Wen wählen LGBTIQ* bei der Bundestagswahl?

Ergebnisse der Wahlstudie

Welche Parteien wählen Lesben, Schwule, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen bei der Bundestagwahl am 24. September 2017? Welche politischen und gesellschaftlichen Themen beschäftigen die LGBTIQ-Community? Welche Themen sind wahlentscheidend? Über 5.000 Menschen haben sich an der ersten bundesweiten LGBTIQ-Wahlstudie zu einer Bundestagswahl beteiligt. In Kooperation mit dem Lesben- und Schwulenverband (LSVD) hat ein Forschungsteam der Universität Gießen und der Universität Wien diese parteiunabhängige, nicht-kommerzielle Studie durchgeführt. Im internationalen Vergleich ist es die LGBTIQ*-Wahlstudie mit dem größten Sample. Die Ergebnisse wurden am 18.09.2017 im Café Ulrichs in Berlin-Schöneberg vorgestellt.

 

Crowdfunding für die LGBTIQ-Wahlstudie

LSVD-Pressemeldung zu den Ergebnissen

Gleiche Rechte, Vielfalt und Respekt – was wollen die Parteien anlässlich der Bundestagswahl 2017

LSVD-Dossier „Die AfD – eine unberechenbare Alternative

 

 

Time to react – Creating an enabling environment for civil society

Invitation to the International conference at the German Federal Foreign Office in Berlin, 1 June 2017

Despite positive developments and stronger movements toward democracy in many countries, the opposite tendency is also evident on a global scale. Civil societies are under threat from actions taken not only by authoritarian but also by democratic governments.

“Before I knew what that ? `shrinking space’ was supposed to mean, our organization was affected“, says Henri Tiphagne, Director of People’s Watch in India. Many different types of action are restricting civil society. These include legally enacted legislation or administrative regulations that affect women’s rights groups, foundations, human rights organizations, and land rights and environmental protection work. They also include relatively new laws designed to protect national values or identities, which are used to criminalize vaguely defined unpopular political action. NGOs are finding it increasingly difficult to meet the registration requirements in many countries. New laws also make it harder to receive funding from abroad.

Organizations for lesbians, gays, bisexuals, transgender and intersex people (LGBTI) have long faced registration challenges, especially in countries that criminalize homosexual acts. weiter…

Time to react – Handlungsspielräume für die Zivilgesellschaft stärken

Einladungstext zur Internationalen Konferenz im Auswärtigen Amt Berlin am 1. Juni 2017

Trotz der positiven Entwicklung und Stärkung der Demokratiebewegungen in vielen Ländern gibt es eine entgegengesetzte globale Tendenz. Zivilgesellschaften sind bedroht durch Maßnahmen von autoritären, aber auch von demokratischen Staaten.

“Before I knew what that „shrinking space“ was supposed to mean, our organization was affected“, sagt Henri Tiphagne, Direktor der indischen Nichtregierungsorganisation (NRO) People’s Watch. Die Maßnahmen haben viele Formen, es sind formal rechtgemäße Gesetze und Verwaltungsvorschriften, die Frauenrechtsgruppen, Stiftungen, Menschenrechtsorganisationen und Organisationen betreffen, die zu Landrechten oder Umweltschutz arbeiten. Relativ neue Gesetze zur Wahrung nationaler Werte oder Identität stellen vage politisch missliebiges Handeln unter Strafe. Die notwendige Registrierung von NROs wird erschwert. Internationale Anti-Geldwäschegesetze beeinträchtigen die Arbeit. Die Finanzierung von Organisationen aus dem Ausland wird schwieriger.

Organisationen, die für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans* und Inter* (LSBTI) arbeiten, kennen seit langem Probleme mit Registrierungen, besonders in Staaten, die homosexuelle Handlungen unter Strafe stellen. weiter…

Transgender-Bewegung in Russland und Deutschland

Transgender-Bewegung in Russland und Deutschland - Workshop in HamburgBilateraler Austausch über Probleme und Errungenschaften, Unterschiede und Ähnlichkeiten sowie Herausforderungen für die LGB-Bewegung

Im Rahmen der Jugendbegegnungsmaßnahme zwischen den beiden Partnerstädten Hamburg und Sankt Petersburg fand am 03. August 2017 ein Tagungsworkshop mit 16 russischen und deutschen Jugendlichen und jungen Erwachsenen statt. Die Veranstaltung wurde initiiert und organisiert vom LSVD Hamburg, gefördert vom Auswärtigen Amt, der Freien und Hansestadt Hamburg sowie der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch (#CivilSocietyCooperation). 

Im Impulsreferat der St. Petersburger*innen und der anschließenden Fragerunde wurden vor allem folgende Themen diskutiert. weiter…

Marriage Equality in Germany – A Time Line

7th July 2017: The Same-Sex Marriage Act passes the Bundesrat on 7th July. The act passes both chambers without a change to the constitution.

