Archiv für die Kategorie ‘Verband’

Shrunk Civil Society Space

Eingeschränkter Handlungsspielraum: Zivilgesellschaft in der OZSE-Region bedroht

Der sogenannte „Shrinking Space“ war eines der Schwerpunktthemen der OSZE-Parallelkonferenz der Zivilgesellschaft am 6. und 7. Dezember in Hamburg . LSVD/Hirschfeld-Eddy-Stiftung war dabei, wir haben berichtet. Am zweiten Tag wurde die Hamburger Erklärung zum Schutz der Zivilgesellschaft mit dem Abschlussdokument verabschiedet. Wir haben sie in Auszügen hier dokumentiert. weiter…

Hamburger Erklärung zum Schutz der Zivilgesellschaft

Verabschiedet von den Teilnehmenden der OSZE Parallelkonferenz der Zivilgesellschaft in Hamburg am 6. und 7. Dezember 2016

Die „Hamburg Declaration on protecting and expanding Civil Society Space“ stellt die Repression gegenüber regierungskritischen Nichtregierungsorganisationen (NROs oder NGOs) in vielen Staaten dar und schlägt Gegenmaßnahmen vor. Sie ist Teil des Abschlussdokuments, das durch die OSZE-Parallelkonferenz der Zivilgesellschaft am 6. und 7. Dezember 2016 in Hamburg verabschiedet und dem scheidenden Vorsitzenden des OSZE-Ministerrats Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier übergeben wurde.

Wir veröffentlichen hier einen Auszug den wichtigsten Inhalten der Hamburger Erklärung in deutscher Übersetzung:

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Befürwortete Gleichstellung, gefühlte Distanz

Ergebnisse einer Studie zu Bevölkerungseinstellungen

Zum Auftakt ihres Themenjahres „Gleiches Recht für jede Liebe“ hat die Antidiskriminierungsstelle des Bundes am 12.01.2017 erste Ergebnisse einer Studie über die Einstellungen der Bevölkerung gegenüber Lesben, Schwulen und Bisexuellen vorgestellt.

 

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Neue Perspektiven auf das Regenbogenfamilienseminar 2016

Auf dem Regenbogenfamilienseminar des LSVD Baden-Württemberg nahm die Comic Zeichnerin Ka Schmitz Stift und Notizbuch in die Hand und präsentierte eine frische Dokumentation des Eröffnungsplenums und des Workshops „Queer Doing Gender“. Auch aus der Kinderbetreuung haben wir echte Kunstwerke erhalten.

Quellenangabe Fotos Galerie:
1.Reihe (von links nach rechts, Fotos 1-3) : Illustration: ka-comix.de
1./3. Reihe (von links nach rechts, Fotos 4 – 9): Milica Ivkowicz

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Kinder und Jugendliche aus Regenbogenfamilien gehen on-air

lsvd-ilse-jugend-radio-workshop-300x225Was bedeutet Familie? Was ist wichtig? Und kennen Sie den Begriff Regenbogenfamilie? Junge Teilnehmende des LSVD Regenbogenfamilienseminars stellen ihre Radiobeiträge vor.

Zum zweiten Mal konnte in Baden-Württemberg ein Wochenendseminar für Regenbogenfamilien des LSVD Baden-Württemberg stattfinden. Es gab nicht nur Vorträge, Workshops, Informationen und Gespräche rund um die vielfältigen Themen zu Coming out, Elternschaft, Familie und Beziehung für die Erwachsenen, sondern auch Workshops für die jüngeren Teilnehmenden. Beim Radio-Workshop „Vom Radiohören zum Radiomachen!“ haben Kinder und Jugendliche homosexueller Eltern Berichte über Regenbogenfamilien produziert und auch eine Umfrage in Stuttgart durchgeführt. In einer Talkshow sprechen sie von ihrem Alltag und blöden Fragen, die sie immer wieder beantworten müssen.

Hört einfach mal rein – Link zum Beitrag

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„Vier werden Eltern“

wfilm_vierwerdeneltern_frontcoverZwei Paare, die anfangs nur zwei Gemeinsamkeiten haben. Sie leben in Berlin und teilen sich den Wunsch Eltern zu werden und Kinder groß zu ziehen. Sie tun sich zusammen. In „Vier Werden Eltern“ erzählt die Regisseurin Eva Maschke von der Regenbogenfamilie ihres Bruders. Zum vom LSVD unterstützen DVD-Start am 09.12. haben wir Eva Maschke interviewt.

Wie haben Sie reagiert, als Sie erfahren haben, dass Ihr Bruder eine Familie gründen will?

