Wenn niemand zurückgelassen werden soll …

Konferenz in MontevideoKonferenz in Montevideo: LSBTI in den UN-Nachhaltigkeitszielen

Schon im Vorfeld der globalen LSBTI-Menschenrechtskonferenz “Non violence, non discrimination and social inclusion” in Montevideo hatten sich vier Arbeitsgruppen gebildet, um die Konferenzthemen vorzubereiten. Sie bestanden aus jeweils zehn Vertreter_innen der Regierungen und der Zivilgesellschaft. Die Themen waren internationale und regionale Diplomatie, Koordination von Unterstützung und Abstimmung der Geberländer und privater Stiftungen, Gesetzgebung und Einschränkung der Handlungsspielräume für die Zivilgesellschaft sowie UN-Nachhaltigkeitsziele und LSBTI-Inklusion, die Arbeitsgruppe, in der ich mich engagierte. weiter…

„Denn egal wo heute Homosexuelle verfolgt, misshandelt oder inhaftiert werden, dürfen wir nicht schweigen, dürfen wir nicht wegsehen.“

Christian Lange. Foto: Kugler / Presse- und Informationsamt der BundesregierungDokumentation der Rede des Parlamentarischen Staatssekretärs beim Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz, Christian Lange MdB, anlässlich der Global LGBTI Human Rights Conference – Non Violence, Non Discrimination and Social Inclusion am 13. Juli 2016 in Montevideo.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich freue mich, heute auf der Global LGBTI Human Rights Conference – Non Vio-lence, Non Discrimination and Social Inclusion – zu Ihnen sprechen zu können. Und insbesondere freue ich mich natürlich, dass wir hier in diesem wunderschönen Montevideo die Equal Rights Coalition ins Leben rufen wollen.

Doch bevor ich mit meiner kurzen Keynote beginnen möchte, erlauben Sie mir bitte, ein paar persönliche Sätze zu Ihnen sagen zu dürfen. weiter…

„Non violence, Non Discrimination and Social Inclusion“

Konferenzzentrum MontevideoEröffnung der Konferenz Global LGBTI Human Rights in Montevideo

Die Eröffnungsrede hielt der uruguayische Außenminister Rodolfo Nin Novoa. Er hob die Bedeutung der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele und die LSBTI-Inklusion hervor. Es gehe bei der Agenda 2030 um den Schutz und die Rechte von besonders verletzlichen Personengruppen. Zudem begrüßt er, dass der UN-Menschenrechtsrat auf lateinamerikanische Initiative vor zwei Wochen beschlossen hat, eine/n unabhängige/n Menschenrechtsexpert/in für LSBTI-Belange zu installieren, damit das Bewusstsein für die Belange und Rechte von LSBTI geschärft werde. Es sollen keine kulturellen Werte eingeführt oder aufoktroyiert werden, sondern es geht um Menschen- und Bürgerrechte. Jede Form von Gewalt gegen Minderheiten müsse bekämpft werden. Deshalb seien die anwesenden Regierungen eingeladen, die Initiative für eine Koalition der gleichen Rechte zu unterzeichnen. weiter…

Die UN-Nachhaltigkeitsziele und LSBTI-Inklusion

image18_3741Dokumentation des Kapitels aus dem Bericht Deutschland und die UN-Nachhaltigkeitsagenda – noch lange nicht nachhaltig. Darin legen 40 Expertinnen und Experten dar, wie es aus zivilgesellschaftlicher Perspektive nach Verabschiedung der 2030-Agenda um deren Umsetzung in, mit und durch Deutschland steht. Die Agenda wurde im September von 193 Staaten in New York verabschiedet und gilt für alle Länder gleichermaßen – auch für Deutschland.

Im September 2015 versammelten sich die Staats- und Regierungschefs der UN-Mitgliedsstaaten in New York zum größten Gipfel der Geschichte. Sie verabschiedeten die Agenda 2030 mit 17 Zielen für die nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs). Diese Nachhaltigkeitsziele sollen in den kommenden 15 Jahren als Leitlinien der Politik dienen. Es geht nunmehr um die Frage, wie diese für alle Staaten geltenden Ziele auf der lokalen, nationalen und internationalen Ebene wirksam und ernsthaft umgesetzt werden, wie weltweit in allen Politikbereichen ein grundlegender Wandel hin zu mehr Nachhaltigkeit angestoßen wird. Die Agenda 2030 soll den Grundstein legen für eine gestärkte globale Partnerschaft, die gemeinsame Verantwortung für das globale Gemeinwohl soll gestärkt werden. Des Weiteren beinhaltet die Agenda 2030 einen starken Überprüfungsmechanismus mit regelmäßiger Berichterstattung und bekräftigt den Multi-Akteurs-Ansatz, der besagt, dass nachhaltige Entwicklung nur erreicht werden kann, wenn alle Akteur_innen Verantwortung übernehmen.

