Die Salonfähigen

Wie Medien über Lesben, Schwule, Bisexuelle und transgeschlechtliche Menschen (nicht) berichten

Geschlechtsumwandlungen“, „Vorher/Nachher-Porträts“, „Schwulenehe“ und „schrille Paraden“. Allesamt klischeehafte Darstellungsformen in der Berichterstattung über Lesben, Schwule, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen. Die Bundesvereinigung Trans* (BVT*) und der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) klären auf über Möglichkeiten einer respektvollen und diskriminierungsfreien Berichterstattung.

Die Salonfähigen“ ist eine gemeinsame Veranstaltungsreihe des LSVD, Leidmedien.de und Neue deutsche Medienmacher über Sprache und Bilder in den Medien.

Fotos: Andi Weiland | Gesellschaftsbilder.de

 

Roma Biennale in Berlin unter dem Motto COME OUT NOW!

LSVD im Bündnis Solidarität mit den Sinti und Roma Europas

Anlässlich des Welt-Roma-Tages lud das Bündnis für Solidarität mit den Sinti und Roma Europas zur ersten selbstorganisierten Roma-Biennale von und mit Künstler*innen aus ganz Europa unter dem Titel COME OUT NOW! ein. Sie fand vom 7. bis zum 10. April 2018 im Berliner Maxim Gorki Theater statt. Mit dem ROMADAY wird alljährlich an den ersten Welt-Roma-Kongress am 8. April 1971 erinnert und damit der Anfang der weltweiten Emanzipationsbewegung der Roma und Sinti gewürdigt. Am Sonntag, 8. April, wird es einen Umzug vom Sinti und Roma-Denkmal über DAS Brandenburger Tor und Unter den Linden zum Maxim Gorki Theater geben. Zwischen 13.00 und 14.00 Uhr werden vor dem Denkmal einzelne Vertreter*innen des Bündnisses und Gäste zu Wort kommen. Dazu zählen auch die Redner*innen Jana Mechelhoff-Herezi von der StiftungDenkmal, Dotschy Reinhardt vom Landesrat der Roma und Sinti, RomnoKher Berlin-Brandenburg e.V., Helmut Metzner vom LSVD Bundesverband, Micky Fuhrmann vom Zentralrat der Juden in Deutschland, Hamze Bytyci vom RomaTrial, die Zeitzeugen Petra und Franz Michalski und Romeo Franz von der Hildegard Lagrenne Stiftung.

 

 

Fotos: © Nihad Nino Pušija 

Ergebnisse der Konferenz „Time to react – zivilgesellschaftliche Handlungsspielräume stärken“

Erste Konferenz zur Thematik “Shrinking Spaces” mit Fokus auf LSBTI

Nach jahrelangen Erfolgen emanzipatorischer Bewegungen weltweit gibt es seit einiger Zeit eine gefährliche Gegenbewegung: Die Einschränkung der Handlungsspielräume von zivilgesellschaftlichen Organisationen und Gruppen. Im internationalen Kontext spricht man von „shrinking spaces“, auf Deutsch enger werdende Räume. Durch Maßnahmen wie beispielsweise Gesetze zur Wahrung nationaler Werte, das Verbot, der Finanzierung aus dem Ausland und durch Verwaltungsvorschriften, aber auch durch Effekte von internationalen Gesetzen zur Bekämpfung von Geldwäsche wird überall auf der Welt die tägliche Arbeit von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) erschwert. Vorrangig betrifft das die Einschränkung der Vereinigungsfreiheit und die Meinungsfreiheit. Begleitet wird das häufig von Schmutzkampagnen, medialer Hetze und Hass gegen Minderheiten. weiter…

22 Frauen heiraten am Weltfrauentag in Saarbrücken

(c) privatAls Dank für seinen jahrzehntelangen Einsatz ist der LSVD zur Hochzeit eingeladen

Wie habt ihr euch kennengelernt?

Wir sind elf Paare, die sich für den 8.März zusammengetan haben. Da gibt es viele „Kennenlerngeschichten“: von der Liebe auf den ersten Blick in der Disco, über die „Nachhilfe“ von FreundInnen und Verwandten (heute würde man das Blind Date nennen), Begegnungen in Frauenferienhäusern, bis hin zu Kontaktanzeigen in der Zeitung.

Was bedeutet euch die Eheöffnung für gleichgeschlechtliche Paare?

Sicher auch für viele Lesben eine Erleichterung. Für uns (in diesem Fall: für uns Lesben) ist mit dem Beschluss der Bundesregierung verbunden, dass wir vor dem Gesetz keine diskriminierte Minderheit mehr sind. Der jahrzehntelange Kampf vor allem vom LSVD und einigen Politiker*innen hat eine für uns ganz wesentliche (staatliche) Diskriminierung beendet: wir sind jetzt auch „normal“… weiter…

Die Umstände, unter denen sie leben, sind inakzeptabel, aber sie selbst sind stark und voller Schönheit.”

