Regenbogenfamilienseminar 2016

RGFS_1Vom 30.09.-02.10 in Stuttgart

Es ist soweit: Das Programm für das Regenbogenfamilien-Seminar des LSVD Baden-Württemberg im Herbst 2016 steht. Alle Regenbogenfamilien und solche, die es werden wollen sind herzlich eingeladen und können sich hier anmelden. Ein breites Programm erwartet uns, das in zahlreichen Workshops und Vorträgen u.a. Themen wie Kinderwunsch, Kinder und Paarbeziehung, Pflegeelternschaft und Trennung aufgreift. weiter…

„Wer die Grundrechte auch nur einer Gruppe in der Gesellschaft angreift, der greift uns alle an.“

Hand in Hand gegen Rassismus - Kundgebung in Berlin (c) CampactDokumentation der Rede von LSVD-Bundesvorstand Günter Dworek bei der Auftaktkundgebung zur Menschenkette „Hand in Hand gegen Rassismus – für Menschenrechte und Vielfalt„, 19. Juni 2016, Berlin

Vor einer Woche wurden 49 Menschen in Orlando ermordet. Weil sie schwul oder lesbisch waren oder die Freundinnen und Freunde von Lesben, Schwulen und Transgender. Gestern haben 5.000 Menschen vor dem Brandenburger Tor der Opfer dieses grauenvollen Hassverbrechens gedacht. Heute stehen 9.000 Menschen am Oranienplatz zusammen für eine Gesellschaft der Vielfalt, gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit.

Wir sagen erneut NEIN zu jeder Form von Hass.

Wir sagen JA zur Freiheit: zur Freiheit zu glauben, was man will, zur Freiheit zu leben, wo man will, und zur Freiheit, zu lieben, wen man will.

Wenn in neuen „Mitte-Studie“ steht, dass 40 % es eklig finden, wenn wir uns küssen, dann sage ich dazu nur: Wir werden uns weiter küssen, dass es nur so kracht. weiter…

Regenbogen-Diplomatie

Athens Pride 2016Ausländische Botschaften unterstützen die CSDs in Athen und Warschau

Der diesjährige CSD in Athen stand unter dem Motto „Frauen werden gemacht, nicht als solche geboren / Männer werden gemacht, nicht als solche geboren“. Damit sollte ein besonderes Zeichen der Community für die Anliegen und alltäglichen Schwierigkeiten von Trans* gesetzt werden. Unsere Freund_innen in Warschau hatten sich für das Motto „Gleiche Rechte-Gemeinsame Sache“ entschieden. Beide CSDs wurden von einer großen Zahl ausländischer Botschaften in Griechenland und Polen unterstützt. weiter…

„We share the same values“

LSVD-Bundesvorstand Axel HochreinDragon`s Ball 2016 – LSVD-Bundesvorstand Axel Hochrein’s Speech

Your Excellency, Dear Marta,
Dear Matej and Matej,
Ladies and Gentlemen,
Dear Friends,

It is not only a pleasure for me and my husband Andreas, being part of this special event, it is an honor for me, to convey the solidary greetings of friendship from my organization, the Lesbian and Gay Federation in Germany, to you all.

We share the same values, we stand together in our conviction: we have to improve the European Union as a place, where minorities are not only tolerated but respected and treated with equal rights.

An Europe where discrimination of people has no place, not because of sexual identity and gender orientation, and not for any other reason, like belonging to an ethnic group, religion, disability, descent or political views.

