Archiv für die Kategorie ‘Veranstaltungen’

Die Salonfähigen — das große Fazit

Abschlusspodium zur Veranstaltungsreihe

Migrant*innen mit Kopftuch, Menschen, die an Rollstühle „gefesselt“ sind und Artikel über „Geschlechtsumwandlungen“ und „Schwulenparaden“. Allesamt klischeehafte Darstellungsformen in der Berichterstattung über sogenannte „Randgruppen“. Zum Abschluss ihrer gemeinsamen Veranstaltungsreihe „Die Salonfähigen“ diskutierten Judyta Smykowski (Leidmedien), Konstantina Vassiliou-Enz (Neue Deutsche Medienmacher*innen) und Markus Ulrich (LSVD) mit Katrin Gottschalk, stellvertretende Chefredakteurin der taz,  über Sprache und Bilder in den Medien und wie es besser werden kann.

Fotos: Andi Weiland / Gesellschaftsbilder.de

Veranstaltungsbericht zum Abend von LSVD und Bundesvereinigung Trans*

 

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Deshalb bitte ich heute um Vergebung – für all das geschehene Leid und Unrecht, und für das lange Schweigen, das darauf folgte.”

Rede des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier vom 03.06.2018 beim Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen

Anlässlich  des zehnten Jahrestages der Übergabe des Denkmals für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen  luden die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) und die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld  am 03.06.2018 zu einem Festakt und durften auch den Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier begrüßen. Wir dokumentieren seine Rede.

Die Würde des Menschen ist unantastbar.”” Dieser Satz steht für uns Deutsche ganz am Anfang.

Es ist der erste Satz im ersten Artikel unserer Verfassung. Ein Satz, formuliert als Bollwerk gegen die Unmenschlichkeit. Dafür gab es wahrlich Grund. Denn die Würde des Menschen war angetastet, geleugnet und verletzt worden – mit System und mit staatlichen Mitteln der Erniedrigung, Verfolgung, Folter und Mord, in den Jahren der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.

Deutsche haben millionenfach in Deutschland und in ganz Europa Menschen verschleppt und ermordet. Deutsche haben ganze Länder und Landstriche verwüstet und dabei tiefe Wunden im Gesicht Europas hinterlassen. Unser Land hat in diesen zwölf Jahren schwere Schuld auf sich geladen. weiter…

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Um Freiheit, Gleichheit und Respekt muss täglich neu gerungen werden.”

LSVD-Bundesvorstand Günter Dworek (c) LSVDRede von LSVD-Bundesvorstand Günter Dworek beim Festakt zum 10jährigen Jubiläum des Denkmals für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen

Sehr geehrter Herr Bundespräsident, sehr geehrter Herr Regierender Bürgermeister, liebe Gäste,

angesprochen auf das KZ in seiner Stadt sagte 1960 der damalige Bürgermeister von Dachau in einem Interview, dort seien nicht nur Helden gestorben: „Sie müssen sich daran erinnern, dass viele Verbrecher und Homosexuelle in Dachau waren. Wollen Sie ein Ehrenmal für solche Leute?”

Ich erinnere an das Martyrium von Leopold Obermayer aus Würzburg, 1934 von der Gestapo verhaftet, ins KZ Dachau verschleppt, dort aufs Schwerste misshandelt, in einem Schauprozess als „homosexueller Sittlichkeitsverbrecher“ zu 10 Jahren Zuchthaus verurteilt und schließlich 1943 in Mauthausen gestorben. Oder an Mary Pünjer, die im KZ Ravensbrück den Vermerk „asozial/lesbisch“ erhielt und 1942 aufgrund ihrer jüdischen Herkunft vermutlich in der Anstalt Bernburg mit Gas ermordet wurde. Oder an Teofil Kosinski aus Polen, der Folter und jahreslanges Zuchthaus erleiden musste, weil er sich als 17jähriger in einen deutschen Soldaten verliebt hatte. Er starb 2003 ohne je eine Entschädigung von Deutschland erhalten zu haben. Das ist eine Schande. weiter…

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Rechtspopulist*innen in deutschen Parlamenten

VeranstalRechtspopulisten in deutschen Parlamenten © VHS Kölntungsbericht zur Podiumsdiskussion am 17. Mai 2018 im FORUM Volkshochschule im Museum am Neumarkt (Köln)

Rechtspopulist*innen sind im Stadtrat Köln, im Landtag NRW und mittlerweile auch im Bundestag vertreten. Wie hat sich seitdem die parlamentarische Arbeit verändert? Mit Blick auf LSBTI*-Fragen erörterten wir, wie es um die rechtliche und gesellschaftliche Situation steht. Welche Bündnisse wurden geschlossen und welche müssen noch erarbeitet werden? Und welche Lehren können bis heute gezogen werden?

Zunächst ging es um die Frage, was sich für die LSBTI*-Community geändert hat, seit eine rechtspopulistische Partei in den Parlamenten vertreten ist. Jürgen Rausch berichtete vom Vernetzungstreffen im Dortmunder Rathaus im Januar 2018. Im Dortmunder Stadtrat wird die LSBTI*-Community von der AfD offen angegriffen und die Abschaffung der städtischen LSBTI*-Stelle gefordert. Auch häufen sich im LSVD Anfragen von Menschen, die einen Rollback befürchten. Es werde deutlich, dass Bürgerrechte nicht selbstverständlich seien, sondern täglich neu verteidigt werden müssen. weiter…

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Alliances for Solidarity

©LSVD HamburgAktionen und Veranstaltungen zum Internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie (IDAHOT)

Am 17. Mai erinnern Menschen rund um den Erdball mit vielfältigen Aktionen an den Tag, an dem Homosexualität aus dem Diagnoseschlüssel der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gestrichen wurde. Seit dem 17.05.1990 gilt sie offiziell nicht mehr als Krankheit. Transgeschlechtliche Menschen hingegen werden nicht nur in Deutschland noch immer pathologisiert und müssen demütigende Verfahren über sich ergehen lassen. Auch an intergeschlechtlichen Menschen werden noch heute irreversible verstümmelnde Eingriffe und hormonelle Behandlungen vorgenommen. Am IDAHOT soll auch auf diese Menschenrechtsverletzungen aufmerksam gemacht werden.

