Archiv für die Kategorie ‘Verband’

„Du förderst Individualität und schaffst es gleichzeitig, das Gefühl für Rücksicht auf Andere zu vermitteln“

Kathrin Schuchardt © Jenny RennerLaudatio von Jenny Renner, Mitglied des LSVD-Bundesvorstands und Sprecherin des LSVD Thüringen, anlässlich der Verleihung des Kommunikationspreis 2017 KAIROS des Landesfrauenrats Thüringen an Kathrin Schuchardt. Auf Vorschlag des LSVD Thüringen wurde Kathrin ausgezeichnet.

Kairos – griechisch – das bedeutet der Zeitpunkt einer günstigen Ent-scheidung, dessen ungenutztes Verstreichen nachteilig sein kann.
In der Philosophie bedeutet Kairos als „der entscheidende Augenblick selbst“ klassifiziert.

Liebe Kathrin Schuchardt, oder besser gesagt liebe Schuchi,

als Vertreterin des Lesben- und Schwulenverbandes Thüringen habe ich heute die besondere Ehre, zu begründen, wieso du die diesjährige wunderbare Preisträgerin des KAIROS – Kommunikationspreises des Landesfrauenrates Thüringen bist.

Wie alle hier Anwesenden sicher wissen, soll mit dem Preis ein besonderes Engagement im Interesse von Frauen und gelebter Gleichstellung gewürdigt werden. Und für uns als LSVD Vorstand war ziemlich schnell klar, dass wir der Idee folgen möchten, dich als diesjährige Preisträgerin vorzuschlagen. Ehrlich gesagt, dauerte die Entscheidung nicht mal eine Minute. Erst danach im Gespräch fielen uns immer mehr Gründe ein, dass du genau der richtige Mensch, die richtige Frau für diesen Preis bist. weiter…

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Was ist möglich in Russland?

LGBTI-Jugendliche beim Austausch im August 2017 auf der Haseninsel in Sankt Petersburg (c) Ben ReichelSankt Petersburg: Jugendaustausch in Zeiten der Krise

 Aus Anlass des 60-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft Hamburg – Sankt Petersburg fand vom 24. bis 28. August 2017 in Sankt Petersburg/Russland ein internationaler Jugendaustausch statt. Während die Jugendlichen aus Hamburg die Stadt und ihre Austauschpartner*innen kennen lernten, rangen die Behörden der beiden Städte im Hintergrund tagelang an einer gemeinsamen Erklärung. Die Zivilgesellschaft in Deutschland hat es geschafft, dass LGBTI auch durch staatliche Förderungen gegen Diskriminierungen geschützt werden sollen – in der Russischen Förderation dagegen ist das „Propagieren von nicht-traditionellen sexuellen Beziehungen“ verboten, wenn Jugendliche davon Kenntnis nehmen können. Eine kritische Zivilgesellschaft ist allgemein nicht gewünscht. weiter…

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Gemeinsam für Vielfalt und Respekt

LSVD-Bund-Länder-Treffen 2017 in Würzburg

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Endlich JA

LSVD-Fotoaktion

Zur Eheöffnung am 01.10.2017 startet der LSVD die Fotoaktion „Endlich Ja“ und veröffentlicht Fotos von Paaren, die nun heiraten bzw. ihre Lebenspartnerschaft in eine Ehe umschreiben lassen. Interessierte Paare bitten wir, ihre Hochzeitsfotos an presse@lsvd.de einzusenden.

 

Markus Ulrich
LSVD-Pressesprecher

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„Lieber Eddi, Du fehlst dieser Welt.“

Eduard Stapel

Trauerrede für Eduard Stapel

Liebe Trauergäste, wie kann man ein Leben wie das von Eduard („Eddi“) Stapel in wenigen Minuten würdigen?

Ich fange es politisch an: Ab morgen können schwule und lesbische Paare heiraten. Morgen ist der Tag, an dem Lesben und Schwule in Deutschland erstmals rechtlich völlig gleichgestellte Bürgerinnen und Bürger dieses Landes werden – nach Jahrhunderten der Unterdrückung, der Ausgrenzung, der Verfolgung, der Diffamierung als Dekadente, Kranke, Sünder oder Verbrecher.

Eddi hat unendlich viel dazu beitragen, dass der morgige Tag endlich Wirklichkeit werden kann. Und es ist so bitter, dass wir heute von ihm Abschied nehmen müssen. Ich bin sehr froh, dass Eddi immerhin den Beschluss des Bundestages zur Ehe für alle Ende Juni noch miterleben konnte.

Ich will nicht unbescheiden sein, aber ohne den Lesben- und Schwulenverband (LSVD) wären dieser und viele andere Erfolge so nicht gekommen. Erfolge, die dazu führen, dass wir Lesben und Schwule heute so frei leben können wie noch nie zuvor in der Geschichte.