Als ich erfuhr, dass mein Bruder mit dem Gedanken spielt eine Familie zu gründen, war ich überrascht und sehr glücklich zugleich. Tatsächlich war es so, dass ich es vorher oft bedauert habe, dass er auf Grund seiner Homosexualität vermutlich keine Familie haben würde. Denn ich sah ihn immer – und erlebe ihn auch heute noch – als wirklichen Familienmenschen. Ich dachte oft, dass ich es schön finden würde, wenn er eine eigene Familie haben könnte, eine große mit viel Trubel und offenen Türen, so wie wir es von zuhause kennen.

Nach seinem Entschluss, gemeinsam mit seinem Partner und einem lesbischen Paar, eine Familie zu gründen, war ich sehr gespannt, die beiden Frauen zu treffen. weiter…

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„Die deutliche Mehrheit der Bevölkerung positioniert sich noch deutlicher als zuvor für eine offene, liberale, tolerante und plurale Gesellschaft.“

fes-mitte-studie-coverLSVD-Interview mit Prof. Dr. Beate Küpper (Hochschule Niederrhein). Sie ist Mitautorin von „Gespaltene Mitte – Feindselige Zustände“. Die neue Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung zu rechtsextremen und menschenfeindlichen Einstellungen in Deutschland (FES-Mitte-Studie) ist im November 2016 erschienen.

Was sind die sogenannten Mitte-Studien?

Die Mitte Studien untersuchen rechtsextreme Einstellungen in Deutschland. Begonnen haben damit die Kollegen Elmar Brähler und Oliver Decker von der Universität Leipzig im Jahr 2002. Ab 2006 ist dann die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) mit der Förderung eingestiegen. Seitdem heißt die Studie auch „Mitte-Studie“.

Parallel und unabhängig davon hat ein Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlicher unter Leitung von Wilhelm Heitmeyer am Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld die Studie zu Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit durchgeführt. Hier haben wir über zehn Jahre lang abwertende und ausgrenzende Einstellungen – also Vorurteile – gegen eine ganze Reihe sozialer Gruppen untersucht, z.B. Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Rassismus, Sexismus und Homophobie.    weiter…

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„SUPAY“ – ein Film über lesbisches Leben in Peru

Supay PlakatInterview mit der Regisseurin Sonia Ortiz zum Film und zur Kickstarterkampagne

Worum geht es in Film?

SUPAY“ erzählt die Geschichte des lesbischen Paares Valya und Paz in Peru, das in einem homophoben Umfeld um seine Liebe kämpfen muss. Nach einem Jahr unschuldig in Haft macht sich Valya auf die Suche nach Paz, die inzwischen eine Scheinehe eingehen musste, um die Wogen zu glätten. Sie fliehen gemeinsam in die Anden, wo sie eine drastische Entscheidung treffen. weiter…

Regenbogenfamilienseminar in Stuttgart

Unter dem Motto „Action for Acceptance“ fand  vom 30.09-02.10.2016 das 2. Regenbogenfamilienseminar des LSVD Baden-Württemberg in Stuttgart statt. Hier sind einige Impressionen von den Seminartagen

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Warum Gesetze allein nicht reichen – LSBTI im Kosovo

LGBTI Equal Rights Association for Western Balkans and TurkeyBericht von der LSBTI-Menschenrechtskonferenz in Pristina 

Der Kosovo wurde 2008 unabhängig und von Deutschland und 22 weiteren EU-Mitgliedsstaaten umgehend anerkannt. Das Land hat sich dem Minderheitenschutz verpflichtet. Einvernehmliche (homo-)sexuelle Handlungen unter Erwachsenen sind straffrei – dies gilt selbstverständlich nicht im Falle einer einseitigen Abhängigkeit. Minderheiten genießen Diskriminierungsschutz. Die EU-Rechtsstaatlichkeitsmission EULEX ist im Kosovo seit Jahren aktiv, um den Aufbau eines Justiz- und Polizeiwesens zu unterstützen und es an die EU-Standards anzunähern.

Das Land leidet jedoch immer noch unter der weit verbreiteten Korruption und einer Wirtschaftskrise.  35 % der Kosovar_innen sind arbeitslos, besonders unter Jugendlichen ist die Quote mit 60 % erschreckend hoch. Über die Hälfte der Bevölkerung ist unter 30. Hunderttausende Kosovar_innen leben und arbeiten fern der Heimat, in der EU und der Schweiz.

Trotz des auf dem Papier existierenden Minderheitenschutzes, bemängeln LSBTI-Aktivist_innen, dass es besonders in ländlichen Regionen große Probleme mit Homosexuellenfeindlichkeit und Transphobie gibt. Sie fordern daher, dass die bestehenden Gesetze endlich angewendet werden müssten. weiter…

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