30th June 2017: Vote in the Bundestag: 393 deputies vote for equality, 226 are against, and four abstain.

28th June 2017: The Bundestag Committee on Legal Affairs recommends by majority vote that marriage should be opened to same-sex couples on the basis of the bill drafted by the Bundesrat.

27th June 2017: CDU and CSU permit their deputies to vote as they wish – there is no party whip on the vote.

26th June 2017: In a TV panel discussion, Chancellor Merkel softens her opposition to same-sex marriage and suggests the issue should be the subject of a free (conscience) vote in parliament.

25th June 2017: In his speech at the SPD party conference, SPD candidate for chancellor Martin Schulz vows he will not sign a coalition agreement that does not pledge to introduce same-sex marriage.

24th June 2017: FDP Chairman Christian Lindner also declares: no coalition without same-sex marriage.

17th June 2017: At their party conference, the Green Party make same-sex marriage a condition of a post-election coalition.

April 2017: The LSVD adopts a resolution on its petitions for the Bundestag election 2017. Among other issues, we ask all the parties: do you undertake only to sign a coalition agreement if it contains a pledge to legalize same-sex marriage? weiter…

Right-to-marry: five nail-biting days in June

Axel Hochrein (LSVD-Bundesvorstand) - Foto: privatDid the Chancellor publish her change of stance one day too early? Or was she bowing to the inevitable, and clearing the same-sex marriage issue out of the way before election campaigning kicked off in earnest? We’ll probably never know for certain. After over a quarter of a century of struggle and debate, Merkel’s statement changed the legalization of same-sex marriage from a matter of time to one of five days.

June 2017
All of Merkel’s potential coalition partners following the September elections to the Bundestag – the Greens, FDP, and SPD – pledged they would not join a coalition government that did not commit to legalizing same-sex marriage. Germany’s Gay and Lesbian Federation LSVD had already called for such a commitment in its pre-election questions canvassing the views of the political parties. At its AGM in April, the LSVD set out its demands regarding the 2017 elections, including the question: will you sign a coalition agreement only if includes a pledge to introduce same-sex marriage (point 2.3.)? The pledges from other parties have left Merkel and her party with no room to maneuver.
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Denkmal für die erste homosexuelle Emanzipationsbewegung

Impressionen von der Einweihung des  „Magnus-Hirschfeld-Denkmals“ am 07. September 2017 in Berlin

Ich wähle gleiche Rechte, Vielfalt und Respekt

LSVD beim CSD in Halle

Politik hat die Aufgabe, ein diskriminierungsfreies Lebensumfeld für alle zu schaffen. Sie muss es allen Menschen garantieren können, zu jederzeit, an jedem Ort und ohne Angst vor Anfeindung verschieden sein zu können; sei es in der Schule, im Sportverein, im Pflegeheim, im öffentlichen Raum oder am Arbeitsplatz. Unter dem Motto „Blockaden brechen – Respekt wählen! Gemeinsam für Freiheit und gleiche Rechte“ erhebt der LSVD sieben Forderungen zur Bundestagswahl 2017: www.lsvd.de/btw2017

Ehe Für Alle – eine Chronik

07. Juli 2017: Der Bundesrat beschließt bereits am 7. Juli die einfachgesetzliche Ehe-Ööffnung endgültig.

30. Juni 2017:  Abstimmung im Bundestag: 393 Abgeordnete stimmen für Gleichstellung, 226 dagegen und vier enthalten sich.

28. Juni 2017: Der Rechtsausschuss des Bundestages empfiehlt mehrheitlich, dass die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare auf Grundlage des Gesetzentwurfes des
Bundesrats geöffnet werden soll.

27. Juni 2017: CDU und CSU heben den Fraktionszwang auf.

26. Juni 2017: Kanzlerin Merkel rückt auf einer Podiumsdiskussion von ihrer Blockade bei der Ehe-Öffnung ab und schlägt die Freigabe der Abstimmung im Parlament als Gewissensfrage für die Abgeordneten vor.

25. Juni 2017: Der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz verpflichtet sich in seiner Rede beim SPD-Bundesparteitag: „Ich werde keinen Koalitionsvertrag unterschreiben, in dem die Ehe für alle nicht verankert ist.“

24. Juni 2017: Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner erklärt ebenfalls: Ohne Ehe für alle keine Koalition

17. Juni 2017: Auf ihrem Parteitag machen die Grünen die Ehe für alle zur Koalitionsbedingung

April 2017: Der LSVD verabschiedet auf seinem 29. LSVD-Verbandstag seine Forderungen zur Bundestagswahl 2017. U.a. möchten wir von den Parteien wissen: Werden Sie einen Koalitionsvertrag nur dann unterzeichnen, wenn darin die Öffnung der Ehe enthalten ist (2.3.)?

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„Time To React – zivilgesellschaftliche Handlungsspielräume stärken“

Fotos der internationalen Konferenz „Time to react“ vom 1. Juni 2017 im Auswärtigen Amt

Fotos: Caro Kadatz