Und Eddi, er hat den Stein dafür ins Rollen gebracht, war die treibende Kraft bei der Gründung des LSVD. Als unser Verband am 18. Februar 1990 in Leipzig noch als „Schwulenverband in der DDR“ (SVD) aus der Taufe gehoben wurde, wurde Eddi ganz selbstverständlich sein erster Sprecher und Geschäftsführer. weiter…

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Endlich JA

Hamburg feiert die ersten gleichgeschlechtlichen Ehepaare

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Endlich JA

Erste gleichgeschlechtliche Eheschließung in Berlin

Am 1. Oktober 2017 um 9.30 Uhr fand die deutschlandweit erste gleichgeschlechtliche Eheschließung im Rathaus Schöneberg statt. Bodo Mende (60) und Karl Kreile (59) haben 38 Jahre auf diese Möglichkeit gewartet. Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, das Standesamt Tempelhof-Schöneberg und der LSVD Berlin-Brandenburg luden zusammen mit dem Paar die Gäste und die Presse ein.

Endlich Ja – Wir feiern die Ehe für Alle. LSVD startet Fotoaktion

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Closing Space and the freedom of association

Video Message by Monica Tabengwa, Pan Africa ILGA on the LEGABIBO Botswana court case, other cases of freedom of association in Uganda, Kenya and Nigeria and on the importance of the right to register

Monica Tabengwa, Director of Pan Africa ILGA at the “Time to react” conference organized by Hirschfeld-Eddy-Foundation and the German Federal Foreign Office, in Berlin, 1  June 2017, read the full transcription:

Hi my name is Monica Tabengwa. I’m the director of Pan Africa ILGA. I come from Botswana. I’m a lawyer and my work, for all of my life I’ve been a human rights activist.

In particular I’ve worked with women’s rights and now I work with LGBTI rights. I worked in Botswana with an organisation called LEGABIBO, which is Lesbians, Gays and Bisexuals in Botswana. What I should tell you about Botswana is firstly, I mean you all know, they criminalise same-sex conduct. It’s important that you understand that same-sex conduct is not homosexuality that is criminalised. But of course people understand that differently. And so what you do get is that people think that being gay, lesbian, transgender is what is criminalised. And so because of that there are some issues where the LGBTI community is finding themselves being discriminated or their rights being violated because of the perception that their sexuality is criminalised. And one these is being able to register, being able to associate as a group, registrar society that works within Botswana for their rights. weiter…

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Marriage Equality in Germany – A Time Line

7th July 2017: The Same-Sex Marriage Act passes the Bundesrat on 7th July. The act passes both chambers without a change to the constitution.

30th June 2017: Vote in the Bundestag: 393 deputies vote for equality, 226 are against, and four abstain.

28th June 2017: The Bundestag Committee on Legal Affairs recommends by majority vote that marriage should be opened to same-sex couples on the basis of the bill drafted by the Bundesrat.

27th June 2017: CDU and CSU permit their deputies to vote as they wish – there is no party whip on the vote.

26th June 2017: In a TV panel discussion, Chancellor Merkel softens her opposition to same-sex marriage and suggests the issue should be the subject of a free (conscience) vote in parliament.

25th June 2017: In his speech at the SPD party conference, SPD candidate for chancellor Martin Schulz vows he will not sign a coalition agreement that does not pledge to introduce same-sex marriage.

24th June 2017: FDP Chairman Christian Lindner also declares: no coalition without same-sex marriage.

17th June 2017: At their party conference, the Green Party make same-sex marriage a condition of a post-election coalition.

April 2017: The LSVD adopts a resolution on its petitions for the Bundestag election 2017. Among other issues, we ask all the parties: do you undertake only to sign a coalition agreement if it contains a pledge to legalize same-sex marriage? weiter…

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Right-to-marry: five nail-biting days in June

Axel Hochrein (LSVD-Bundesvorstand) - Foto: privatDid the Chancellor publish her change of stance one day too early? Or was she bowing to the inevitable, and clearing the same-sex marriage issue out of the way before election campaigning kicked off in earnest? We’ll probably never know for certain. After over a quarter of a century of struggle and debate, Merkel’s statement changed the legalization of same-sex marriage from a matter of time to one of five days.

June 2017
All of Merkel’s potential coalition partners following the September elections to the Bundestag – the Greens, FDP, and SPD – pledged they would not join a coalition government that did not commit to legalizing same-sex marriage. Germany’s Gay and Lesbian Federation LSVD had already called for such a commitment in its pre-election questions canvassing the views of the political parties. At its AGM in April, the LSVD set out its demands regarding the 2017 elections, including the question: will you sign a coalition agreement only if includes a pledge to introduce same-sex marriage (point 2.3.)? The pledges from other parties have left Merkel and her party with no room to maneuver.
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