"Game Girls" von Alina SkrzeszewskaInterview mit der Alina Skrzeszewska, Regisseurin von Game Girls

Wie sind sie auf die Idee zum Film gekommen?
Im Grunde entstand die Idee bereits während der Dreharbeiten für meinen letzten Film. Ich wohnte in den Jahren 2007/2008 in einem sogenannten SRO (Single Room Occupancy) Hotel in der Skid Row Gegend in Los Angeles. Der Film, den ich damals drehte, porträtierte meine Nachbarn, und diese waren hauptsächlich Männer. Daher wurde der Film ein Film über Männer (Songs from the Nickel, 2010). Ich wollte damals bereits einen weiteren Film drehen, diesmal über Frauen in Skid Row. Es dauerte dann aber ein paar Jahre, bis alles soweit war, dass ich mit Game Girls loslegen konnte. Ich suchte nach einem neuen Ansatz. Den fand ich dann ich dann in der Idee, einen Workshop in der Gegend zu organisieren. weiter…

Wie Kultur die Kultur verändert

Ein Bericht über das erste Queer Film Festival in Tunesien

In einem Land, in dem Homosexualität noch mit Gefängnisstrafen von bis zu drei Jahren bestraft wird und zu einem Zeitpunkt, in der Menschen wegen ihrer schwierigen wirtschaftlichen Situation und neu beschlossenen finanziellen Belastungen im ganzen Land auf die Straße gehen, ein queeres Film Festival zu veranstalten, ist schon sehr mutig. Die Leute von Mawjoudin sind mutig! weiter…

Die offene Gesellschaft braucht Vorwärtsverteidigung. So können wir alle dazu beitragen, dass diese hässliche Renaissance der Ressentiments eine kurze Epoche bleibt.”

Matthias Janssen, Landesvorstand LSVD HessenRede von Dr. Matthias E. Janssen (Vorstand LSVD Hessen) anlässlich der ‚Demo für Vielfalt und Liebe‘ am 20. Januar 2018 in Frankfurt

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter für eine offene Gesellschaft,

Wir haben uns heute hier versammelt um jeder Form von Hass ein deutliches NEIN entgegenzurufen. Stattdessen sagen wir JA zur Freiheit: zur Freiheit zu glauben, was man will, zur Freiheit zu leben, wo man will, und zur Freiheit, zu lieben, wen man will. Wer die Grundrechte einer Gruppe in der Gesellschaft angreift, der greift uns alle an.

Akzeptieren heißt anerkennen, tolerieren bedeutet nur erdulden, daher fordern wir mit Fug und Recht Akzeptanz. Die angeblich besorgten Eltern, die einen „Gender-Wahn“ beklagen, Pegida-Marschierer und die AfD-Nationalisten, die gegen Flüchtlinge anschreien, die religiösen Fundis aller Art, die uns zur Hölle wünschen, sie alle haben etwas gemeinsam: Sie können die Vorstellung nicht ertragen, dass Lesben, Schwule oder Transgender Menschen die gleiche Würde haben und mit gleichen Rechten ausgestattet sind wie sie selbst. Sie betrachten uns als minderwertig, um sich selber besser zu fühlen. weiter…

Miteinander stärken in Dortmund

Drittes Vernetzungstreffen des LSVD-Projekts

Das LSVD-Projekt „Miteinander stärken. Rechtspopulismus entgegenwirken“ fördert die Akzeptanz von LSBTI*. Die Stärkung von LSBTI*, ihren Verbündeten und Fachkräften steht dabei ebenso im Vordergrund wie
der Aufbau zivilgesellschaftlicher Allianzen gegen Homophobie und Transfeindlichkeit, ebenso gegen die Diskriminierung von Inter*, Rassismus, Antisemitismus sowie gegen jede weitere Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Auf dem regionalen Vernetzungstreffen in Dortmund wurden gemeinsam Strategien entwickelt und Anforderungen an Politik und Gesellschaft formuliert.

www.miteinander-staerken.de

 

Es ist eine Bewegung entstanden…“

Dawn Cavanagh, Geschäftsführerin von CAL beim LSVD (August 2015)Masakhane — Der Projektbesuch bei der Coalition of African Lesbians in Südafrika und Botswana
 
Seit 2014 läuft das Projekt Masakhane zur Stärkung von Lesben, Bi und Trans* im südlichen Afrika. Finanziert wird dieses Vorzeigeprojekt vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und von filia. Die Coalition of African Lesbians (CAL) führt das Projekt unter Leitung vom LSVD und filia durch. Vom 14. bis 25. Juni reisten Uta Schwenke (Bundesvorstandsfrau beim LSVD) und Sonja Schelper (filia-Geschäftsführerin) nach Südafrika und Botswana, um sich über die Ergebnisse des nun bald endenden Projektes zu informieren.

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Cultures of acceptance – On the roles of (Diaspora) literature

Olumide Popoola and Elnathan John in Berlin

Artikel auf Deutsch

Olumide Popoola, a German-Nigerian author and performer, has just returned from a reading tour in Nigeria to present her new book When We Speak of Nothing.

Olumide Popoola and Elnathan John at Afrika-Haus Berlin, photo: Afrika-HausPopoola’s novel tells the story of Karl, a young black Londoner, who travels to Nigeria for the first time at the age of 18 to visit his father, whom he has never met, in Port Harcourt. Karl is a trans man whose passport still shows the sex he was assigned at birth. In Port Harcourt he gets a serious case of culture shock, remains much longer than planned, falls in love, and loses contact with his best friend Abu in London. It is a novel about friendship and what it means to grow up black in London today. weiter…