We are all fighting and tonight – of course – celebrating for nothing less – or nothing more – then the fulfilling of a promise, which we can read as the first sentence in very important document which is 68 years old: The Universal Declaration of Human Rights. And Article One says: “All human beings are born free and equal in dignity and rights”. weiter…

Wenn ein pinker Drachen zum Fest bittet

Preisträgerin Marta Kos MarkoPinkWeek und Dragon`s Ball in Slowenien

Schon vor Irland hatte Slowenien die Ehe per Gesetzgebung geöffnet. Das süd-ost-europäische Land war damit Speerspitze im ansonsten dem gesellschaftlichen Fortschritt abgeneigten Teil Ost-Europas. Im Dezember dann der Rückschlag. In einem Referendum spricht sich die knappe Mehrheit der slowenischen Bevölkerung in einem Referendum gegen die Ehe-Öffnung aus. Doch die Regierung legt nach und verabschiedet im April 2016 erneut ein Gesetz zur Eheöffnung für gleichgeschlechtliche Paare, diesmal allerdings ohne die Gleichstellung im Adoptionsrecht.

Zum dritten Mal beweist nun die „Pink Week“, dass Slowenien ein Land ist, in das man reisen sollte und als Lesbe, Schwuler oder Trans* auch ohne Bedenken reisen kann. Der Abschluss der Pink Week ist der „Dragon`s Ball“, eine Veranstaltung die zu den Top-Events in der Hauptstadt Ljubljana zählt. Der Drachen ist das Wappentier von Ljubljana, was die Namensgebung des Events erklärt. weiter…

Ljubljana – Europas grüne Hauptstadt unterm Regenbogen

Axel Hochrein (LSVD-Bundesvorstand), Marta Kos Marko (Botschafterin Sloweniens in Deutschland), Zoran Janković (Bürgermeister von Ljubljana) und Andreas Hochrein-MargeitDie Begrüßung ist herzlich und ungezwungen. Wir sind zu Gast bei Zoran Janković, dem Bürgermeister von Ljubljana, der uns in seinem Amtszimmer empfängt. Begleitet werden wir von der Botschafterin Sloweniens in Deutschland, I.E. Marta Kos Marko.

Jankovic ist seit 2006 im Amt und hat die Mehrheit im Stadtrat hinter sich. Dadurch werden Entscheidungen einfacher, was dem Bild der Stadt in den letzten Jahren sehr gut getan hat. Beim Spaziergang durch die Innenstadt erleben wir nicht nur eine lebhafte Atmosphäre, sondern genießen die vielen verkehrsberuhigten Straßen und schönen Plätze, immer mit Bäumen und Pflanzen unterbrochen. Auffällig auch, wie sauber die Stadt ist. Das liegt wohl auch daran, dass Jankovic nicht nur im Büro sitzt, sondern täglich durch „seine“ Stadt läuft und sich auch nicht zu fein ist, Müll der auf der Straße liegt, aufzuheben.

Für uns von Interesse ist sein Engagement für die LSBTI-Community. Jankovic ist seit 9 Jahren aktiver Schirmherr des CSD von Ljubljana und seit 3 Jahren Schirmherr des Dragon`s Ball, der zum Abschluss der Pink Week in Ljubljana an verschiedenen prominenten Örtlichkeiten in der Stadt abgehalten wird. Wohl einmalig in Europa ist, dass es im Rathaus ein LSBTI-Café und Bistro gibt, Anlaufstelle für die Community.  Alle städtischen Mitarbeitenden müssen eine Schulung für LSBTI-Themen machen, und erhalten nach erfolgreichem Test ein Zertifikat darüber. weiter…

Constant threat

Logo ASWATHuman Rights Organization “Aswat” on the current situation of LGBTQI in Morocco.

Aswat is an independent non-profit group in Morocco, working on gender and sexuality issues related to sexual minorities. The group pursues a peaceful commitment to fight against discrimination against lesbians, gays, bisexual, transgender, transsexual and intersex in Morocco. The group operates two pages on facebook, “collectif Aswat” and “Aswat Magazine LGBT” and a website.  Guido Schäfer of Hirschfeld-Eddy Foundation has conducted the interview on June 1st, 2016. (Deutsche Übersetzung)

Hirschfeld Eddy Foundation (HES): The German parliament has decided on May, 13 to put Morocco on the so called list of “safe countries of origin”. In case this change becomes effective, this means for Moroccan applicants for asylum that a summary procedure applies in Germany which reduces the deadlines for decision, appeal and deportation each in general to one week only. This would significantly reduce the chance of a fair procedure. How safe is Morocco for LGBTQI?

