Archiv für die Kategorie ‘Hirschfeld-Eddy-Stiftung’

Wie Kultur die Kultur verändert

Ein Bericht über das erste Queer Film Festival in Tunesien

In einem Land, in dem Homosexualität noch mit Gefängnisstrafen von bis zu drei Jahren bestraft wird und zu einem Zeitpunkt, in der Menschen wegen ihrer schwierigen wirtschaftlichen Situation und neu beschlossenen finanziellen Belastungen im ganzen Land auf die Straße gehen, ein queeres Film Festival zu veranstalten, ist schon sehr mutig. Die Leute von Mawjoudin sind mutig! weiter…

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Cultures of acceptance – On the roles of (Diaspora) literature

Olumide Popoola and Elnathan John in Berlin

Artikel auf Deutsch

Olumide Popoola, a German-Nigerian author and performer, has just returned from a reading tour in Nigeria to present her new book When We Speak of Nothing.

Olumide Popoola and Elnathan John at Afrika-Haus Berlin, photo: Afrika-HausPopoola’s novel tells the story of Karl, a young black Londoner, who travels to Nigeria for the first time at the age of 18 to visit his father, whom he has never met, in Port Harcourt. Karl is a trans man whose passport still shows the sex he was assigned at birth. In Port Harcourt he gets a serious case of culture shock, remains much longer than planned, falls in love, and loses contact with his best friend Abu in London. It is a novel about friendship and what it means to grow up black in London today. weiter…

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What I have learnt over the last two and a half years is — that Tunisia has a huge number of committed and brave people — who fight for the human rights of queer people.”

Dokumentation der Rede von Guido Schäfer (Hirschfeld-Eddy-Stiftung) zur Eröffnung des queeren Mawjoudin Film Festival in Tunesien

Dear Members and Friends of Mawjoudin,
Dear Guest,

My name is Guido Schäfer — and I work for the Hirschfeld-Eddy-Foundation, a Human Rights Organization based in Germany.

I am honoured and happy to be here today — to be part of this amazing project — and I am grateful for this great opportunity of speaking to — and with you.

I am very proud to be given the chance to publically thank the team of Mawjoudin.

All of the team members worked tremendously hard over the last half year to make this event possible — especially and notably Karam Aouini. Karam invested a lot of time and energy in this project – by being creative and making this an extraordinary project in many different ways. weiter…

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Kulturen der Akzeptanz — über die Rolle von (Diaspora-)Literatur

Olumide Popoola und Elnathan John in Berlin

Article in English

Olumide Popoola, deutsch-nigerianische Autorin und Performerin ist gerade von einer Lesereise in Nigeria zurück, um ihr neues Buch vorzustellen: When we speak of Nothing.

Olumide Popoola, Sarah Kohrt, Klaus Jetz im Afrika-Haus, Foto: Afrika-HausPopoolas Roman erzählt die Geschichte von Karl, einem jungen Schwarzen Londoner, der mit 18 zum ersten Mal in seinem Leben nach Nigeria fährt, um dort in Port Harcourt seinen Vater zu treffen, dem er noch nie begegnet ist. Karl ist ein Trans*mann, in dessen Pass noch sein Geburtsgeschlecht steht. In Port Harcourt erlebt er einen größeren Kulturschock, bleibt viel länger als geplant, verliebt sich und verliert den Kontakt zu seinem besten Freund Abu in London. Es ist ein Roman über Freundschaft und das Aufwachsen als Schwarzer im heutigen London. weiter…

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Strategien gegen Homo- und Transphobie in Nigeria

Crossings and Alliances mit Elnathan John und Olumide Popoola

Elnathan John, Autor von „An einem Dienstag geboren“ und Olumide Popoola, Autorin von „When we speak of Nothing“ diskutierten am 07.12.2017 im Berliner Afrikahaus über Möglichkeiten, sich für die Verbesserung der Lebenssituation von Lesben und Schwulen und von transgeschlechtlichen  Menschen in Nigeria einzusetzen. Eine Veranstaltung der Hirschfeld-Eddy-Stiftung in Kooperation dem Afrika-Haus Berlin und InterKontinental, Agentur für afrikanische Literatur im Rahmen der Reihe „Crossings & Alliances”.

Blog Artikel (Deutsch)

Crossings & Alliances with Elnathan John and Olumide Popoola

Elnathan John, author of Born on a Tuesday, and Olumide Popoola, author of When We Speak of Nothing, discussed ways of helping to improve the situation of LGBT people in Nigeria at the Afrika-Haus in Berlin on 7 December 2017. The event was organized by the Hirschfeld-Eddy Foundation together with the Afrika-Haus Berlin and the InterKontinental agency for African literature, as part of the Crossings & Alliances series.

