Where Love Is Illegal

Ausstellung über LSBTI in Tunesien

Was wäre, wenn Du für Deine Liebe ins Gefängnis kommen könntest? Was, wenn Du Dich vor Deiner Familie verstellen müsstest, weil sie Dich sonst verstoßen würden? Was wäre, wenn du jede Minute damit rechnen müsstest, auf der Straße angegriffen zu werden – wegen Deiner Kleidung, Deines Aussehens? Stell Dir vor, Du darfst nicht leben wie du willst: Wärest Du mutig genug, für Deine Rechte zu kämpfen?

Porträts von tunesischen LSBTI des neuseeländischen Fotografen Robin Hammond sind in der Ausstellung „Where Love Is Illegal“ vom 06.-27. November in der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin zu sehen. In dieser Fotoausstellung erzählen Lesben, Schwule, bisexuelle, transgeschlechtliche und queere Menschen aus Tunesien ihre Geschichten. Die Welt soll wissen, dass sie nicht verstummen werden.

Eine Veranstaltung der Hirschfeld-Eddy-Stiftung des Lesben- und Schwulenverbands (LSVD) in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Böll-Stiftung.

 

„Du förderst Individualität und schaffst es gleichzeitig, das Gefühl für Rücksicht auf Andere zu vermitteln“

Kathrin Schuchardt © Jenny RennerLaudatio von Jenny Renner, Mitglied des LSVD-Bundesvorstands und Sprecherin des LSVD Thüringen, anlässlich der Verleihung des Kommunikationspreis 2017 KAIROS des Landesfrauenrats Thüringen an Kathrin Schuchardt. Auf Vorschlag des LSVD Thüringen wurde Kathrin ausgezeichnet.

Kairos – griechisch – das bedeutet der Zeitpunkt einer günstigen Ent-scheidung, dessen ungenutztes Verstreichen nachteilig sein kann.
In der Philosophie bedeutet Kairos als „der entscheidende Augenblick selbst“ klassifiziert.

Liebe Kathrin Schuchardt, oder besser gesagt liebe Schuchi,

als Vertreterin des Lesben- und Schwulenverbandes Thüringen habe ich heute die besondere Ehre, zu begründen, wieso du die diesjährige wunderbare Preisträgerin des KAIROS – Kommunikationspreises des Landesfrauenrates Thüringen bist.

Wie alle hier Anwesenden sicher wissen, soll mit dem Preis ein besonderes Engagement im Interesse von Frauen und gelebter Gleichstellung gewürdigt werden. Und für uns als LSVD Vorstand war ziemlich schnell klar, dass wir der Idee folgen möchten, dich als diesjährige Preisträgerin vorzuschlagen. Ehrlich gesagt, dauerte die Entscheidung nicht mal eine Minute. Erst danach im Gespräch fielen uns immer mehr Gründe ein, dass du genau der richtige Mensch, die richtige Frau für diesen Preis bist. weiter…

Was ist möglich in Russland?

LGBTI-Jugendliche beim Austausch im August 2017 auf der Haseninsel in Sankt Petersburg (c) Ben ReichelSankt Petersburg: Jugendaustausch in Zeiten der Krise

 Aus Anlass des 60-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft Hamburg – Sankt Petersburg fand vom 24. bis 28. August 2017 in Sankt Petersburg/Russland ein internationaler Jugendaustausch statt. Während die Jugendlichen aus Hamburg die Stadt und ihre Austauschpartner*innen kennen lernten, rangen die Behörden der beiden Städte im Hintergrund tagelang an einer gemeinsamen Erklärung. Die Zivilgesellschaft in Deutschland hat es geschafft, dass LGBTI auch durch staatliche Förderungen gegen Diskriminierungen geschützt werden sollen – in der Russischen Förderation dagegen ist das „Propagieren von nicht-traditionellen sexuellen Beziehungen“ verboten, wenn Jugendliche davon Kenntnis nehmen können. Eine kritische Zivilgesellschaft ist allgemein nicht gewünscht. weiter…

„Lasst uns gemeinsam streiten für eine vielfältige Gesellschaft, in der die Individualität jedes Menschen geachtet und respektiert wird. „

Rede von Jenny Renner, LSVD-Bundesvorstand, bei der Demo gegen Hass und Rassismus im Bundestag

Liebe Mitmenschen,

ab dem 24.10.2017 wird eine Partei im Bundestag sitzen, die unberechenbar, radikal und zutiefst homophob und transphob auftritt.

Man darf sich dabei auch nicht von einer lesbischen Spitzenkandidatin täuschen lassen.

Die Abgeordneten dieser Partei wollen  eine autoritäre, antiliberale und völkisch-homogene Gesellschaft zur Leitkultur erheben.  

