Archiv für die Kategorie ‘Projekte’

Russisches Queerfest überlebt gefälschte Bombendrohungen

Bericht vom Fachkräfteaustausch des LSVD Hamburg mit Partnerorganisationen aus St. Petersburg — #CivilSocietyCooperation 

Das russische Pride Festival Queerfest feierte sein 10-jähriges Jubiläum vom 20.09. bis 29.09.2018 in St. Petersburg. Zu der Abschlussveranstaltung mit einem Konzert der russischen Sänger*in Dana Sokolova kamen 700 Besucher*innen. Trotz Bombendrohungen wurde das Festival von 2800 Menschen besucht. Über 50000 Menschen haben das Festival online verfolgt.

Der LSVD Hamburg war im Rahmen eines Fachkräfteaustausches mit Partnerorganisationen vor Ort und vom 24. – 29.09. zu Gast beim Queerfest. Am Tage haben wir Organisationen und Projekte besucht und uns über die Arbeitsbedingungen für LSBTI informiert. In den zahlreichen Gesprächen hat sich immer wieder gezeigt, wie schlecht es um die Menschenrechte – nicht nur für LSBTI – bestellt ist. Nachhaltig hat uns beeindruckt, dass gerade junge Menschen, die unter enormen Druck aufwachsen müssen und ständig Diskriminierungen und Repressionen ausgesetzt sind, in ihrem Engagement nicht zu bremsen sind. Ähnlich wie bei uns wird die Arbeit ehrenamtlich gestemmt. weiter…

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That’s exactly what we need

Experts respond to the 13-Point List of Requirements for the German Ministry for Economic Cooperation and Development

Artikel in deutscher Fassung

Throughout the world lesbian, gay, bisexual, trans* and intersex people (LGBTI) face enormous discrimination and persecution and sometimes even the death penalty. Although Germany is one of the major players in development cooperation, it has no strategy for improving the situation of LGBTI people. In 2012 we therefore began assembling the fundaments for creating an inclusion strategy for development cooperation.

The goal was also part of the impetus for the founding of the Yogyakarta Alliance in 2012. In November 2017 we then had the chance to present our proposals to the German Ministry for Economic Cooperation and Development and the Foreign Office. We developed the following 13-point paper for that purpose. And we want the new German government to take up these demands. weiter…

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It’s time for a postcolonial policy

Colonialism and Development Policy

Artikel in deutscher Fassung

I deeply regret that such laws were introduced,” said British Prime Minister Theresa May in April 2018. This was her first public statement of regret for the suffering  Photo: Plaque at the site of the 1884-85 Congo Conference in Berlin’s Wilhelmstraßecaused by the anti-gay laws of British colonialism. The British exported their homophobic legal system into most their colonies, instilling a legacy that continues to this day. Same-sex relations are still illegal in 36 of the 53 countries that make up the Commonwealth. British NGOs are attempting to address this part of their colonial history. For years they have been urging their government to apologize.

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Ergebnisse der Konferenz „Time to react – zivilgesellschaftliche Handlungsspielräume stärken“

Erste Konferenz zur Thematik “Shrinking Spaces” mit Fokus auf LSBTI

article in English

Nach jahrelangen Erfolgen emanzipatorischer Bewegungen weltweit gibt es seit einiger Zeit eine gefährliche Gegenbewegung: Die Einschränkung der Handlungsspielräume von zivilgesellschaftlichen Organisationen und Gruppen. Im internationalen Kontext spricht man von „shrinking spaces“, auf Deutsch enger werdende Räume. Durch Maßnahmen wie beispielsweise Gesetze zur Wahrung nationaler Werte, das Verbot, der Finanzierung aus dem Ausland und durch Verwaltungsvorschriften, aber auch durch Effekte von internationalen Gesetzen zur Bekämpfung von Geldwäsche wird überall auf der Welt die tägliche Arbeit von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) erschwert. Vorrangig betrifft das die Einschränkung der Vereinigungsfreiheit und die Meinungsfreiheit. Begleitet wird das häufig von Schmutzkampagnen, medialer Hetze und Hass gegen Minderheiten. weiter…

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Wie Kultur die Kultur verändert

Ein Bericht über das erste Queer Film Festival in Tunesien

In einem Land, in dem Homosexualität noch mit Gefängnisstrafen von bis zu drei Jahren bestraft wird und zu einem Zeitpunkt, in der Menschen wegen ihrer schwierigen wirtschaftlichen Situation und neu beschlossenen finanziellen Belastungen im ganzen Land auf die Straße gehen, ein queeres Film Festival zu veranstalten, ist schon sehr mutig. Die Leute von Mawjoudin sind mutig! weiter…

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Miteinander stärken in Dortmund

