Archiv für die Kategorie ‘Verband’

“ Ich bin es leid, darauf warten zu müssen, dass das Bundesverfassungsgericht unserer Bundesregierung aufzeigt, was sie in Sachen Gleichstellung zu tun hat.“

Dirk Behrendt

Dokumentation des Grußwortes von Dirk Behrendt, Berliner Senator für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung, für den 29. LSVD-Verbandstag „Mehr Rechtsstaat statt Rechtsruck“

Sehr geehrte Vorständinnen und Vorstände des Bundesverbandes des LSVD,
sehr geehrte Vertreterinnen und Vertreter der Landesverbände,
sehr geehrte Anwesende,

ich begrüße Sie herzlich in der Regenbogenstadt Berlin zu Ihrem 29. Verbandstag des Lesben- und Schwulenverbandes Deutschland und bedanke mich für die Einladung!
Berlin trägt jetzt nicht nur deutlicher die Regenbogenfarben sondern auch politisch andere Farben als bei Ihrem letzten Treffen in Berlin vor zwei Jahren! Und das ist gut so.

Wir, die Koalition, haben uns viel vorgenommen für die nächsten Jahre, nicht nur auf Landes- sondern auch verstärkt auf Bundesebene. Als Bundesverband, der sich seit 1990 unermüdlich für die rechtliche und gesellschaftliche Gleichstellung von Lesben und Schwulen einsetzt, hoffe ich deswegen persönlich auf Ihre Unterstützung bei unseren Vorhaben. weiter…

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„Gesundheitliche Ungleichheiten sind Folgen sozialer Ungleichheiten.“

Interview mit Gabriele Dennert, Professorin an der Fachhochschule Dortmund im Fachbereich Sozialmedizin und Public Health mit Schwerpunkt Geschlecht und Diversität

Welche Zusammenhänge gibt es zwischen sexueller Orientierung / Lebensweise und Gesundheit in Bezug auf die Situation in Deutschland?

Nicht-heterosexuelle Menschen erleben Diskriminierung und Gewalt und auch in Deutschland immer noch rechtliche Ungleichstellungen und Benachteiligungen. Ganz allgemein lässt sich grundsätzlich beobachten, dass derartige Erfahrungen eine Auswirkung auf die gesundheitliche Situation und auch auf die Qualität der Gesundheitsversorgung haben. Das zeigt sich nicht nur für Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung, sondern auch bei anderen gesellschaftlichen Ungleichheitsverhältnissen. Menschen, die einkommensarm sind, haben zum Beispiel eine deutlich verkürzte Lebenserwartung gegenüber Personen, die ein überdurchschnittliches Einkommen haben. Durch Rassismus diskriminierte Personen haben vielfältige gesundheitliche Nachteile gegenüber weißen/nicht rassistisch diskriminierten Menschen. Auch die ungleichen Geschlechterverhältnisse haben gesundheitliche Folgen. Gesellschaftliche Verhältnisse schreiben sich in das Leben und die Körper von Menschen ein – und ungleiche Verhältnisse schreiben sich eben als gesundheitliche Ungleichheiten ein. weiter…

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Blockaden brechen – Respekt wählen! Gemeinsam für Freiheit und gleiche Rechte

Sieben LSVD-Forderungen zur Bundestagswahl 2017

Foto: Caro Kadatz / LSVD

Eine freie Gesellschaft muss allen Menschen garantieren, jederzeit, an jedem Ort, ohne Angst und Anfeindung verschieden zu sein. Damit das auch für Lesben, Schwule, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen (LSBTI) möglich wird, verabschiedete der LSVD auf seinem 29. Verbandstag unter dem Motto „Blockaden brechen – Respekt wählen! Gemeinsam für Freiheit und gleiche Rechte“ sieben Forderungen zur Bundestagswahl 2017. Sie werden den Parteien in Form von Wahlprüfsteinen zugehen. Die Antworten werden ausgewertet und veröffentlicht. weiter…

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Der neue LSVD-Bundesvorstand stellt sich vor

Turnusgemäß standen beim 29. Verbandstag auch die Wahlen zum Bundesvorstand an. Mit herzlichem Dank für ihr Engagement wurden Axel Blumenthal und Robert Hecklau aus dem Bundesvorstand verabschiedet. Aus beruflichen Gründen können sich beide nicht mehr in die Vorstandsarbeit einbringen.

Neu gewählt wurden Jenny Renner und Ulrike Schmauch. Jenny Renner vom LSVD Thüringen vertritt den LSVD bereits im ZDF-Fernsehrat. Ulrike Schmauch ist Professorin an der Frankfurt University of Applied Sciences. Sie ist im Fachbeirat des LSVD-Modellprojekts „Beratungskompetenz zu Regenbogenfamilien – Erfordernisse und Potenziale in professioneller Begleitung“

Im Amt bestätigt wurden Axel Hochrein, Gabriela Lünsmann, Helmut Metzner, Inken Renner und Uta Schwenke. Weiterhin gehören Imke Duplitzer, Günter Dworek, Henny Engels, Benjamin Rottmann, Stefanie Schmidt und Sandro Wiggerich dem 13köpfigen Gremium an. Sie wurden 2016 für eine zweijährige Amtszeit gewählt.

