmenskultur verankern? Auf einem Workshop wurde diese Frage von Albert Kehrer (PROUT AT WORK) und Stefanie Schmidt (LSVD-Bundesvorstand) im Rahmen der PROUT AT WORK-Konferenz 2016„Netzwerk 4.0 – ready for future !?“ gestellt . In Europa sind die rechtlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für LGBT recht unterschiedlich – eine Patentlösung gibt es nicht, so resümierten die Teilnehmenden nach dem Workshop. Das „Rom/Botschaft/Anwalt“-Modell bietet jedoch eine erste Möglichkeit, Herausforderungen und Strategien für Unternehmen zu strukturieren. Monika Wienbeck (Bayer AG) hat die Ergebnisse der Arbeitsgruppen visualisiert.

lsbt im ausland

 

 Stefanie Schmidt

LSVD-Bundesvorstand

Tags:

„Erneut sind kleine oder auch nicht so kleine Schritte zu einer Entsolidarisierung hier in unserer Gesellschaft festzustellen.“

GedenkfeierDokumentation der Ansprache von Ulrich Keßler, Vorstand des LSVD Berlin-Brandenburg, bei der Gedenkfeier für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen am 27. Januar 2017

Meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,

im Namen der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und des Lesben- und Schwulenverbandes begrüße ich Sie zu der heutigen Gedenkveranstaltung. Ausdrücklich begrüßen möchte ich die erschienenen Mitglieder des Deutschen Bundestages, des Berliner Abgeordnetenhauses und des Brandenburger Landtages, namentlich Petra Pau, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages sowie die Präsidiumsmitglieder des Berliner Abgeordnetenhauses und des Brandenburger Landestages, die anwesenden Partei- und Fraktionsvorsitzenden, als Vertreterin des Bundesregierung Staatssekretärin Elke Ferner, für den Berliner Senat Senatorin Katrin Lompscher, Senator Dr. Dirk Behrendt sowie Senator Dr. Matthias Kollatz-Ahnen, Christine Lüders, Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, den Superintendenten von Tempelhof-Schöneberg, Michael Raddatz, Vertreterinnen und Vertreter von Nicht-Regierungsorganisationen, der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld sowie von Parteien und Gewerkschaften. Angesichts der Witterung freut es mich aber auch besonders, dass nicht nur die Genannten – gerne – ihrer Dienstpflicht nachkommen, sondern dass auch wieder zahlreiche Privatpersonen erschienen sind. weiter…

Tags: , ,

Nie wieder, nie vergessen

Gedenkfeier am Denkmal

Der LSVD und die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas luden anlässlich des Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar zu einer Gedenkfeier am Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen in Berlin-Tiergarten ein. Wir danken den vielen Besucher*innen – darunter auch zahlreiche Abgeordneten von CDU, SPD, Linken, Grünen und FDP des Berliner Abgeordnetenhauses und des Brandenburger Landtages sowie des Deutschen Bundestages.

 

Tags: , ,

Schutz von geflüchteten Frauen und LSBTI

LSVD beim Parlamentarischen Frühstück

„Wie sieht es mit dem Schutz  in Deutschland von Frauen und LSBTI vor geschlechtsspezifischer Verfolgung aus?“ – zu diesem Thema lud die AG Frauenrechte im Forum Menschenrechte am 15. Dezember 2016 zu einem Parlamentarischen Frühstück. Markus Ulrich (LSVD-Pressesprecher), Rahel Volz (Terre des Femmes)  und Pia Roth (Bundesweiter Koordinierungskreis gegen Menschenhandel / KOK) informierten als Referent*innen die anwesenden Bundestagsabgeordneten bzw. ihre Mitarbeitenden über die Schwierigkeiten, mit denen sich besonders schutzbedürftige Geflüchtete im Asylverfahren und den Unterkünften konfrontiert sehen, und zeigten auf, wie Deutschland seinen menschenrechtlichen Verpflichtungen besser nachkommen würde. Mit dabei waren die Abgeordneten Volker Beck, Cornelia Möhring, Ulli Nissen, Harald Petzold und Ulle Schauws.

Hintergrund

Queere Geflüchtete – Fragen und Antworten

www.queer-refugees.de

 Fotos: Terre Des Femmes

 

Tags: , ,

Kinder und Jugendliche aus Regenbogenfamilien gehen on-air

lsvd-ilse-jugend-radio-workshop-300x225Was bedeutet Familie? Was ist wichtig? Und kennen Sie den Begriff Regenbogenfamilie? Junge Teilnehmende des LSVD Regenbogenfamilienseminars stellen ihre Radiobeiträge vor.

Zum zweiten Mal konnte in Baden-Württemberg ein Wochenendseminar für Regenbogenfamilien des LSVD Baden-Württemberg stattfinden. Es gab nicht nur Vorträge, Workshops, Informationen und Gespräche rund um die vielfältigen Themen zu Coming out, Elternschaft, Familie und Beziehung für die Erwachsenen, sondern auch Workshops für die jüngeren Teilnehmenden. Beim Radio-Workshop „Vom Radiohören zum Radiomachen!“ haben Kinder und Jugendliche homosexueller Eltern Berichte über Regenbogenfamilien produziert und auch eine Umfrage in Stuttgart durchgeführt. In einer Talkshow sprechen sie von ihrem Alltag und blöden Fragen, die sie immer wieder beantworten müssen.

Hört einfach mal rein – Link zum Beitrag

weiter…

Tags: ,

LSBTI in Südafrika – Von der Verfassung geschützt, im Alltag diskriminiert

Wir dokumentieren den Vortrag von Dr. Ben Khumalo-Seegelken, gehalten am 23. November 2016 im Berliner Afrikahaus im Rahmen der Veranstaltungsreihe Crossings & Alliances der Hirschfeld-Eddy-Stiftung in Kooperation mit dem Afrikahaus. Das anschließende Gespräch wurde von Tsepo Bollwinkel moderiert.

Einladung zur Veranstaltung hier

Vortrag zum Download (pdf)

Afrikahaus Berlin 2016- Ben Khumalo-Seegelken und Tsepo BollwinkelDie Menschen Südafrikas haben schon bei den Verhandlungen im Übergang vom Unrechtstaat der Apartheid zur rechtstaatlichen Demokratie um das Jahr 1990 Weichen gestellt und den Grund dafür gelegt, endlich und dauerhaft auf dem Fundament versöhnlicher Mitmenschlichkeit leben zu können. Buchstabe und Geist der 1996 verabschiedeten südafrikanischen Verfassung – weltweit  die erste Verfassung, die in der »Gleichheitsklausel« (Artikel 9) die Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung [und der Geschlechtsidentität][1] ausdrücklich verbietet –  atmen diesen Leitgedanken gegenseitigen Respekts, „ubuNtu“, und gleichberechtigter Vielfalt.

weiter…

Tags: , , ,