Die Aktionen um den 17. Mai sind auch Zeichen der tiefen Verbundenheit mit allen Menschen, die wegen ihrer sexuellen Orientierung und/oder geschlechtlichen Identität Verfolgung, Folter oder Tod erfahren müssen. In über 70 Staaten der Erde werden Menschen wegen ihrer Liebe zum gleichen Geschlecht kriminalisiert und verfolgt. Die weltweiten Aktionen finden 2018 unter dem globalen Motto “Alliances for Solidarity” statt.

Mehr Einsatz der Bundesregierung für Respekt und gegen Homo- und Transphobie — LSVD-Pressemeldung zum IDAHOT 2018

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Results from the conference “Time to react – Creating an enabling environment for civil society”

First conference on “shrinking spaces” with an LGBTI focus

Artikel in deutscher Fassung

Following a number of years in which liberation movements around the world were making successful progress, a dangerous counter-movement has recently arisen. It seeks to restrict the scope for action on the part of organizations and groups in civil society, and “shrinking spaces” is the term used to describe the phenomenon internationally. In many countries, non-governmental organizations (NGOs) are being confronted with laws to preserve national values, bans on funding from abroad, and prohibitive administrative requirements, as well as the consequences of international laws to combat money laundering. These developments restrict primarily the freedoms of assembly and expression. Often they are accompanied by smear campaigns, hate speech in the media, and animosity toward minorities. weiter…

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Lesbische (Un)Sichtbarkeit

Dr. Kirsten Plötz (c) LSVD/ KadatzPanel auf dem LSVD-Verbandstag mit Historikerin Dr. Kirsten Plötz

Einführend erinnerte die Moderatorin, Gabriela Lünsmann, daran, dass das Thema „Lesbische (Un-) Sichtbarkeit” seit vielen Jahren auf der Agenda steht. Es stelle sich die Frage, wie mit Unterschieden und Gemeinsamkeiten zwischen Lesben und Schwulen umzugehen sei. Diskutiert werden müsse auch, wie mit sexistischen Strömungen generell, aber auch in der Community umzugehen sei. Und: eine gleichberechtigte Repräsentanz in den Verbandsgremien müsse das Ziel aller sein.

Zudem verwies sie darauf, dass die Themen rechtliche Gleichstellung und Lesbische Sichtbarkeit bei einer Umfrage, die der Bundesvorstand vor dem Verbandstag unter den weiblichen Mitgliedern des Verbandes durchgeführt habe, am häufigsten genannt wurden. weiter…

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Impressionen vom 30. LSVD-Verbandstag 2018

Fotos: Caro Kadatz / LSVD

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Die “Salonfähigen”

(c) Andi Weiland | Gesellschaftsbilder.deMediale Darstellung im Fokus

Migrant*innen mit Kopftuch, Menschen, die an Rollstühle “gefesselt” sind und Artikel über „Geschlechts-umwandlungen“ und „Schwulenparaden“. Allesamt so klischeehaft wie alltäglich in der Berichterstattung über sogenannte „Randgruppen“. Aber wie sind sie im Tagesgeschäft zu vermeiden? Dieser Frage gingen der LSVD, die Leidmedien und die Neuen Deutschen Medienmacher*innen In der gemeinsamen Veranstaltungsreihe „Die Salonfähigen“ in Berlin nach. Zusammen mit der Bundesvereinigung Trans* (BVT*) gestalteten wir dabei den Abend über Transgeschlechtlichkeit und Homo- bzw. Bisexualität. weiter…

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Starker Verband, starkes Programm, starke Projekte

LSVD beim Verbandstag 2018. Foto: Caro KadatzBericht zum 30. Verbandstag des LSVD, am 21./22.04. in Köln

Mit einem herzlichen Willkommen eröffneten NRW-Landesvorstand Andrea Kretschmer und Bundesvorstand Stefanie Schmidt den 30. Verbandstag in Köln unter dem Motto „Menschenrechte, Vielfalt und Respekt“.

Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker - Foto: Caro KadatzDie Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker begrüßte mit einer sehr persönlichen Rede die über 100 anwesenden LSVD-Mitglieder. Sie war bei der ersten gleichgeschlechtlichen Eheschließung in Köln anwesend und war berührt zu sehen, was das diesem Frauenpaar bedeutete. Köln sei zwar eine offene und lebensbejahende Stadt und 2017 gab es auch mit der Rehabilitierung und dem Verfassungsgerichtsurteil zum Dritten Geschlechtseintrag wegweisende Entscheidungen doch treibe sie die Sorge um über zunehmende Ressentiments in vielen Bereichen über Menschen, die vermeintlich anders seien. Wir bräuchten die zivilgesellschaftliche Kraft, um gegen Rechtspopulismus vorzugehen. Daher verwies sie auch auf das geplante 2. Regenbogenparlament am 22. September in Köln vom LSVD-Projekt „Miteinander stärken“, bei dem die Stadt Kooperationspartnerin ist. Nur wenn man auch das Bild von LSBTI in die Gesellschaft bringe, dann wird es zur Normalität. weiter…

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