Archiv für die Kategorie ‘Veranstaltungen’

Coming-out für Europa

Dragana Todorovic aus Belgrad beim LSVD-Verbandstag

Coming-out für Europa. Vielfalt verteidigen, Respekt wählen! hieß das Panel zu den Europawahlen 2019 auf dem 31. LSVD-Verbandstag. Wir hatten Dragana Todorovic aus Belgrad von der regionalen Organisation LGBTI Equal Rights Association (ERA) als Referentin gewonnen. Sie stellte die Arbeit von ERA vor und erläuterte uns, warum die diesjährigen EU-Wahlen für die Region von großer Bedeutung sind, welche Hoffnungen sie und ihre Kolleg*innen mit einer EU-Mitgliedschaft verbinden und warum der Prozess der Beitrittsverhandlungen so wichtig ist. weiter…

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Über 70 Länder kriminalisieren Lesben, Schwule, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen

Was kann Deutschland tun?

Was fordern Aktivist*innen von der Bundesregierung und der Zivilgesellschaft? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion auf dem LSVD-Verbandstag, die von der Journalistin Natalia Matter moderiert wurde und an der Staatsminister Michael Roth, Gulya Sultanova aus St. Petersburg, Ramy Khouily aus Tunis und Sarah Kohrt für die Hirschfeld-Eddy-Stiftung teilnahmen.

Zunächst stellt Sarah die Arbeit der LGBTI-Plattform der HES und der Yogyakarta- Allianz vor, einem Zusammenschluss von Interessierten und Vertreter*innen von zivilgesellschaftlichen Organisationen, die zum Thema LSBTI und Menschenrechte arbeiten. Die Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt, BMZ oder der GIZ sei recht eng und funktioniere ausgezeichnet. Im Mittelpunkt stehe dabei seit zwei Jahren die nachhaltige Verankerung des Themas in der Entwicklungszusammenarbeit und den auswärtigen Beziehungen, kurz LSBTI-Inklusionskonzept. weiter…

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Hat sich die Situation im postrevolutionären Tunesien verschlimmert?

Ramy Khouili berichtet auf dem Verbandstag

Aus Tunesien berichtete Ramy Khouili aus Tunis beim LSVD-Verbandstag. Erst vor kurzem hat er mit der Unterstützung der Hirschfeld-Eddy-Stiftung eine Publikation zur strafrechtlichen Verfolgungsgeschichte von LSBTI in seinem Land vorgelegt. Im Land gebe es vier LSBTI-Organisationen, von denen Mawjoudin in engem Austausch mit der Hirschfeld-Eddy-Stiftung steht und beim Queer-Filmfestival kooperiert. weiter…

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Staatliche Repression, wachsende zivilgesellschaftliche Unterstützung

Gulya Sultanova vom Side by Side Filmfestival aus St. Petersburg

Zu Gast auf dem LSVD-Verbandstag war auch Gulya Sultanova vom Side by Side Filmfestival in St. Petersburg. Sie berichtete über die aktuelle Situation in Russland. Die staatliche Politik sei homophob und transfeindlich. Zudem seien die Massenmedien zu 80 Prozent in staatlicher Hand. Immer wieder gebe es Verbote von Veranstaltungen und Events. Tiefpunkt sei die Situation in Tschetschenien, das Russian LGBT Network habe Hunderte Opfer evakuiert, viele werden noch immer drangsaliert und von ihren Familien getötet. Auch lesbische und bisexuelle Frauen und transgeschlechtliche Menschen seien betroffen. weiter…

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Fortschritt ist keine Selbstverständlichkeit

Staatsminister Michael Roth auf dem LSVD-Verbandstag

Staatsminister Michael Roth - Foto: Caro KadatzIn seiner Rede dankte Staatsminister Roth dem LSVD und den vielen Mitstreiter*innen für die wichtige Arbeit. Ohne den LSVD und das Engagement der Zivilgesellschaft seien viele Erfolge nicht möglich gewesen.

Besorgt berichtete er über die aktuelle Lage von LSBTI in aller Welt. Als besonders negatives Beispiel hob er Brunei hervor. Dort wurde gerade das Strafrecht drastisch verschärft und für einvernehmliche homosexuelle Handlungen zwischen erwachsenen Männern die Todesstrafe durch Steinigung eingeführt. Lesbischen Frauen drohen Stockhiebe und Gefängnis. Er habe so etwas nicht für möglich gehalten. Es zeige sich, dass der zivilisatorische Fortschritt keine Selbstverständlichkeit sei. Wenn LSBTI in Brunei um ihre Leben fürchten, dann dürfen wir nicht schweigen, so Roth.