 

Photo (v.l.):sitzend: Inken Renner, Ulrike Schmauch, Sandro Wiggerich, stehend: Jenny Renner, Benjamin Rottmann, Axel Hochrein, Stefanie Schmidt, Günter Dworek, Henny Engels, Imke Duplitzer, Gabriela Lünsmann, Helmut Metzner, Uta Schwenke (Foto: Caro Kadatz)

Weitere Artikel zum 29. LSVD-Verbandstag „Mehr Rechtsstaat statt Rechtsruck“

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Danke Axel!

Unser langjähriges LSVD-Bundesvorstandsmitglied Axel Blumenthal verabschiedet sich aus dem Vorstand. Wir sagen danke!

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„Die Angst darf nicht dazu führen, dass wir uns jetzt zurückziehen.“

Grußwort von Ulrike Lunacek (Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments und Präsidentin der LGBTI-Intergroup)  zum 29. LSVD-Verbandstag „Mehr Rechtstaat statt Rechtsruck“

 

 

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Frühlingsempfang im LSVD Saar mit prominenten Vertreter*innen aus der Bundes- und Landespolitik

Frühlingsempfang beim LSVD Saar © LSVD SaarÜber alle Parteigrenzen hinweg wurde diskutiert u. a. über die Eheöffnung, Erweiterung des Grundgesetzes(3+) zum Schutz der sexuellen Identität und über die Fortschritte in der Gleichbehandlung von gleichgeschlechtlich Liebenden, in den letzten Jahren, im Saarland. weiter…

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Verabschiedung von Lisa Green

Unendlichen Dank für jahreslanges ehrenamtliches Engagement und die LSVD-Vertretung bei NELFA

Dr. Lisa GreenIm März 2017 wird Lisa Green ihr Amt als Vertretung des LSVD beim Network of European LGBTIQ* Families Associations (NELFA) abgeben. Wir danken ihr sehr, sehr herzlich für ihre Energie, Power und Zeit in den vielen Jahre des ehrenamtlichen Engagements, für die rechtliche und gesellschaftliche Anerkennung von Regenbogenfamilien.

Sie schreibt: „Ich schaue auf acht spannende Jahr zurück inklusive der vier bisherigen internationalen Regenbogenfamilien-Konferenzen, bei der ich immer mehrere Workshops zum Thema Kinder stärken und/oder Trennung in Regenbogenfamilien gehalten habe“. Außerdem hat Lisa NELFA zu einer in Brüssel ansässigen NGO mitaufgebaut, Netzwerke mit vielen internationalen LGBT-Aktivistinnen geknüpft und den LSVD bei allen bisherigen Jahresversammlungen der NELFA vertreten. weiter…

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Mit dem Zweiten sieht man queer

Jenny Renner, ZDF-Fernsehrät*in © LSVD ThüringenSeit Mai 2016 hat der LSVD Thüringen einen Sitz im ZDF-Fernsehrat. Jenny Renner, Sprecher*in des LSVD Thüringen und Deutschlands erste queere Fernsehrät*in im Interview.

1.    Liebe Jenny, Du bist jetzt über ein halbes Jahr Deutschlands erste queere ZDF-Fernsehrät*in und sitzt für den LSVD Thüringen in einem der wichtigsten Gremien im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Wie wurdest Du dort aufgenommen? Wie ist die Arbeitsatmosphäre?

Entgegen einiger anders Lautender Vermutungen wurde ich sehr freundlich und offen im Fernsehrat aufgenommen. Sicherlich gab und gibt es einige inhaltliche Vorbehalte, wenn es um die Gleichstellung von LSBTI* geht, aber ich denke, wir sind im Gremium auf einem guten Wege, diese abzubauen und auch offen Fragen allgemeiner Natur zu besprechen.

Die Arbeitsatmosphäre in den Gremien ist natürlich sehr konzentriert und der fachlich-professionelle Austausch steht deutlich im Vordergrund. Dass natürlich auch hier und da politische Interessen mit eine Rolle spielen, ist nicht von der Hand zu weisen. weiter…

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LSBT im Ausland

– Handlungsansätze für Unternehmen

Wie lässt sich die Inklusion von LSBT in ausländischen Unternehmensniederlassungen in der jeweiligen Unternehmenskultur verankern? Auf einem Workshop wurde diese Frage von Albert Kehrer (PROUT AT WORK) und Stefanie Schmidt (LSVD-Bundesvorstand) im Rahmen der PROUT AT WORK-Konferenz 2016„Netzwerk 4.0 – ready for future !?“ gestellt . In Europa sind die rechtlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für LGBT recht unterschiedlich – eine Patentlösung gibt es nicht, so resümierten die Teilnehmenden nach dem Workshop. Das „Rom/Botschaft/Anwalt“-Modell bietet jedoch eine erste Möglichkeit, Herausforderungen und Strategien für Unternehmen zu strukturieren. Monika Wienbeck (Bayer AG) hat die Ergebnisse der Arbeitsgruppen visualisiert.

lsbt im ausland

 

 Stefanie Schmidt

LSVD-Bundesvorstand

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