Drittes Vernetzungstreffen des LSVD-Projekts

Das LSVD-Projekt „Miteinander stärken. Rechtspopulismus entgegenwirken“ fördert die Akzeptanz von LSBTI*. Die Stärkung von LSBTI*, ihren Verbündeten und Fachkräften steht dabei ebenso im Vordergrund wie
der Aufbau zivilgesellschaftlicher Allianzen gegen Homophobie und Transfeindlichkeit, ebenso gegen die Diskriminierung von Inter*, Rassismus, Antisemitismus sowie gegen jede weitere Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Auf dem regionalen Vernetzungstreffen in Dortmund wurden gemeinsam Strategien entwickelt und Anforderungen an Politik und Gesellschaft formuliert.

www.miteinander-staerken.de

 

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Es ist eine Bewegung entstanden…“

Dawn Cavanagh, Geschäftsführerin von CAL beim LSVD (August 2015)Masakhane — Der Projektbesuch bei der Coalition of African Lesbians in Südafrika und Botswana
 
Seit 2014 läuft das Projekt Masakhane zur Stärkung von Lesben, Bi und Trans* im südlichen Afrika. Finanziert wird dieses Vorzeigeprojekt vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und von filia. Die Coalition of African Lesbians (CAL) führt das Projekt unter Leitung vom LSVD und filia durch. Vom 14. bis 25. Juni reisten Uta Schwenke (Bundesvorstandsfrau beim LSVD) und Sonja Schelper (filia-Geschäftsführerin) nach Südafrika und Botswana, um sich über die Ergebnisse des nun bald endenden Projektes zu informieren.

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Einfach Weitermachen

(c) Wolfgang PreussnerDelegation des LSVD Hamburg zu Besuch in Sankt Petersburg

Wie fängt man einen Blogbeitrag über ein Land an, in dem für LGBT* aus Menschenrechtsperspektive fast alles schwierig ist? Mit den positiven Eindrücken, denn nur die werden der hiesigen Community gerecht. Die Aktivist*innen in Sankt Petersburg feiern in diesem Jahr ein sehr gut besuchtes Filmfestival. Die Filmvorstellungen des Queeren Side by Side -Festivals (bok o bok) sind nahezu immer ausverkauft. Conchita Wurst konnte als Stargast für die Abschlussveranstaltung gewonnen werden. Für sie sei das, wie sie in Interviews immer wieder klarstellt, eine große Ehre, Teil der „unstoppbaren Bewegung“ zu sein. Vieles macht Hoffnung: weiter…

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13-Punkte Forderungskatalog — Vorüberlegung zu einem LSBTIQ*-Inklusionskonzept des BMZ

Kommunikation, Dokumentation und Unterstützung

Article in English

Das Auswärtige Amt (AA) und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) planen ein „LGBTIQ*-Inklusionskonzept für die Auswärtige Politik und  Entwicklungszusammenarbeit“ zu erarbeiten. Dies soll mit Beteiligung der Zivilgesellschaft geschehen und wurde am 1. Juni 2017 anlässlich der Konferenz „Time to react“ im Auswärtigen Amt angekündigt. Damit wird eine Gründungsforderung der Yogyakarta-Allianz umgesetzt. Wir dokumentieren die erste Fassung eines Forderungspapiers der Yogyakarta-Allianz. Dieses 13-Punkte-Papier soll Diskussionsgrundlage und Anstoß für eine möglichst breite und kritische zivilgesellschaftliche Diskussion sein. Beteiligung mit Stellungnahmen, Positionspapieren oder Kommentaren ist sehr erwünscht. Der Moment ist da! weiter…

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Sexuelle Vielfalt, Repression und Gegenstrategien in Honduras

Schulung für Polizei in HondurasNach dem Putsch 2009 häuften sich bald die Meldungen über Morde an Gewerkschafter*innen, Umweltaktivist*innen und Menschenrechts-verteidiger*innen. Auch viele Aktivist*innen, die sich für die Belange von Lesben, Schwulen, Bisexuellen sowie trans- und intergeschlechtliche Menschen (LSBTI) einsetzen, wurden und werden Opfer der brutalen Repression. Fast 200 LSBTI wurden allein zwischen 2009 und 2014 ermordet. Viele Menschenrechtsverteidiger*innen und bekannte Aktivisten wie Walter Tróchez oder Erick Martínez wurden ermordet. Vor einem Jahr, am 24. Januar 2016, wurde die Aktivistin Paola Barraza, die bei der honduranischen LSBTI-Organisation Asociación LGTB Arcoíris (Regenbogen) mitarbeitete, Opfer eines Hassverbrechens.

2009 war ein einschneidendes Jahr, auch die LSBTI-Bewegung spricht von einem Davor und einem Danach. Der Militärputsch gegen den in sozialer Hinsicht progressiven Präsidenten Zelaya führte zu einer enormen Militarisierung der Gesellschaft. Gewalt und Drogenkriminalität wurden damals Tür und Tor geöffnet, und zivilgesellschaftliche Organisationen, die im politischen Widerstand aktiv waren, wurden verstärkt zur Zielscheibe staatlicher und paramilitärischer Repression. weiter…

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