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Impressionen vom CSD Köln

Fotos: Stefan Freihaut / LSVD

Support and Advocacy for Intersex in Uganda

Julius Kaganzi KaggwaStatement of Julius Kaganzi Kaggwa, Director of SIPD Uganda

Support Initiative for People with Congenital Disorders Uganda (SIPD) is based in Kampala and we work with clients in Kampala but have our outreach in 50 districts outside of Kampala, covering Western, Eastern, Central, and Northern Uganda, with a client base of 1.400 clients. These comprise intersex and gender non-conforming children and youth and some adults. We provide information, support parents of intersex children, advocate for intersex persons rights, create awareness, provide public education, and do capacity building for stakeholders. This is done through public meetings, radio and television broadcasts, newspaper articles, documentaries and these are distributed through community meetings, local and regional partners, district health centers, parents. They are distributed to policy makers in government, healthcare workers in the community, government ministries (health and education), parents, clients, and general public during mainstream meetings to which we are invited. weiter…

Sport hat die Kraft hat, Menschen zusammenzubringen

LSVD-Bundesvorstand Axel Hochrein und Dirk Behmer vom DüsselCupLaudatio auf Dirk Behmer zur Verleihung der Kompassnadel 2016 vom Schwulen Netzwerk NRW (02.07.2016)

„Sport has the power to change the world. It has the power to inspire. It has the power to unite people in a way that little else does. Sport can awaken hope where there was previously only despair. “ Nelson Mandela
Laureus World Sports Awards 2000 in Monaco

Lieber Dirk,
Sehr geehrte Damen und Herren,
Liebe Freundinnen und Freunde,

„Sport hat die Kraft die Welt zu verändern“, sagte Nelson Mandela. Und es gibt viele Bereiche, wo die Welt verändert werden muss. Wo wir Menschen eine Richtungsänderung vornehmen müssen, nicht nur für eine Welt die lebenswerter ist, sondern für eine Welt, die für alle Menschen dort lebenswert ist, wo sie zu Hause sind. Damit sie nicht von ihrem zuhause fliehen müssen, wegen Krieg, Hunger, ihrer ethnischen Zugehörigkeit, der Religionszugehörigkeit oder weil sie schwul, lesbisch, trans* oder intersexuell sind.  Und deswegen ihre Gefühle verstecken und sich verstellen müssen, wenn sie nicht gesellschaftlich geächtet, beleidigt oder verletzt werden wollen, wenn sie nicht riskieren wollen im Gefängnis zu landen, oder sogar vor der Todesstrafe fliehen müssen, die ihnen in 7 Ländern dieser Welt immer noch droht. weiter…

Regenbogenfamilienseminar 2016

RGFS_1Vom 30.09.-02.10 in Stuttgart

Es ist soweit: Das Programm für das Regenbogenfamilien-Seminar des LSVD Baden-Württemberg im Herbst 2016 steht. Alle Regenbogenfamilien und solche, die es werden wollen sind herzlich eingeladen und können sich hier anmelden. Ein breites Programm erwartet uns, das in zahlreichen Workshops und Vorträgen u.a. Themen wie Kinderwunsch, Kinder und Paarbeziehung, Pflegeelternschaft und Trennung aufgreift. weiter…

„Wer die Grundrechte auch nur einer Gruppe in der Gesellschaft angreift, der greift uns alle an.“

Hand in Hand gegen Rassismus - Kundgebung in Berlin (c) CampactDokumentation der Rede von LSVD-Bundesvorstand Günter Dworek bei der Auftaktkundgebung zur Menschenkette „Hand in Hand gegen Rassismus – für Menschenrechte und Vielfalt„, 19. Juni 2016, Berlin

Vor einer Woche wurden 49 Menschen in Orlando ermordet. Weil sie schwul oder lesbisch waren oder die Freundinnen und Freunde von Lesben, Schwulen und Transgender. Gestern haben 5.000 Menschen vor dem Brandenburger Tor der Opfer dieses grauenvollen Hassverbrechens gedacht. Heute stehen 9.000 Menschen am Oranienplatz zusammen für eine Gesellschaft der Vielfalt, gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit.

Wir sagen erneut NEIN zu jeder Form von Hass.

Wir sagen JA zur Freiheit: zur Freiheit zu glauben, was man will, zur Freiheit zu leben, wo man will, und zur Freiheit, zu lieben, wen man will.

Wenn in neuen „Mitte-Studie“ steht, dass 40 % es eklig finden, wenn wir uns küssen, dann sage ich dazu nur: Wir werden uns weiter küssen, dass es nur so kracht. weiter…

Regenbogen-Diplomatie

Athens Pride 2016Ausländische Botschaften unterstützen die CSDs in Athen und Warschau

Der diesjährige CSD in Athen stand unter dem Motto „Frauen werden gemacht, nicht als solche geboren / Männer werden gemacht, nicht als solche geboren“. Damit sollte ein besonderes Zeichen der Community für die Anliegen und alltäglichen Schwierigkeiten von Trans* gesetzt werden. Unsere Freund_innen in Warschau hatten sich für das Motto „Gleiche Rechte-Gemeinsame Sache“ entschieden. Beide CSDs wurden von einer großen Zahl ausländischer Botschaften in Griechenland und Polen unterstützt. weiter…