Roth betonte die Bedeutung der Solidarität der LSBTI-Bewegung für andere unterdrückte Minderheiten. Er bat darum, weiter…

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Impressionen vom 31. LSVD-Verbandstag 2019 in Berlin

Fotos: Caro Kadatz/LSVD

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Wir alle sollten einstehen für ein Land, in dem alle Menschen, gleich welcher Herkunft, Hautfarbe. Religion, geschlechtlicher Identität und sexuellen Orientierung, ohne Angst und sicher leben können.“

Rede von Henny Engels (LSVD-Bundesvorstand) beim Romaday am 07.04.2019

Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist. Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat. Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschafter. Als sie die Katholiken holten, habe ich nicht protestiert: Ich war ja kein Katholik. Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.“ weiter…

Um Freiheit, Gleichheit und Respekt muss täglich neu gerungen werden. Das leisten die Kolleg*innen der AG Schwule Lehrer in ihrem Berufsalltag und das verwirklichen sie in ihrem gewerkschaftlichen Engagement.”

Grußwort zum Festakt 40 Jahre „Arbeitsgemeinschaft schwuler Lehrer in der GEW Berlin“

Liebe Doreen Siebernik, lieber Alexander Lotz,
liebe Freundinnen und Freunde,

unsere herzlichsten Glückwünsche zum vierzigjährigen Jubiläum! Gratulation zu vier Jahrzehnten ebenso hartnäckigem wie erfolgreichem Engagements gegen Diskriminierung, für Aufklärung und Akzeptanz. Der Ertrag Eurer Arbeit reicht weit über die Schule hinaus und ist ein Gewinn für den gesellschaftlichen Zusammenhalt insgesamt.

Ihr habt ganz maßgeblich mitbewirkt, dass Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen (LSBTI) von der Mehrheit der Gesellschaft als ein Teil gelebter Normalität akzeptiert werden – eine Normalität, die selbstverständlich auch für die Schule gelten muss. weiter…

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Wie gehen wir in unserem Gesundheitssystem mit vulnerablen gesellschaftlichen Gruppen um?

v.l.n.r. Gabriela Lünsmann, LSVD Bundesvorstand, Dr. Heiner Garg, Minister für Soziales, Gesundheit, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein (FDP), Dr. Carsten Leffmann, Geschäftsführer der Ärztekammer Schleswig-Holstein. © Hans WiedlLSVD-Bundesvorstand Gabriela Lünsmann auf dem Eröffnungspodium “Alt, schwul, arm, Chroniker – wie gehen wir in unserem Gesundheitssystem mit vulnerablen gesellschaftlichen Gruppen um?” des Kongresses “Vernetzte Gesundheit” am 16./ 17.01 in Kiel

Sehr geehrter Herr Minister Dr. Garg,
sehr geehrte Damen und Herren,

ich freue mich, hier heute anlässlich der Eröffnung der Tagung „Vernetzte Gesundheit“ in meiner Funktion als Bundesvorstand des LSVD, des Lesben- und Schwulenverbands in Deutschland das Wort an Sie zu richten.

Das Verhältnis von lesbischen Frauen, schwulen Männern und trans* und intergeschlechtlichen Menschen zur Medizin ist historisch betrachtet schwierig und geprägt durch Pathologisierung. Erst 1990 hat die Weltgesundheitsorganisation WHO beschlossen, Homosexualität nicht mehr als psychische Krankheit zu definieren.

Doch wie sieht es mit der lesbischen, schwulen, bi-, trans* und intersexuellen Gesundheit heute aus? weiter…

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Wir sollten jedes Jahr diese Auseinandersetzung suchen – damit wir nicht vergessen, dass wir das nicht vergessen dürfen“

Dokumentation der Rede von Henny Engels (Sprecherin Bündnis für Demokratie und Toleranz am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf und Mitglied im LSVD-Bundesvorstand) auf dem Parkfriedhof Marzahn am 26.1.2019, anlässlich des 74. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz.

Wir gedenken hier und heute der Opfer der Verbrechen, die das nationalsozialistische Deutschland an Millionen von Menschen beging. Wir gedenken der 6 Millionen ermordeten Jüd*innen, die in den Vernichtungslagern oder bei Massenerschießungen den Tod fanden. Wir gedenken der 500.000 ermordeten Kinder, Frauen und Männer der Sinti und Roma. Wir gedenken ermordeter Gegner*innen des NS-Regimes aus der Arbeiterbewegung, der kommunistischen Partei, der sozialdemokratischen Partei, den christlichen Kirchen, der Jugendbewegung. Wir gedenken der mehr als 300.000 im Rahmen des so genannten Euthanasieprogramms ermordeten Frauen, Kinder und Männer. An ihr Schicksal erinnert die Ausstellung „Töten aus Überzeugung“ ab dem 1. Februar in der Volkshochschule des Bezirks. Wir gedenken der ermordeten Schwulen und Lesben. Wir gedenken der ermordeten und zu Tode gepeinigten Zwangsarbeiter*innen; 1400 von ihnen sind auf diesem Friedhof bestattet. Und wir gedenken der Millionen Männer, Frauen und Kinder, die durch den von Deutschland begonnenen Krieg den Tod fanden. weiter…

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