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In ständiger Gefahr

Logo ASWATDie Menschenrechts-organisation „Aswat“ über die aktuelle Situation von LGBTQI in Marokko.

Aswat ist eine unabhängige Non-Profit-Gruppe in Marokko, die sich mit den Themen Gender und Sexualität in Bezug auf sexuelle Minderheiten befasst. Die Gruppe verfolgt ein friedliches Engagement zur Bekämpfung der Diskriminierung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender, Transsexuellen und Intersexuellen in Marokko. Aswat betreibt zwei Facebook-Seiten, „Collectif Aswat“ und „Aswat Magazine LGBT” sowie eine Website. Das Interview führte und übersetzte Guido Schäfer (Hirschfeld-Eddy-Stiftung) . Originalversion auf Englisch findet sich hier.

Hirschfeld Eddy Stiftung (HES): Der Deutsche Bundestag hat am 13. Mai beschlossen, Marokko auf die Liste der so genannten „sicheren Herkunftsländer“ zu setzen. Wenn diese Änderung in Kraft tritt, bedeutet dies für marokkanische Asylbewerber, dass für sie in Deutschland ein abgekürztes Verfahren gilt, welches im Regelfall die Fristen für die Entscheidung, den Einspruch und die Abschiebung jeweils auf nur eine Woche reduziert. Damit würden die Chancen auf ein gerechtes Verfahren erheblich reduziert. Wie sicher ist Marokko für LGBTQI?

Aswat: Die Situation der LGBTQI Gemeinschaft in Marokko hängt von verschiedenen Faktoren ab (soziale Schicht, Bildungsstand, Region in der sie leben…). Aber in allen Fällen leben diese Menschen in ständiger Verfolgung, die zu einer Traumatisierung führt, unter einer drohenden Inhaftierung bis hin zur Gefahr des Todes.
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Celebrating the Rainbow of families in our World!

Impressionen vom 5. Internationalen Regenbogenfamilientag

» Celebrating the Rainbow of families in our World!

 

Sich austauschen, voneinander lernen, Teil einer starken Bewegung sein

IMG_4306Begegnungen auf der ILGA-Konferenz Johannesburg

Die afrikanische LSBTI-Bewegung wächst. Sie ist jung, aktiv, voller Tatendrang und Zukunft. Angesichts der versammelten LSBTI-Power in Johannesburg herrscht der Eindruck vor, dass die Dinge auf dem Kontinent eine gute Entwicklung nehmen.

Sako ist 28 Jahre jung und arbeitet für die Organisation Ruban Rouge aus Abidjan, die 1994 gegründet wurde. Ruban Rouge kümmert sich um Menschen mit HIV, betreibt Präventionsarbeit mit MSM und andere Zielgruppen. Die Zusammenarbeit mit den Behörden der Elfenbeinküste laufe gut, insbesondere mit einer Abteilung im Gesundheitsministerium, die sich um die Zielgruppe LSBTI kümmert. Ruban Rouge finanziert sich indirekt über den Global Fund, der Gelder an die Alliance Cote d’Ivoire zwecks Weiterleitung an NGOs auszahlt. Aus Europa fließen keine Gelder, so Sako. Ruban Rouge betreibt in der ivorischen Hauptstadt eine Tagesklinik, in der auch die Büros der Organisation untergebracht sind. Nicht alle Zielgruppen, die sehr stigmatisiert sind, würden erreicht, so Sako, die ivorische Gesellschaft brauche dringend Aufklärung. Probleme gibt es in den Familien und mit den Polizeibehörden. Art. 365 des Strafgesetzbuches kriminalisiert gleichgeschlechtliche Beziehungen und sieht Gefängnis- oder Geldstrafen vor. Sako erhofft sich von der PAI-Konferenz wichtigen Informationsaustausch, er will von anderen lernen und seine Erfahrungen weitergeben. weiter…