Sie stehen nicht wie wir für gleiche Rechte, Vielfalt und Respekt. Menschen werden als Menschen zweiter Klasse behandelt, wenn sie mit ihrem Aussehen, Leben und Lieben gegen Vorstellungen verstoßen, wie vermeintlich normale Männer und Frauen zu sein haben. Lesben, Schwule, Bisexuelle, transsexuelle und intergeschlechtliche Menschen werden abgewertet und beleidigt. Die Partei arbeitet mit Diffamierung und Polemik. weiter…

Gemeinsam für Vielfalt und Respekt

LSVD-Bund-Länder-Treffen 2017 in Würzburg

Mehr lesbische* Sichtbarkeit

Konstanze Gerhard und Marion Lüttig vom LSVD bei der EL*C (c) Konstanze GerhardBericht von der Europäischen Lesben* Konferenz in Wien

Exakt 502 Teilnehmerinnen aus 45 Ländern kamen zur European Lesbian* Conference (EL*C) vom 5. bis 8. Oktober nach Wien. Die Konferenz stand unter dem Motto: Mehr Sichtbarkeit für lesbische Frauen. Organisiert wurde die EL*C von 18 Frauen aus verschiedenen europäischen Ländern, die sich während des ILGA-Treffens 2016 auf Zypern zusammen gefunden hatten. Finanziert wurde die Konferenz von unterschiedlichen Sponsor*innen wie der Heinrich Böll Stiftung, ma ma cash, arcus Stiftung, ILGA Europe, Hannchen Mehrzweck Stiftung und der filia Frauenstiftung, um nur einige zu nennen. Die Konferenzsprache war Englisch.

Der LSVD wurde auf der Konferenz durch Konstanze „Konny“ Gerhard und Marion Luettig (Landesvorstand Baden-Württemberg) repräsentiert.

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Endlich JA

LSVD-Fotoaktion

Zur Eheöffnung am 01.10.2017 startet der LSVD die Fotoaktion „Endlich Ja“ und veröffentlicht Fotos von Paaren, die nun heiraten bzw. ihre Lebenspartnerschaft in eine Ehe umschreiben lassen. Interessierte Paare bitten wir, ihre Hochzeitsfotos an presse@lsvd.de einzusenden.

 

Markus Ulrich
LSVD-Pressesprecher

„Lieber Eddi, Du fehlst dieser Welt.“

Eduard Stapel

Trauerrede für Eduard Stapel

Liebe Trauergäste, wie kann man ein Leben wie das von Eduard („Eddi“) Stapel in wenigen Minuten würdigen?

Ich fange es politisch an: Ab morgen können schwule und lesbische Paare heiraten. Morgen ist der Tag, an dem Lesben und Schwule in Deutschland erstmals rechtlich völlig gleichgestellte Bürgerinnen und Bürger dieses Landes werden – nach Jahrhunderten der Unterdrückung, der Ausgrenzung, der Verfolgung, der Diffamierung als Dekadente, Kranke, Sünder oder Verbrecher.

Eddi hat unendlich viel dazu beitragen, dass der morgige Tag endlich Wirklichkeit werden kann. Und es ist so bitter, dass wir heute von ihm Abschied nehmen müssen. Ich bin sehr froh, dass Eddi immerhin den Beschluss des Bundestages zur Ehe für alle Ende Juni noch miterleben konnte.

Ich will nicht unbescheiden sein, aber ohne den Lesben- und Schwulenverband (LSVD) wären dieser und viele andere Erfolge so nicht gekommen. Erfolge, die dazu führen, dass wir Lesben und Schwule heute so frei leben können wie noch nie zuvor in der Geschichte.

Und Eddi, er hat den Stein dafür ins Rollen gebracht, war die treibende Kraft bei der Gründung des LSVD. Als unser Verband am 18. Februar 1990 in Leipzig noch als „Schwulenverband in der DDR“ (SVD) aus der Taufe gehoben wurde, wurde Eddi ganz selbstverständlich sein erster Sprecher und Geschäftsführer. weiter…

Endlich JA

Hamburg feiert die ersten gleichgeschlechtlichen Ehepaare

Endlich JA

Erste gleichgeschlechtliche Eheschließung in Berlin

Am 1. Oktober 2017 um 9.30 Uhr fand die deutschlandweit erste gleichgeschlechtliche Eheschließung im Rathaus Schöneberg statt. Bodo Mende (60) und Karl Kreile (59) haben 38 Jahre auf diese Möglichkeit gewartet. Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, das Standesamt Tempelhof-Schöneberg und der LSVD Berlin-Brandenburg luden zusammen mit dem Paar die Gäste und die Presse ein.

Endlich Ja – Wir feiern die Ehe für Alle. LSVD startet Fotoaktion