„Und ich mache trotzdem weiter“

Guido Schäfer, Klaus Jetz (beide Hirschfeld-Eddy-Stiftung), Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes, Anbid Zaman und Bürgermeister Andreas Wolter

Erfahrungen eines jungen schwulen Aktivisten aus Bangladesch

Die Botschaft ist klar: Anbid Zaman wird nicht aufgeben für die Freiheit zu lieben einzutreten – und das nach all dem, was ihn dieser Kampf bereits gekostet hat.

Im Juli des vergangenen Jahres kam der 21jährige Aktivist von Bangladesch nach Deutschland, nur drei Monate nach dem Attentat auf zwei seiner Freunde und Mitaktivisten – Xulhaz Mannan und Mahbub Tonoy. Anbid hatte sich bei der von Xulhaz gegründeten LSBT-Organisation Roopbaan engagiert. weiter…

Verabschiedung von Lisa Green

Unendlichen Dank für jahreslanges ehrenamtliches Engagement und die LSVD-Vertretung bei NELFA

Dr. Lisa GreenIm März 2017 wird Lisa Green ihr Amt als Vertretung des LSVD beim Network of European LGBTIQ* Families Associations (NELFA) abgeben. Wir danken ihr sehr, sehr herzlich für ihre Energie, Power und Zeit in den vielen Jahre des ehrenamtlichen Engagements, für die rechtliche und gesellschaftliche Anerkennung von Regenbogenfamilien.

Sie schreibt: „Ich schaue auf acht spannende Jahr zurück inklusive der vier bisherigen internationalen Regenbogenfamilien-Konferenzen, bei der ich immer mehrere Workshops zum Thema Kinder stärken und/oder Trennung in Regenbogenfamilien gehalten habe“. Außerdem hat Lisa NELFA zu einer in Brüssel ansässigen NGO mitaufgebaut, Netzwerke mit vielen internationalen LGBT-Aktivistinnen geknüpft und den LSVD bei allen bisherigen Jahresversammlungen der NELFA vertreten. weiter…

Mit dem Zweiten sieht man queer

Jenny Renner, ZDF-Fernsehrät*in © LSVD ThüringenSeit Mai 2016 hat der LSVD Thüringen einen Sitz im ZDF-Fernsehrat. Jenny Renner, Sprecher*in des LSVD Thüringen und Deutschlands erste queere Fernsehrät*in im Interview.

1.    Liebe Jenny, Du bist jetzt über ein halbes Jahr Deutschlands erste queere ZDF-Fernsehrät*in und sitzt für den LSVD Thüringen in einem der wichtigsten Gremien im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Wie wurdest Du dort aufgenommen? Wie ist die Arbeitsatmosphäre?

Entgegen einiger anders Lautender Vermutungen wurde ich sehr freundlich und offen im Fernsehrat aufgenommen. Sicherlich gab und gibt es einige inhaltliche Vorbehalte, wenn es um die Gleichstellung von LSBTI* geht, aber ich denke, wir sind im Gremium auf einem guten Wege, diese abzubauen und auch offen Fragen allgemeiner Natur zu besprechen.

Die Arbeitsatmosphäre in den Gremien ist natürlich sehr konzentriert und der fachlich-professionelle Austausch steht deutlich im Vordergrund. Dass natürlich auch hier und da politische Interessen mit eine Rolle spielen, ist nicht von der Hand zu weisen. weiter…

LSBT im Ausland

– Handlungsansätze für Unternehmen

Wie lässt sich die Inklusion von LSBT in ausländischen Unternehmensniederlassungen in der jeweiligen Unternehmenskultur verankern? Auf einem Workshop wurde diese Frage von Albert Kehrer (PROUT AT WORK) und Stefanie Schmidt (LSVD-Bundesvorstand) im Rahmen der PROUT AT WORK-Konferenz 2016„Netzwerk 4.0 – ready for future !?“ gestellt . In Europa sind die rechtlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für LGBT recht unterschiedlich – eine Patentlösung gibt es nicht, so resümierten die Teilnehmenden nach dem Workshop. Das „Rom/Botschaft/Anwalt“-Modell bietet jedoch eine erste Möglichkeit, Herausforderungen und Strategien für Unternehmen zu strukturieren. Monika Wienbeck (Bayer AG) hat die Ergebnisse der Arbeitsgruppen visualisiert.

lsbt im ausland

 

 Stefanie Schmidt

LSVD-Bundesvorstand

„Erneut sind kleine oder auch nicht so kleine Schritte zu einer Entsolidarisierung hier in unserer Gesellschaft festzustellen.“

GedenkfeierDokumentation der Ansprache von Ulrich Keßler, Vorstand des LSVD Berlin-Brandenburg, bei der Gedenkfeier für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen am 27. Januar 2017

Meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,

im Namen der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und des Lesben- und Schwulenverbandes begrüße ich Sie zu der heutigen Gedenkveranstaltung. Ausdrücklich begrüßen möchte ich die erschienenen Mitglieder des Deutschen Bundestages, des Berliner Abgeordnetenhauses und des Brandenburger Landtages, namentlich Petra Pau, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages sowie die Präsidiumsmitglieder des Berliner Abgeordnetenhauses und des Brandenburger Landestages, die anwesenden Partei- und Fraktionsvorsitzenden, als Vertreterin des Bundesregierung Staatssekretärin Elke Ferner, für den Berliner Senat Senatorin Katrin Lompscher, Senator Dr. Dirk Behrendt sowie Senator Dr. Matthias Kollatz-Ahnen, Christine Lüders, Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, den Superintendenten von Tempelhof-Schöneberg, Michael Raddatz, Vertreterinnen und Vertreter von Nicht-Regierungsorganisationen, der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld sowie von Parteien und Gewerkschaften. Angesichts der Witterung freut es mich aber auch besonders, dass nicht nur die Genannten – gerne – ihrer Dienstpflicht nachkommen, sondern dass auch wieder zahlreiche Privatpersonen erschienen sind. weiter…

Nie wieder, nie vergessen

Gedenkfeier am Denkmal

Der LSVD und die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas luden anlässlich des Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar zu einer Gedenkfeier am Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen in Berlin-Tiergarten ein. Wir danken den vielen Besucher*innen – darunter auch zahlreiche Abgeordneten von CDU, SPD, Linken, Grünen und FDP des Berliner Abgeordnetenhauses und des Brandenburger Landtages sowie des Deutschen Bundestages.

 

„Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. Und alle Menschen haben ein Recht darauf zu Leben und zu Lieben.“

Chemnitzer Gedenkfeier für die Opfer des NationalsozialismusDokumentation der Rede von Tom Haus, Landesvorstand des LSVD Sachsen, anlässlich der Chemnitzer Gedenkfeier für die Opfer des Nationalsozialismus

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, sehr geehrte Stadträt*Innen, meine Damen und Herren, liebe Freund*innen,

heute gedenken wir aller Opfer des Nationalsozialismus: der Opfer des Holocausts an den europäischen Juden, der Opfer des Völkermordes an Sinti und Roma und wir gedenken der Menschen, die als politische Gegner, als Homosexuelle oder aus vielen anderen Gründen verfolgt, eingesperrt und ermordet wurden. Wir sind hier, um die Erinnerung an das Unrecht wachzuhalten, die Erinnerung daran, wie Menschen ab 1933 entrechtet wurden.
Wir erinnern daran, dass die Lebenswelten von Lesben und Schwulen radikal zerschlagen wurden. Wir erinnern an das Auslöschen der Vereine, an das Verbot der Zeitschriften. Wir erinnern an Razzien, an Denunziationen, an die Verschärfung des § 175, an zehntausende Strafprozesse gegen schwule Männer. Und wir erinnern an Zuchthaus, an KZ, an den Rosa Winkel, an Folter, an grauenvolle pseudomedizinische Versuche, an Zwangskastrationen und an tausendfaches Morden. weiter…

US-Präsidentenwechsel reißt auch im Bereich LSBTI-Politik eine schmerzhafte Lücke

US-Präsident Donald Trump Quelle: https://www.whitehouse.gov/administration/president-trumpLSVD bittet Bundesregierung, ihr Engagement im Bereich Menschenrechte von LSBTI zu verstärken

In einem Schreiben an Michael Roth, Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt, und Bärbel Kofler, Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung hat der LSVD seine Befürchtungen angesichts des neuen US-Präsidenten Donald Trump geäußert. In den zurückliegenden Jahren hat die Obama-Administration eine Vorreiterrolle beim Thema Menschen- und Bürgerrechte und Minderheitenschutz gespielt. Insbesondere der Menschenrechtsschutz von LSBTI lag der Obama-Administration sehr am Herzen. weiter…

„Ab sofort bist du Volksfeind“

LSVD erstattet Strafanzeige

Zum „Welttag der Migranten und Flüchtlinge“ am 15.01.2017 wurde der Gastkommentar „Warum Flüchtlingspolitik ein queeres Thema ist“ vom LSVD-Bundesvorstand Benjamin Rottmann auf „Queer.de“ veröffentlicht. Noch am selben Tag erhielt er eine E-Mail mit dem Betrteff „Strafe für Überfremdungshelfer“. Im Text bezieht sich der Absender auf eine angebliche Organisation „Besseres Hannover“ und schreibt am Schluss: „Ab sofort bist du Vogel Volksfeind und wirst als solcher behandelt.“ Anschließend heißt es „Wir kennen dich.“ Dann folgt Herrn Rottmanns Privatadresse.

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Shrunk Civil Society Space

Eingeschränkter Handlungsspielraum: Zivilgesellschaft in der OZSE-Region bedroht

Der sogenannte „Shrinking Space“ war eines der Schwerpunktthemen der OSZE-Parallelkonferenz der Zivilgesellschaft am 6. und 7. Dezember in Hamburg . LSVD/Hirschfeld-Eddy-Stiftung war dabei, wir haben berichtet. Am zweiten Tag wurde die Hamburger Erklärung zum Schutz der Zivilgesellschaft mit dem Abschlussdokument verabschiedet. Wir haben sie in Auszügen hier dokumentiert. Auf dem Podium war viel von einem bereits stark eingeschränkten Handlungsspielraum, auf Englisch: „Shrunk Space for civil society“, die Rede. weiter…