Blog article (English)

 

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Sichtbarkeit bringt zuerst Gewalt mit sich

Panel II (c) LSVD / KadatzEntwicklungen für LSBTI auf dem Westbalkan

Das zweite Panel auf der Konferenz „Time for Change – Making Promises Reality“ diskutierte unter dem Titel „Taten statt Worte“ konkrete und spürbare Verbesserungen für LSBTI in den Ländern des westlichen Balkans. Vladana Vasić vom Sarajevo Open Centre machte deutlich, dass Diskurse über die Entkriminalisierung von Homosexualität in Jugoslawien durch den schrecklichen Krieg jäh gestoppt wurden und die Erinnerung daran in der Nachkriegsgesellschaft verloren gegangen ist. Das ist der Grund, dass die Menschenrechtspolitik oft falsch verknüpft wird mit der Präsenz von ausländischen Armeen und Politiker*innen nach Kriegsende. Ein Erfolg der Zivilgesellschaft war das Bilden von Koalitionen unterschiedlicher Minderheiten, um Antidiskriminierungspolitiken und Sensibilisierung und Prävention für Hasskriminalität auszubauen. Die jüngere Generation hat auch in Bosnien-Herzegowina früher und überhaupt ein Coming-out. Da sie nun ihr Recht auf Sichtbarkeit überhaupt wahrnehmen und selbstbewusster werden, erklärt auch ein Anwachsen von häuslicher und schulischer Gewalt gegen LSBTI durch Eltern, Familienangehörige oder Mitschüler*innen, die damit nicht klar kommen. weiter…

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Aktivismus auf dem Westbalkan und in der Türkei

Besuchsreise mit 12 Aktivist*innen aus dem ERA-Netzwerk

Auf Einladung des Auswärtigen Amts und der Hirschfeld-Eddy-Stiftung waren im November 2017 12 Aktivist*innen aus dem ERA-Netzwerk, der LGBTI Equal Rights Association for Western Balkans and Turkey, in Berlin zu Gast. Eine Höhepunkt war die Konferenz “Time for Change – Making Promises Reality”.

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Shrinking Space in der Türkei

Photo: Caro KadatzWie lässt sich die Menschenrechtsarbeit in der Türkei stärken?

Teil der Besuchsreise von zwölf Aktvist*innen vom Westbalkan und der Türkei war die halbtägige Konferenz „Time for Change – Making Promises Reality“, die am 21.11.2017 im Auswärtigen Amt stattfand. Wie schon bei vorherigen Konferenzen, die wir in Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt organisierten, konnten wir auch dieses Mal die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Dr. Bärbel Kofler, und Michael Roth, Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt, als Redner bzw. Panelistin begrüßen.

Teil 1 der Konferenz befasste sich mit den Zuständen in der Türkei. Zunächst liefert Emirhan  C., ein türkischer Aktivist von SPoD Istanbul, hochaktuelle Informationen zur menschenrechtlichen Situation von LSBTI im Land. Er hob hervor, dass der handlungsspielraum für LSBTI-Aktivist*innen in der Türkei im weiter eingeengt wird. So wurden im vergangenen Jahr die Gay Pride Veranstaltungen verboten, die Aktivist*innen als Agenten des Westens denunziert. Kürzlich wurden auf Betreiben der Regierung in der Hauptstadt Ankara sämtliche kulturellen, von LSBTI-Organisationen durchgeführten Aktivitäten mit dem Hinweis auf nationale Werte und moralische Einstellungen der Bevölkerung verboten. Von ihnen könnten Gefahren für sowie Hass und Feindseligkeiten gegen Teile der Bevölkerung ausgehen. Zuvor war am 17.11.17 bereits ein queeres Filmfestival verboten worden, das von der Deutschen Botschaft unterstützt worden war. weiter…

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Impressionen von der Konferenz „Time for Change – Making Promises Reality“ zur Situation von LSBTI auf dem Westbalkan und in der Türkei.

21.11.2017, Berlin, Auswärtiges Amt

Fotos: Caro Kadatz / Hirschfeld Eddy Foundation

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13-Punkte Forderungskatalog — Vorüberlegung zu einem LSBTIQ*-Inklusionskonzept des BMZ

Kommunikation, Dokumentation und Unterstützung

Das Auswärtige Amt (AA) und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) planen ein „LGBTIQ*-Inklusionskonzept für die Auswärtige Politik und  Entwicklungszusammenarbeit“ zu erarbeiten. Dies soll mit Beteiligung der Zivilgesellschaft geschehen. Angekündigt am 1. Juni 2017 anlässlich der Konferenz „Time to react“ im Auswärtigen Amt wird damit eine Gründungsforderung der Yogyakarta-Allianz umgesetzt. Hier die erste Fassung eines Forderungspapiers der Yogyakarta-Allianz. Dieses 13-Punkte-Papier soll Diskussionsgrundlage und Anstoß für eine möglichst breite und kritische zivilgesellschaftliche Diskussion sein. Beteiligung mit Stellungnahmen, Positionspapieren oder Kommentaren ist sehr erwünscht. Der Moment ist da! weiter…

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